Pressemeldungen zur Pandemischen Infuenza ("Schweinegrippe")
Bisherige Hygienemaßnahmen sind beizubehalten
Zur Fragestellung, ob die empfohlenen Hygienemaßnahmen zur Vermeidung der „Schweinegrippe“ (jetzt Pandemische Influenza genannt) gelockert werden können, teilt das Kreisgesundheitsamt mit, dass das zuständige Komitee der WHO, Genf, Anfang März 2010 tagte und vorerst die Pandemiestufe/-phase 6 weltweit beibehielt. Ob es in nächster Zeit zu einer Herabstufung kommen wird, kann zurzeit nicht beurteilt werden. Aus diesem Grunde verweisen wir erneut auf die Einhaltung von allgemein notwendigen Basis-Hygienemaßnahmen wie z.B. einer sorgfältigen Händehygiene, die ohnehin eingehalten werden sollten und empfehlen die Beachtung einschlägiger Hinweise, u. a. des Robert-Koch-Instituts unter www.wir-gegen-viren.de.
Fulda, 16.04.2010
Zweites Todesopfer durch Neue Influenza im Landkreis Fulda
FULDA. Ein 26 Jahre alter Mann aus Fulda, der an einer Infektion mit der Neuen Influenza A/H1N1 litt, ist gestern im Klinikum Fulda verstorben. Der Mann war mit dem Bild einer schweren Lungenentzündung stationär eingewiesen worden. Auf dem Weg ins Krankenhaus wurden Wiederbelebungsmaßnahmen erforderlich, die zunächst erfolgreich waren. Im weiteren Verlauf kam es jedoch zu einer weiteren Verschlechterung des Zustandes, so dass der Mann gegen Mittag verstarb. Eine Infektion mit Influenza A/H1N1 wurde im Labor nachgewiesen. Zu den Hintergründen - insbesondere zu Vorerkrankungen oder Risikofaktoren - ist noch nichts bekannt.
Fulda, 08.12.2009
22-jährige im Klinikum Fulda an „Schweinegrippe“ gestorben
Virus A/H1N1 eindeutig als Todesursache nachgewiesen / erster Fall im Landkreis Fulda / sich nicht von angeblich zurückgehenden Fallzahlen täuschen lassen“
FULDA. Im Landkreis Fulda gibt es einen ersten Todesfall an Neuer Influenza A / H1N1 („Schweinegrippe“). Gestern Nachmittag wurde in die Notaufnahme des Klinikums Fulda eine 22-jährige Frau aus Fulda eingeliefert, die seit mehreren Tagen über Grippesymptome geklagt hatte. Im Laufe des gestrigen Mittwochs verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch und sie sollte ins Krankenhaus zur stationären Aufnahme eingeliefert werden. Noch zu Hause brach das Herz-Kreislauf-System der jungen Frau zusammen und ein Herzstillstand trat ein. Zwar konnte sie auf dem Weg ins Krankenhaus kurzzeitig wiederbelebt werden. Dort jedoch war alles Bemühen vergeblich.
Nachdem Symptomatik und Krankheitsverlauf einen Verdacht auf „Schweinegrippe“ nahegelegt hatten und von der Staatsanwaltschaft eine Obduktion des Leichnams veranlasst worden war, traf heute Vormittag im Kreisgesundheitsamt die Bestätigung des Rechtsmedizinischen Instituts der Universität Gießen ein, dass bei der jungen Frau zweifelsfrei das Virus A / H1N1 nachgewiesen wurde. Weil andere Ursachen auszuschließen sind, steht damit eindeutig fest: Die 22-jährige, die in der 16. Woche schwanger und übergewichtig war, ist an „Schweinegrippe“ gestorben. Aus ihrem familiären Umfeld sind keine weiteren Verdachts- oder Krankheitsfälle bekannt.
Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Stefan Kortüm, und Professor Achim Hellinger, Ärztlicher Direktor am Klinikum Fulda, nehmen den traurigen Vorfall zum Anlass, sich nicht von angeblich zurückgehenden Fallzahlen täuschen zu lassen. Dies hänge damit zusammen, dass nur noch bei nachgewiesenen Todesfällen eine Meldepflicht bestehe. Auch habe das Medieninteresse nachgelassen. Obwohl die Krankheitsverläufe weiterhin in der überwiegenden Mehrzahl milde seien, biete die Impfung einen wirksamen Schutz. Jedoch bleibe die Entscheidung, ob man sich impfen lassen solle, jedem Einzelnen nach seiner individuellen Risikoabwägung überlassen.
Fulda, 3. Dezember 2009
Grundschule in Großentaft wegen Schweinegrippe geschlossen
Unterricht fällt bis Freitag aus / Hotline beim Kreisgesundheitsamt stark belastet / wegen Impfung und Beratung zunächst an Hausärzte wenden
FULDA/EITERFELD-GROSSENTAFT. Wie das Kreisgesundheitsamt Fulda miteilt, wurde heute erstmals im Landkreis Fulda eine Grundschule wegen der Neuen Influenza („Schweinegrippe“) vorübergehend geschlossen. Es handelt sich um die Grundschule Großentaft, die mit insgesamt rund 40 Schülerinnen und Schüler eine der kleinsten Schulen im Landkreis ist. Nach derzeitigem Erkenntnisstand gibt es einen bestätigten Krankheitsfall und 19 Verdachtsfälle. Vorsichtshalber bleibt die Schule bis Freitag dieser Woche geschlossen. Der reguläre Unterricht wird voraussichtlich am Montag nächster Woche wieder aufgenommen.
Im Landkreis Fulda nimmt die Zahl der gemeldeten Erkrankungs- und Verdachtsfälle weiter zu. Das Gesundheitsamt kann aufgrund der Vielzahl der Meldungen nicht mehr mit jedem Erkrankten Kontakt aufnehmen. Informationen für Patienten können auf der Homepage abgerufen werden. Hier wurde auch eine aktuelle Information zur Verfahrensweise für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte eingestellt. Patienten, die an der neuen Influenza erkrankt sind, sollten bis ein Tag nach dem Abklingen der Symptome zuhause bleiben. Beschäftigte, die mit besonders gefährdeten Personengruppen zu tun haben, sollen mindestens sieben Tage zuhause bleiben, Kinder mindestens zehn Tage.
Das Gesundheitsamt hat für Fragen zur Schweinegrippe und zur Impfung eine Hotline eingerichtet, die aufgrund der Vielzahl der Anfragen jedoch zeitweise überlastet ist. Eine individuelle Impfberatung ist nicht möglich. Es wird daher empfohlen, zur schnellen Information über die wichtigsten Fragen insbesondere den Internetauftritt des Landkreis Fulda zu nutzen und nur bei speziellen ergänzenden Fragen auf die Hotline zurückzugreifen. Primärer Ansprechpartner für Impfungen gegen „Schweinegrippe“ sind die niedergelassenen Hausärzte. Am Kreisgesundheitsamt wurde lediglich ein ergänzendes Impfangebot eingerichtet. Impftermine sind Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr und freitags 9.00 bis 11.30 Uhr.
Fulda, 9. November 2009
Hygiene und Impfung als wichtigste Präventionsmaßnahmen
Weiterhin steigende Fallzahlen bei Neuer Influenza („Schweinegrippe“) / in der Regel verläuft Erkrankung milde / auch in der kommenden Woche werden Impftermine im Kreisgesundheitsamt angeboten / zunächst Hausärzte zuständig
FULDA. Mit Stand vom heutigen Freitag gibt es im Landkreis Fulda 95 Fälle von Neuer Influenza („Schweinegrippe“). Nach Einschätzung des Kreisgesundheitsamtes muss mit einem zunehmenden Auftreten von Fällen insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen gerechnet werden.
Allerdings zeigten die bisherigen Erfahrungen, dass die Neue Influenza in der Regel milde verlaufe. Insofern besteht aus Sicht des Gesundheitsamtes kein Grund zur Beunruhigung. Auch weiterhin seien die Einhaltung persönlicher Hygienemaßnahmen und die Impfung als wichtigste Präventionsmaßnahmen anzusehen.
Seit Montag der vergangenen Woche werden im Landkreis Fulda Impfungen gegen die Neue Influenza angeboten, die in erster Linie von den Hausärzten durchgeführt werden sollen. Vorrang bei den Impfungen gegen die „Schweinegrippe“ haben Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen sowie Schwangere.
Das Gesundheitsamt impft weiter mit Priorität Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen, Rettungsdienst und der Feuerwehr. Seit Donnerstag dieser Woche besteht am Kreisgesundheitsamt ein zusätzliches Impfangebot. Weit über dreihundert Bürgerinnen und Bürger haben hiervon bislang Gebrauch gemacht.
Mit dem zusätzlichen Impfangebot soll sichergestellt werden, dass jeder, der sich gegen Schweinegrippe impfen lassen will, dies auch zeitnah tun kann. Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld unterstreicht noch einmal: „Obwohl die primäre Zuständigkeit bei den Hausärzten liegt, weisen wir niemanden ab.“
Auch in der kommenden Woche werden von Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr und am Freitag von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr Impftermine am Kreisgesundheitsamt nach vorheriger telefonischer Anmeldung angeboten. Wer sich impfen lassen möchte, wendet sich an die Telefon Hotline 0661/6006659.
Bei Fragen ist das Kreisgesundheitsamt unter den folgenden Kontaktdaten ereichbar:
Otfrid-v.-Weißenburg-Str. 3
36043 Fulda
Telefon 0661/6006-659
E-Mail Amtsarzt@bitte-loeschen.Landkreis-Fulda.de
Telefax 0661/6006-653
Fulda, 6. November 2009
Wer sich impfen lassen will, soll sich zunächst an Hausarzt wenden
Zusätzliches Impfangebot gegen „Schweinegrippe“ im Kreisgesundheitsamt / täglich von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr
FULDA. Großer Andrang herrschte heute im Kreisgesundheitsamt. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen die erstmals angebotene Impfsprechstunde wahr und ließen sich gegen “Schweinegrippe“ impfen. Bei einigen geschah dies allerdings in Unkenntnis, dass vorrangige Ansprechpartner für „Schweinegrippe“-Impfungen die Hausärzte sind.
Angesichts der starken Nachfrage bietet das Gesundheitsamt auch weiterhin Impftermine an. „Wir wollen mit diesem zusätzlichen Impfangebot sicherstellen, dass alle Bürger, die sich impfen lassen wollen, dies zeitnah tun können“, so der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Stefan Kortüm, und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld. Obwohl die eindeutige Zuständigkeit bei den Hausärzten liege, „weisen wir niemanden ab“.
Aus diesem Grund finden bis auf Weiteres täglich von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr (außer samstags und sonntags) Impfsprechstunden im Kreisgesundheitsamt in Fulda, Ottfried-von-Weißenburg-Straße 3, statt. Für Interessenten ist eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0661/6006-659 zwingend erforderlich, um einen reibungslosen Ablauf der Impfsprechstunden zu gewährleisten.
Fulda, 5. November 2009





