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Erstellt:  Mittwoch, 11. Oktober 2017

Bestimmte Personengruppen besonders gefährdet / 321 diagnostizierte Fälle in 2016/17 beim Gesundheitsamt des Landkreises Fulda

Durch Impfung und Hygiene Grippe vorbeugen

FULDA. Jedes Jahr im Herbst beginnt eine neue Influenza- beziehungsweise Grippesaison. Influenza weißt gegenüber anderen Atemwegserkrankungen einige besondere Eigenschaften auf. Nachfolgend hat das Gesundheitsamt des Landkreises grundlegende Informationen zusammengestellt, um den Bürgern die Bedeutung der Influenza und der Influenzaimpfung bewusst zu machen.

Was ist Influenza/Grippe?

Influenza/Grippe ist eine durch Influenza-Viren bedingte Erkrankung der Atemwege. Charakteristisch sind vor allem ein plötzlicher Erkrankungsbeginn, Husten oder Halsschmerzen sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Ein Drittel aller Infektionen zeigt einen fieberhaften Verlauf.

Was sind schwere Verläufe?

Selten kommt es zu schweren Verläufen. Diese können die Beschwerden bei chronischen Lungenerkrankungen oder einer Lungenentzündung verschlimmern. Influenza-Viren können auch andere Organe befallen, was tödliche Folgen haben kann.

Wer ist besonders gefährdet?

Schwere Verläufe treten in manchen Personengruppen häufiger auf, zum Beispiel bei Älteren, Schwangeren oder bei Personen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Immunschwäche, schwerer Fettleibigkeit oder chronischen Atemwegserkrankungen.

Wie wird Influenza übertragen?

Typisch für die Übertragung ist das Husten/Niesen, auch über die Hände können die Erreger übertragen werden.

Was ist eine Influenza-Saison?

Influenza zeichnet sich durch eine deutliche Erkrankungswelle ab Herbst, meist aber in den Wintermonaten aus. Die Saison kann bis weit in den März andauern.

Wie viele Erkrankungen gibt es im Landkreis Fulda?

In der Saison 2016/2017 wurden 321 Influenza-Fälle gemeldet. Die Meldungen enthalten nur labordiagnostisch nachgewiesene Fälle und repräsentieren somit nur einen Teil des tatsächlichen Erkrankungsgeschehens. In den letzten zehn Jahren wurden im Kreis Fulda fünf Todesfälle durch Grippe gemeldet, wobei von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden muss.

Was sollte ich während der Influenza-Saison beachten?

Um sich selbst und andere zu schützen, waschen Sie häufig Ihre Hände mit Seife. Auf Händeschütteln sollte verzichtet werden. Fassen Sie sich möglichst wenig ins Gesicht, insbesondere an Mund und Nase. Wenn Sie typische Krankheitszeichen zeigen, meiden Sie den Kontakt zu anderen. Besondere Sorgfalt bei der Hygiene ist insbesondere im Umgang mit oben genannten Personengruppen wichtig. Beim Husten und Niesen sollten Sie sich vom Gegenüber abwenden. Nutzen Sie die Armbeuge und nicht die Hand als Schutz. Verwenden Sie Einmal-Handtücher und waschen Sie sich nach dem Niesen die Hände. Die Räume sollten regelmäßig gelüftet werden, in der akuten Krankheitsphase wird Bettruhe empfohlen. Antibiotika helfen bei Grippe nicht, da sie gegen Viren wirkungslos sind. Antibiotika können allenfalls bei bestimmten schweren Verläufen mit bakteriellen Begleiterkrankungen sinnvoll sein.

Wie kann ich mich schützen?

Gegen die Influenza gibt es eine Impfung. Etwa zehn Tage nach der Impfung hat das Immunsystem einen Krankheitsschutz aufgebaut.

Wie gut ist der Schutz, und warum muss ich mich jedes Jahr neu impfen lassen?

Durch die Impfung wird das Immunsystem aktiviert, Viren mit einer bestimmten Oberflächenstruktur anzugreifen. Da sich die Grippeviren verändern können und der Impfschutz mit der Zeit nachlässt, ist eine jährliche Impfung notwendig. Je nach Übereinstimmung der erwarteten und tatsächlich in der Saison auftretenden Virusvarianten, zeigt der Impfstoff oft Unterschiede in der Schutzwirkung. In der Regel liegt der Impfschutz zwischen 40 und 60 %.

Wann sollte ich mich impfen lassen?

Während der gesamten Influenza-Saison besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, auch über den Höhepunkt der Saison hinaus. Es ist ratsam, sich möglichst früh zu impfen, da so ein Schutz über die ganze Saison erreicht werden kann. Die Impfung wird deshalb vor oder zu Beginn der Saison empfohlen, das heißt in den Monaten Oktober oder November.

Wer sollte sich impfen lassen?

Neben oben genannten Gruppen sollten sich auch Personen impfen lassen, die eine erhöhte berufliche Gefährdung aufweisen (medizinisches und pflegerisches Personal).

Wer impft?

Die Grippeschutzimpfung wird von jedem Hausarzt und vielen Fachärzten durchgeführt. Für einige Gruppen werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen, zum Beispiel Ältere, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Patienten mit schweren Vorerkrankungen. Auskunft zur Kostenübernahme geben die Krankenkassen. Viele Betriebe bieten die Grippeschutzimpfung auch im Rahmen der betriebsärztlichen Versorgung kostenfrei an.

Fulda, 11. Oktober 2017

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