Wie erkennt man Gewalt?

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Wer Gewalt erlebt hat, verändert oft das Verhalten sich selbst und anderen Menschen gegenüber, vor allem dann, wenn die Gewalt längere Zeit andauert. Um die erlebte Gewalt zu vergessen oder zu verdrängen entwickeln Gewaltbetroffene bestimmte Verhaltensstrategien. Manche beginnen plötzlich zu rauchen oder konsumieren Alkohol und Drogen in großen Mengen, um die Situation erträglicher zu machen. Oft entwickeln Jugendliche oder Erwachsene, die in der Kindheit vernachlässigt wurden oder eine andere Art der Gewalt erfahren haben, ein risikoreiches Sexualverhalten, das weitere Gesundheitsgefährdungen wie eine Ansteckung mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit sich bringen kann.

Das Gefühl, nichts mehr wert zu sein und keine Achtung mehr vor sich selbst zu haben, kann bei Jugendlichen wie bei Erwachsenen z.B. zu der Ausbildung einer Essstörung führen. Nicht selten entwickelt sich aus diesen negativen Gefühlen heraus ein selbstverletzendes Verhalten, bis hin zu Selbsttötungsgedanken oder einer versuchten Selbsttötung.

Oft ziehen sich die Betroffenen aus dem sozialen Umfeld zurück, aus Angst oder Scham, dass die Gewalt aufgedeckt werden könnte. Das Gewalterlebnis und die soziale Isolation können dazu führen, dass Gewaltbetroffene depressiv werden. Sie leiden unter Ängsten, Schlafstörungen oder bekommen Panikattacken, die ihnen ein normales Weiterleben erschweren.

Gewalt verletzt!

Der Grad der Verletzungen, die ein Mensch durch Gewalt davon trägt, ist von der Form und dem Schweregrad der Gewalt abhängig, aber auch von der Intensität, in der sich ein Mensch dagegen zur Wehr setzt. Grundsätzlich können alle Verletzungen auch ein Zeichen für mögliche Gewalt sein. Umgekehrt ist nicht jeder "blaue Fleck" ein Hinweis auf Gewalt.

Einige Studien belegen, dass Verletzungen im Gesicht, am Kopf, am oder im Hals sehr häufige Folgen von Gewalt sind. Auch Verletzungen an Hand, Fuß, Armen oder Beinen kommen häufiger vor. In rechtsmedizinischen Veröffentlichungen werden typische Verletzungsmuster für Strangulation, Abwehrverletzungen, Verletzungen durch Fixierung oder Fesselung, Bisse, durch Entkleiden und Widerlagerverletzungen usw. beschrieben.

Gewaltopfer begründen oft aus Angst oder Scham die Verletzungen anderen gegenüber durch Ausflüchte, z.B. gestürzt zu sein. Die unrealistische Beschreibung des Verletzungshergangs ist auch ein Versuch, sich zu schützen.

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