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Schulen des Landkreises Fulda: Albert-Schweitzer-Schule in Neuhof

81 Schülerinnen und Schüler, 20 Lehrerinnen und Lehrer: Die Schulgemeinschaft der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) in Neuhof, von der auf dem Foto ein Teil wegen Praxistagen und Projekten fehlt, hat sich für das Miteinander den Slogan „Gemeinsam sind wir Alle Super Stark“ gegeben. Foto: G. Diener

Gemeinsam die eigenen Stärken entwickeln

NEUHOF. „ASS“ – die Abkürzung steht für Albert-Schweitzer-Schule Neuhof. Im Verständnis der Lehrer und Schüler steht sie aber zugleich für den schuleigenen Leitspruch: „Gemeinsam sind wir Alle Super Stark“.

„Den Slogan haben wir uns anlässlich des 50. Geburtstags vor zwei Jahren gegeben – er bringt auf den Punkt, dass gegenseitige Wertschätzung und das Bemühen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, unsere Schulgemeinschaft bestimmt“, erläutert Konrektor Stefan Trapp und fügt an: „Diese Atmosphäre, an der wir jeden Tag arbeiten, ist vermutlich einer der Gründe, warum sich die meisten Schüler hier wohl fühlen.“

Ein positives Gefühl beim Schulbesuch – das haben die wenigsten Kinder und Jugendlichen vor ihrer Zeit an der Neuhofer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen erfahren. „Viele haben zum Teil über Jahre Misserfolge erlebt“, erzählt der Konrektor. Das bedeutet: Die Schüler konnten – aus welchem individuellen Grund auch immer – nicht die Anforderungen der Regelschule erfüllen. Sie fühlten sich häufig zu langsam, erfolglos, abgehängt. „Daraus können sich auch Auffälligkeiten im Verhalten entwickeln“, gibt Stefan Trapp einen Einblick und betont: „An der Albert-Schweitzer-Schule finden die Kinder und Jugendlichen einen Schonraum. Sie machen die Erfahrung, in einer Gemeinschaft ihre eigenen Stärken entwickeln zu können, und haben wieder Lernerfolge.“

Auf diesem Weg stehen ihnen zahlreiche Angebote während des Unterrichts und der pädagogischen Nachmittagsbetreuung, gute Ausstattung und engagierte Pädagogen zur Seite. Werkräume mit Maschinen für Holz- und Metallarbeiten sind ebenso vorhanden wie etwa Musikraum, Sporthalle, Küche, Cafeteria und Bibliothek. Auf dem Schulhof sind ein Kleinfeld und Tischtennisplatten beliebte Anlaufpunkte.

„Ziel einer Laufbahn an der Albert-Schweitzer-Schule ist mindestens der berufsorientierte Abschluss, viele schaffen – in Kooperation mit der Johannes-Kepler-Schule – auch den Hauptschulabschluss“, erzählt Stefan Trapp und ergänzt: „Und selbst die wenigen Jugendlichen, die ohne Abschluss die Schule verlassen, sollen als Perspektive eine Arbeitsstelle in Aussicht haben.“ Damit die Schülerinnen und Schüler schon früh Einblick in die Arbeitswelt erhalten und herausfinden können, in welchem Berufsfeld ihre Stärken liegen, unterstützt sie Arbeitscoach Christina Zieschang. Feste Kooperationen mit Firmen in der Region sichern die regelmäßigen Praxistage, während denen die Jugendlichen im Betrieb erste Berufserfahrungen sammeln können.

81 Schülerinnen und Schüler besuchen die Albert-Schweitzer-Schule derzeit. Dennoch sind die Pädagogen für deutlich mehr Kinder und Jugendliche da. Denn rund die Hälfte des 20-köpfigen Kollegiums arbeitet im sogenannten Beratungs- und Förderzentrum (BFZ), das Teil der ASS ist. Diese Pädagogen werden von Regelschulen zu Rate gezogen, wenn bei Kindern Lernschwierigkeiten auftreten. Sie empfehlen nach einer fachlichen Einschätzung weitere Schritte der Unterstützung und begleiten diese: „Die Schüler sollen so lange wie möglich in der Regelschule bleiben können – derzeit betreuen wir mehr als 100 von ihnen im Rahmen vorbeugender Maßnahmen und 20 weitere in inklusiver Beschulung“, sagt der Konrektor.

Diese Maßnahmen gestalten sich individuell sehr verschieden. Oft hilft es, wenn Schüler mehr Zeit für die Bearbeitung der Aufgaben bekommen, die zu lösenden Aufgaben zum besseren Verständnis vorgelesen oder die Anzahl der Aufgaben in Klassenarbeiten verringert werden. Manchmal reicht das allerdings nicht: „Wenn die Schüler dann doch in unsere Schulgemeinschaft kommen, hören wir häufig auch von Eltern: ‘Dazu hätten wir uns deutlich früher entscheiden sollen.‘“

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