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Erstellt:  Mittwoch, 6. Dezember 2017

Landkreis Fulda und Mediana ziehen positives Fazit der ersten Arbeitgeberpatenschaft für Geflüchtete

Verantwortliche und Mitarbeiter von Mediana sowie die beteiligten Praktikanten berichteten im Abschlussgespräch mit Koordinatorin Hilde Hehr-Willhardt (rechts) von ihren Erfahrungen.

Verantwortliche und Mitarbeiter von Mediana sowie die beteiligten Praktikanten berichteten im Abschlussgespräch mit Koordinatorin Hilde Hehr-Willhardt (rechts) von ihren Erfahrungen.

Erfolgreiches Pilotprojekt mit Perspektive

HÜNFELD/FULDA. Mit einem Abschlusstreffen von Geflüchteten, der Koordinatorin des Landkreises Fulda für Burghaun und den Altkreis Hünfeld sowie ging ein Pilotprojekt zu Ende, das als erste Arbeitgeberpatenschaft für geflüchtete Menschen initiiert wurde.  

Über das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ und in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen hat der Treffpunkt Aktiv des Landkreises das Projekt „Ankommenspatenschaften“ ins Leben gerufen. Neben dem ehrenamtlichen Engagement von Freiwilligen, die als Begleiter für Flüchtlinge fungieren, wurde mit der Hünfelder Senioreneinrichtung Mediana St. Ulrich und dem Fachpflegezentrum Mediana Neuro Care die erste Patenschaft mit einem Arbeitgeber vereinbart. 

„Vier Patenschaften im Bereich Pflege haben dazu geführt, dass zwei Geflüchtete auch weiterhin den Kontakt zum potentiellen Arbeitgeber Mediana aufrecht erhalten wollen“, erklärt die zuständige Koordinatorin Hilde Hehr-Willhardt. An insgesamt drei Terminen konnten sich die Teilnehmer aus Eritrea, Äthiopien und dem Irak, die als anerkannte Flüchtlinge ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland haben, in Form einer Hospitation einen Einblick in das Berufsbild und die praktische Arbeit verschaffen. Im Abschlussgespräch tauschten die Beteiligten ihre Erfahrungen aus und legten Grundlagen für eine mögliche weitere Zusammenarbeit. 

„Wir sind angenehm überrascht, dass die Praktikanten mit großem Interesse und sehr aufgeschlossen diesem doch sensiblen Berufszweig gegenüber standen und sich sehr gut auf unsere Bewohner eingestellt haben“, erklärt St. Ulrich-Einrichtungsleiter Chris Heumüller. Die Arbeit mit Senioren, insbesondere mit Menschen, die an einer  demenziellen Erkrankung leiden, sei anders zu bewerten als eine Tätigkeit in einem Büro oder im Handwerk. „Das Berufsbild erfordert eine hohe soziale Kompetenz und ein Mindestmaß an Verständigung“, pflichtet auch der Leiter des Fachpflegezentrums Neuro Care, Florian Röhner, bei.

„Der Erfahrungsaustausch, den wir mit den beteiligten Geflüchteten haben, ist äußerst positiv. Zwei von vier Teilnehmern können sich einen Beruf in der Pflege vorstellen“, bestätigt Hilde Hehr-Willhardt. Die Koordinatorin bewertet das Pilotprojekt als gelungenen perspektivischen Einstieg in die Berufswelt und einen großen Schritt in Richtung Integration. „Natürlich müssen auch die rechtliche Voraussetzungen gegeben sein. Dazu gehören neben gültigen Papieren vor allem das Erlernen der deutschen Sprache und ein anerkannter Schulabschluss, der nachgeholt werden kann, sofern keine aussagekräftigen Unterlagen aus dem Herkunftsland existieren.“

Die Koordinatorin sieht in dem Patenschaftsprojekt mit Arbeitgebern großes Potential nicht nur für die Geflüchteten, sondern auch die Unternehmen würden profitieren, indem sie ihre zukünftigen Fachkräfte selbst ausbildeten. Sie wünscht sich eine Ausdehnung des Programms auf weitere Berufszweige, damit die geflüchteten Menschen eine ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Ausbildung oder Arbeitsstelle bekommen könnten.

Als Koordinatorin und Vorstandsmitglied des Vereins „Pro Integration“ bietet Hilde Hehr-Willhardt  ab Januar die Anlaufstelle „PIT“ (Pro Integrationstreff) am Fuldaer Berg 23 in Hünfeld an, um im Rahmen des Projekts weitere Ansprechpartner zu finden. Interessierte Arbeitgeber, Engagierte und Geflüchtete können sich jeweils dienstagsnachmittags informieren und erste Kontakte knüpfen.  „Wir versprechen uns von ‘PIT‘ den Aufbau eines Netzwerks, das allen Seiten zugutekommt und die Chance bietet, im Bereich Integration in Arbeit zielgerichtet Praktika, Ausbildungsmöglichkeiten oder sogar berufliche Tätigkeiten zu vermitteln“, hofft Hilde Hehr-Willhardt.

Info

Wer als Arbeitgeber Interesse am Projekt hat, kann sich an den Treffpunkt Aktiv unter Telefon (0661) 60069487 oder E-Mail treffpunkt-aktiv@landkreis-fulda.de wenden.

Fulda, 6. Dezember 2017

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