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Kermit und Co. vor dem Straßentod retten / Freiwillige Helfer gesucht

Freiwillige Helfer errichten einen mobilen Zaun bei Untergötzenhof. Inzwischen sind die Tiere dort so stark zurückgegangen, dass kaum noch Wanderungen stattfinden.

Freiwillige Helfer errichten einen mobilen Zaun bei Untergötzenhof. Inzwischen sind die Tiere dort so stark zurückgegangen, dass kaum noch Wanderungen stattfinden. Foto: NABU Amphibienschutz

Amphibienschutzaktionen im Landkreis

FULDA, 27.02.2018 – Frösche, Kröten, Molche: sie alle begeben sich in den kommenden Monaten wieder zu Tausenden auf Wanderschaft im Landkreis Fulda. Um die Amphibien vor dem drohenden Straßentod zu bewahren, werden kreisweit Schutzmaßnahmen ergriffen, die eine besondere Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer erfordern.

Wenn zwischen Ende Februar und Ende April Warnschilder mit Fröschen die Straßen im Landkreis säumen, weiß jeder: es ist wieder Krötenwanderung. Aber nicht nur Kröten und Frösche, sondern auch Molche begeben sich um diese Jahreszeit vorzugsweise nachts auf Wanderschaft, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Oft müssen sie dabei gefährliche Straßen überqueren. Jedes Jahr lassen dabei Schätzungen des NABU zufolge deutschlandweit Millionen Tiere ihr Leben. Dabei sind Amphibien nützliche Tiere, die unter besonderem Schutz stehen. „Amphibien spielen in der Nahrungskette eine wichtige Rolle. Sie tragen wesentlich zur Reduzierung von Pflanzenschädlingen bei und dienen gleichzeitig Vögeln, Säugetieren und Reptilien als Nahrung. Außerdem übernehmen die Larven der Amphibien durch das Fressen von Algen, toten Pflanzen und Tieren auch eine Reinigungsfunktion in Gewässern“, hebt die Artenschutzbeauftragte vom Fachdienst Natur und Landschaft des Landkreises Fulda hervor. Die Zerstörung, Zerschneidung und Verkleinerung ihrer Lebensräume hat ihren Bestand stark verringert. Des Weiteren tragen die intensive Landwirtschaft,  Nitrat- und Phosphatanreicherungen in Gewässern und invasive Prädatoren wie beispielsweise Waschbären zur Dezimierung bei.

Um die wandernden Amphibien vor dem Straßentod zu retten, führen ehrenamtliche Naturschützer, Naturschutzbehörden, Städte, Gemeinden und Hessen Mobil (Straßen- und Verkehrsmanagement) im Landkreis Fulda auch in diesem Jahr wieder umfangreiche Schutzmaßnahmen durch.

Vier Strecken im Landkreis werden zur Hauptwandersaison für den Verkehr gesperrt. Allerdings erfolgen die Sperrungen nur nachts bei feuchter, milder Witterung. An insgesamt acht Streckenabschnitten im Landkreis inklusive dem Stadtgebiet kommen mobile Plastikzäune zum Einsatz. Die Tiere werden in den frühen Morgenstunden und Abendstunden von ehrenamtlichen Helfern am Zaun abgesammelt und in Eimern über die Straße getragen. Dort werden sie wieder freigelassen, sodass sie ihren Weg zum Laichgewässer fortsetzen können. Zudem gibt es neun stationäre Anlagen mit festen Leitwänden, die die Tiere über ein Tunnelsystem unter der Straße durchleiten sowie zwei aktive teilstationäre Anlagen (Tunnel und mobiler Zaun). Straßenabschnitte mit weniger Wanderbewegungen werden lediglich mit Hinweisschildern ausgestattet, die um eine umsichtige Fahrweise und reduzierte Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer bitten. 

Folgende Straßen sind von Sperrungen betroffen:

  • K21 Zufahrt zur Fohlenweide

  • K25 Weihershof – Auffahrt Schloss Bieberstein

  • K100 Ziegel – Kerzell

  • Hattenhof – Gehringshof

Derzeit sind rund 130 ehrenamtliche Helfer und Sammler gemeldet, die sich in der zweimonatigen Sammelzeit morgens und abends beim Sammeln abwechseln und auch die festen Anlagen betreuen.

Interessierte Freiwillige für das Absammeln der mobilen Schutzzäune sind immer willkommen und können sich an den Fachdienst Natur und Landschaft unter der Telefonnummer (0661)6006-386 oder -470 wenden. Vor allem für den Streckenabschnitt Giesel-Niederröder Höhe werden noch Helfer gesucht.

 

Ergänzende Informationen über Maßnahmen des Amphibienschutzes 2018 

Straßensperrungen (4)

  • K21 Zufahrt zur Fohlenweide
  • K25 Weihershof - Auffahrt  Schloss Bieberstein
  • K100 Ziegel – Kerzell
  • Hattenhof – Gehringshof

Stationäre Anlagen (9)

  • K 96 Flieden-Rommerz
  • L 3170 Buchenau
  • L 3377 Frickenhäuser Weiher
  • B 278 Tann-Günthers
  • B 279 Gersfeld Backtrog
  • K 66 An der Ziegelei zwischen Rommers und Gersfeld
  • L 3258 Saubrücke und L 3379 Armenhof
  • L 3143 Gläserzell- Kämmerzell
  • K 120 Dietershan

 Mobile Anlagen (8)

  • K86 Höf und Haid - Laugendorf
  • L3169 Rothenkirchen – Großenmoor (östl. Autobahnbrücke)
  • Neuhof, Straße Am Schacht II
  • L3307 Eichenzell, Gerbachshof
  • Eichenzell, An den Burkhardshöfen
  • K143 Langenschwarz (bei der Sippelmühle)
  • L3079 Giesel – Niederröder Höhe
  • K100 Ziegel-Neumühle

Teilstationäre Anlagen (2)

  • K156 Reckrod – Wölf
  • L3079 Jossa – Gunzenau

Keine Sammlungen, ohne Schutz

  • L3379 Langenbieber – Thiergarten
  • K41 Rodholz – Lahmenhof
  • L3206 Mittelkalbach – Oberkalbach
  • K 12 Dammersbacher Wald
  • L3079 Hosenfeld – Giesel
  • L3206 Südspange Neuhof – Kalbach
  • B 278 Höhe Aura
  • K 72 Hattenhof-Neuhof

Stand 02/2018

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