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„Wichtiger Teil der Vorsorge“ / Alternativen zu medizinischem MNS

Frederik Schmitt. Foto: Marzena Seidel

Vize-Landrat: Bitte tragen Sie Mund-Nasen-Schutz!

LANDKREIS FULDA. „Wenn jeder sein Gegenüber schützt, dann helfen wir damit allen anderen – und letztlich uns selbst“, sagt Frederik Schmitt, Gesundheitsdezernent des Landkreises Fulda, und empfiehlt nachdrücklich das Tragen von Mund-Nasen-Schutz (MNS) in der Öffentlichkeit. „Mittlerweile gibt es immer mehr Angebote wiederverwendbarer und selbsthergestellter Alternativen, damit professionelle OP-Masken dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben können.“

Bei aller Diskussion in den vergangenen Tagen um das Tragen von textilen Bedeckungen von Mund und Nase, herrsche Konsens darüber, dass infizierte Personen durch das Tragen eines solchen Schutzes das Ansteckungsrisiko für andere Menschen verringerten. „Ein sehr bedeutender Anteil der Infektionen geschieht durch Personen, die bereits infektiös sind, aber noch keinerlei Symptome zeigen. Hier ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ein wesentlicher Teil der besonders wichtigen Vorsorge“, sagt Schmitt. Das Übertragungsrisiko könne vor allem dort reduziert werden, wo das Einhalten des Sicherheitsabstandes schwierig sei – etwa im ÖPNV oder beim Einkauf.

Die Empfehlung gelte aber nicht für Personen, die bereits Krankheitssymptome haben. „Wer bereits entsprechende Symptome zeigt, muss zu Hause bleiben und darf nicht irrtümlich davon ausgehen, ein Tuch oder ein Schal um Nase und Mund verhindere, dass sich andere ansteckten“, sagt der Gesundheitsdezernent.

Da professionelle Atemschutzmasken und auch medizinischer Mund-Nasen-Schutz, sogenannte OP-Masken, aber sehr knapp und essenziell für die Arbeit des medizinischen und pflegerischen Personals sind, sollten alle anderen zu Alternativen greifen. Neben der eigenen Herstellung von MNS gebe es mittlerweile auch etliche kreative Ideen von Unternehmen. So habe die Fuldaer EDAG Group beispielsweise Maskenhalterungen entwickelt, zwischen die haushaltsübliche Stoffe gespannt werden können. „Auch im regionalen Lebensmitteleinzelhandel wie beispielsweise bei Tegut wird es bald Angebote zu nicht medizinischem Mund-Nasen-Schutz geben“, erklärt Schmitt.

Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten mit Mund-Nasen-Schutz ausstatten möchten und größere Stückzahlen benötigen, können sich auch auf der Plattform der Region Fulda GmbH eintragen: Unter www.fd-schuetzt.de wird denjenigen ein Forum geboten, die nicht medizinische Produkte zu Verfügung stellen und suchen. Die Partner können hier selbst miteinander Kontakt aufnehmen, da die Absenderadressen transparent sind.

„In der Öffentlichkeit tragen immer mehr Personen Mund-Nasen-Schutz. Diese Menschen möchte ich bestärken und gleichzeitig alle anderen ermutigen, dies ebenso zu tun“, sagt Frederik Schmitt abschließend.

 

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