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Beratungsbüro für (Allein-) Erziehende berät und unterstützt auch während Corona-Pandemie

Julia Schröder (von links) und Barbara Linder stehen auch während der Corona-Pandemie Alleinerziehenden mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Lisa Laibach

Alleinerziehend im SGB II – Chancen eröffnen und Potentiale entfalten

LANDKREIS FULDA. Alleinerziehende auf Jobsuche stehen häufig vor doppelten Hürden: Schwierigkeiten bei der Kinderbetreuung, geringere zeitliche Flexibilität und oftmals keine Betreuungsalternative, wenn ein Kind krank wird. Gerade in der Corona-Krise wirken sich diese strukturellen Nachteile besonders deutlich aus. Julia Schröder und Barbara Linder arbeiten im Beratungsbüro für (Allein-)Erziehende im Landkreis Fulda und unterstützen und beraten Bürgerinnen und Bürger bei ihren Herausforderungen im Alltag.

Den – weit überwiegend weiblichen – Alleinerziehenden, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) beziehen, gilt das besondere Augenmerk der hessischen Kommunalen Jobcenter. Dort weiß man, dass dem Integrationserfolg häufig nicht die fehlende schulische oder berufliche Qualifizierung entgegensteht. Im Gegenteil: Hier spricht die Statistik eine klare Sprache. Alleinerziehende Arbeitslose haben im Vergleich zu den anderen SGB II-Leistungsbeziehenden überproportional gute Schul- und Ausbildungsabschlüsse. Diese Faktenlage lässt unweigerlich darauf schließen, dass es für alleinerziehende Arbeitslose bei gleichen oder günstigeren Voraussetzungen grundsätzlich schwerer ist, eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufzunehmen und dort Fuß zu fassen.

Die Kommunalen Jobcenter in Hessen wissen aus langjähriger Erfahrung, dass es bei Teilen der Arbeitgeber immer noch Vorbehalte gibt, hinsichtlich der Verfügbarkeit und des Ausfallrisikos von Alleinerziehenden. Die Jobcenter sehen eine ihrer wesentlichen Aufgaben darin, mit positiven Beispielen ein Umdenken herbeizuführen. Gerade die Digitalisierung bietet vielfältige Chancen für flexibles und mobiles Arbeiten in vielen Berufsfeldern. Alleinerziehende Jobsuchende sind eine wertvolle Fachkräfte-Reserve, die der Arbeitsmarkt bislang nur unzureichend abruft.

Um Alleinerziehende noch mehr zu unterstützen, hat der Landkreis Fulda 2013 das Beratungsbüro für (Allein-)Erziehende ins Leben gerufen. Julia Schröder und Barbara Linder aus dem Beratungsbüro für (Allein-)Erziehende helfen den Kundinnen und Kunden bei der Suche nach Arbeitsplätzen und Ausbildungen, bei der Erstellung von Bewerbungen, der Strukturierung ihres Alltags und bei Fragen rund um die Kinderbetreuung. Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Beratungen derzeit telefonisch statt. „Dabei rufen wir unsere Kundinnen und Kunden auch aktiv an, um mit ihnen in Kontakt zu bleiben und sie bei Bedarf zu unterstützen“, erklären Schröder und Linder. Besonders viele Fragen drehen sich derzeit bei ihren Kundinnen und Kunden um das Thema Kurzarbeit, Kinderbetreuung und Homeschooling. „Für Arbeitssuchende ist die Hürde einen neuen Job zu finden besonders groß, wenn die Kinderbetreuung wegfällt“, ergänzen Linder und Schröder. Durch Corona sei die Situation für Alleinerziehende besonders brisant und schwierig geworden.

Eine weitere wichtige Arbeit des Beratungsbüros ist die Beratung im Trennungsfall. „Es kommen viele Frauen zu uns, die sich von ihrem Partner trennen wollen, getrennt sind, vielleicht sogar ein Kind erwarten, psychische oder finanzielle Probleme haben oder mit der Erziehung ihres Kindes überfordert sind“, erklärt Linder. Das Beratungsbüro fungiert dabei als erste Anlaufstelle. „Wir beraten die Frauen und können sie schnell und problemlos weitervermitteln“, sagt Schröder und weist dabei auf die enge Zusammenarbeit zwischen dem Beratungsbüro und ihrem Netzwerk hin, zu dem unter anderem die AWO, SkF, donum vitae, Grümel und pro familia gehören. Außerdem geben Schröder und Linder den Frauen Hilfestellungen: „Wir erstellen einen Wegweiser, sozusagen einen Plan, welche Schritte zu welchem Zeitpunkt ergriffen werden sollten.“

Die hessischen Kommunalen Jobcenter gehen mit maßgeschneiderten Beratungs- und Qualifizierungsangeboten auf die besonderen Bedürfnisse alleinerziehender Leistungsbeziehender ein. Sie werben bei Arbeitgebern für die Potentiale dieser Personengruppe und bauen Einstellungshürden ab. Damit füllen sie weiter das bundesweite Credo der Kommunalen Jobcenter #Stark.Sozial.VorOrt. mit Leben.

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