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Erstellt:  Montag, 8. Oktober 2018

Goldener Scheckenfalter zählt seltenen Bewohnern der Rhön / Teufelsabbiss als Futterpflanze

Die Schmetterlingskundler bei der Arbeit. Sie markieren eine Stelle, wo ein Gespinst gefunden wurde, damit dieses bei Pflegemaßnahmen geschont wird. Foto: BRR

Die Schmetterlingskundler bei der Arbeit. Sie markieren eine Stelle, wo ein Gespinst gefunden wurde, damit dieses bei Pflegemaßnahmen geschont wird. Foto: BRR

Auf der Suche nach Gespinsten

RHÖN, 08.10.2018 - „Die spinnen doch!“- gemeint sind die Raupen des äußerst seltenen Goldenen Scheckenfalters. Die Raupen des Falters sind auf ganz spezielle Futterpflanzen angewiesen, nämlich den Teufelsabbiss, der in der Rhön in wenigen feuchteren Wiesen wächst. Auf feuchtem Grünland gibt es den Goldenen Scheckenfalter in Hessen nur noch in der Rhön. Daher ist dieser anspruchsvolle Rhön-Bewohner auch Thema bei den Arbeiten im „Life“-Projekt.

Die Raupen spinnen im Sommer in den Teufelsabbiss-Flächen ihre Gespinste, das sind „Gemeinschaftsunterkünfte“ für teilweise mehrere Hundert Raupen. In diesen können sie bis ins nächste Frühjahr überdauern. Kürzlich zogen Schmetterlings-Spezialisten durch das Gebiet des „Life“-Projekts, um die Entwicklung des Falters festzustellen. Dafür müssen die Experten die Gespinste zählen, denn sie sind der Nachweis, dass es in diesem Sommer zur Eiablage gekommen ist.

„Die Ergebnisse der Gespinstsuche in diesem Jahr sind sehr gut,“, berichten Benno von Blanckenhagen und Alexander Wenzel, die im Auftrag des „Life“-Projekts die Flächen kontrollieren. „Die Niederschläge waren im Frühjahr noch ausreichend, und zur Flugzeit des Falters gab es viel Sonne, so konnten die Falter sich gut ernähren und bei guten Bedingungen ihre Eier ablegen. Wie die Raupen allerdings mit der anhaltenden Trockenheit zurechtgekommen sind, ist noch offen.“

„Früher war der Schmetterling übrigens sehr häufig auf bunten Feucht- und Streuwiesen zu sehen. Dort gab es verbreitet den Teufelsabbiss als wichtige Nahrungsgrundlage. Leider verschwinden diese Lebensräume immer mehr“, bedauern die beiden Biologen. Grund genug für sie, gemeinsam mit dem „Life“-Team und anderen Akteuren aus Landwirtschaft, Behörden und dem Biosphärenreservat, für den Erhalt des Falters mit seiner schönen Futterpflanze aktiv zu werden.

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