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Veranstaltung zu Palliativversorgung für Alten- und Pflegeheime und Rettungsdienste

Zu viele wissen noch zu wenig über Verfügungen und Vollmachten. Foto: Fotolia@nmann77

Zu viele wissen noch zu wenig über Verfügungen und Vollmachten. Foto: Fotolia@nmann77

Alle gemeinsam für ein würdiges Lebensende

FULDA, 26.10.2018 - Der Tod eines Menschen ist immer ein Verlust für die Angehörigen. Ihn auf dem Weg intensiv zu begleiten, ist oft tröstlich. Doch für viele Menschen wird das Sterben eines Familienmitgliedes zu einer noch größeren Herausforderung, wenn keine Patientenverfügung existiert, die den Willen des Todkranken dokumentiert, wenn er ihn nicht mehr äußern kann. Dass dabei auch Alten- und Pflegeeinrichtungen und Rettungsdienste gefragt sind, wird am 31. Oktober bei einer Veranstaltung des Gesundheitsamtes Fulda mit dem Gesundheitsnetz Osthessen von mehreren Seiten beleuchtet.

„Wer möchte, dass seine Wünsche am Ende seines Lebens respektiert werden, der muss eine Patientenverfügung abgeben. Und viele tun das mittlerweile. Aber leider wird in Zeiten körperlicher und geistiger Gesundheit viel zu selten daran gedacht“, sagt Jens Fitzenberger, Gesundheitsberichterstatter beim Landkreis Fulda. Die Unterstützung ist vielfältig, zum Beispiel werden über diverse Vereine und Wohlfahrtsverbände Beratungen dazu angeboten.


Doch es gibt Verbesserungsbedarf, nicht zuletzt im institutionellen Bereich: Bei der Erstellung des 40-seitigen Gesundheitsberichts des Landkreises zum Thema „Strukturen der Palliativversorgung im Landkreis Fulda“ wurde deutlich, dass die Schnittstellen zwischen Alten-/Pflegeheimen, Rettungsdienst und Palliativversorgung optimiert werden können. „Der Notarzt wird nachts in ein Altenheim gerufen, ein Bewohner ins Krankenhaus gebracht, lebenserhaltende Maßnahmen werden eingeleitet. Im schlechtesten Fall verstirbt der Patient im Krankenhaus nach wenige Minuten Bei derart akuten Fällen wird rasch gehandelt, und womöglich steht nicht immer als erstes im Vordergrund zu klären, ob der Patient eine Verfügung hinterlegt hat und die Maßnahmen im Sinne des Patienten sind“, schildert Fitzenberger knapp und plakativ eine mögliche Situation.


„Wir möchten an der Verbesserung der Schnittstellen mitarbeiten“, sagt Frederik Schmitt, Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent, und ergänzt: „Veranlasst durch die Erkenntnisse unseres Gesundheitsberichtes haben wir diese Fortbildungsveranstaltung initiiert. Medizinische und pflegerische Einrichtungen sollten sich noch enger vernetzen und weitere palliative Strukturen installieren. Nur gemeinsam gelingt es, dieses wichtige Thema für alle besser zu bewältigen.“ Deswegen sollen in der Veranstaltung Probleme und Lösungsansätze diskutiert werden. „Die mögliche Vernachlässigung des Patientenwillens ist nicht nur für den Patienten selbst und seine Angehörigen eine massive Belastung. Auch für die Mitarbeiter in den Einrichtungen ist das eine große Bürde“, sagt Fitzenberger.

Der Gesundheitsbericht „Am Ende des Lebens – Strukturen der Palliativversorgung im Landkreis Fulda“ kann über die Webseite des Landkreises (landkreis-fulda.de/buergerservice/gesundheit.html) heruntergeladen werden. Dort finden sich auch die Ausgaben des Newsletters.

 

Termin

Die Fortbildungsveranstaltung findet am 31. Oktober von 15 bis 17 Uhr im Bonifatiushaus in Fulda, Neuenberger Straße 3-5,statt. Thematisiert wird die Palliativversorgung an der Schnittstelle von Alten- und Pflegeheimen und Rettungsdienst. Mit Redebeiträgen beteiligen sich Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Dr. Ansgar Hoffmann (Palliativnetz Osthessen), Dr. Thomas Plappert, Ärztliche Leitung Rettungsdienst Landkreis Fulda, Katarzyna Herrmann, Pflegedienstleitung Kursana Domizil Künzell, sowie Dr. Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Palliativstiftung.

Die Veranstaltung ist als ärztliche Fortbildung anerkannt.

Anmeldungen zur Veranstaltung bitte beim Fachbereich Gesundheit per Mail unter  jens.fitzenberger(at)landkreis-fulda.de

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