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LANDKREIS FULDA

Aktuelles

Erstellt:  Montag, 3. Dezember 2018

Teilweise viele Störstoffe bei Kontrollen von Bio-Tonnen festgestellt

Die Bilderserie vermittelt einen plastischen Eindruck, wie es in einigen Bio-Tonnenausgesehen hat. Fotos: Knettenbrech + Curdulic

Die Bilderserie vermittelt einen plastischen Eindruck, wie es in einigen Bio-Tonnenausgesehen hat. Fotos: Knettenbrech + Curdulic

Sortenreine Bioabfallsammlung hilft der Umwelt

LANDKREIS FULDA. Bereits mehrfach haben wir auf den „Kreisseiten“ über die Vorteile einer hochwertigen Bioabfallverwertung berichtet. Allerdings bereitet die zunehmende Verunreinigung insbesondere durch Kunststoffabfälle große Probleme und verursacht hohe Kosten. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Wochen die Bio-Tonnen kontrolliert. Als positiv kann festgehalten werden, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger ihre Tonnen ausschließlich mit organischen Abfällen befüllen.

Leider gab es aber auch eine erhebliche Anzahl an Bio-Tonnen, in denen Fremdstoffe enthalten waren. Diese Tonnen wurden durch rote Aufkleber gekennzeichnet. Gleichzeitig erhielten die Verursacher ein Schreiben, in dem sie über die Störstoffe in ihrer Tonne unterrichtet und mit einem Informationsblatt auf die Notwendigkeit einer sortenreinen Befüllung hingewiesen wurden. Nicht nur Bio-Tonnen von großen Wohnanlagen in dicht besiedelten Innenstädten, sondern auch von Einfamilienhäuser im ländlichen Raum wurden für andere Zwecke genutzt.

Zum einen wurden die eigentlichen Bioabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Fleisch-, Wurst- und Käsereste oder überlagerte Nahrungsmittel häufig mitsamt ihrer zumeist aus Kunststoff bestehenden Verpackungen (Kunststoffschalen, Tüten, Folien, Dosen, Gläser usw.) in die Bio-Tonne gegeben. Zum anderen werden die Bioabfälle offensichtlich in vielen Fällen im Haushalt vorsortiert, in Plastiktüten gesammelt und dann mit diesen zusammen in die Bio-Tonne gegeben. Teils befanden sich auch andere Abfälle in den Bio-Tonnen.

Der Gesetzgeber hat mit dem Ziel des Ressourcen- und Klimaschutzes die Getrenntsammlung von Bioabfällen verpflichtend vorgegeben. Falsch befüllte Bio-Tonnen werden deshalb künftig nicht mehr geleert. Im Zweifel muss ein zusätzliches kostenpflichtiges Restmüllgefäß vorgehalten werden, um die bisher in der Bio-Tonne enthaltenen Abfälle entsorgen zu können. Eine Befreiung von der Pflicht zur Vorhaltung einer Bio-Tonne kann nur auf schriftlichen Antrag erfolgen, wenn alle anfallenden Bioabfälle nachweislich auf dem eigenen Grundstück kompostiert werden.

Wegen der festgestellten Verschmutzungen werden die Kontrollen fortgesetzt, um der gesetzlichen Verpflichtung zur Getrenntsammlung von Bioabfällen nachzukommen und eine hochwertige Verwertung organischer Abfälle sicherstellen zu können. Denn nicht immer finden diese Abfälle, sei es aus Nichtwissen oder Bequemlichkeit, ihren Weg in die richtigen Sammelsysteme. Eine sortenreine Bioabfallsammlung hilft der Umwelt. Mit wenig Aufwand kann jeder einen Beitrag gegen die zunehmende Verschmutzung durch Plastikabfälle leisten.

 

Info
Packen Sie kompostierbare Küchenabfälle nicht in Plastiktüten, bevor Sie diese in die Bio-Tonne geben. Plastiktüten gefährden die weitere Behandlung der Bioabfälle. Wickeln Sie nasse Bioabfälle stattdessen lieber in Zeitungspapier ein.

Info
Verzichten Sie auch auf kompostierbare Plastiktüten zur Vorsortierung von Bioabfällen im Haushalt, da diese bis zur Anlieferung in der Verwertungsanlage noch nicht abgebaut sind. Packen Sie noch verpackte Bioabfälle aus und entsorgen Sie die Verpackungen getrennt.