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Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt ruft bei Einbürgerungsfeier zu Engagement für Rechtsstaat auf

Die neu eingebürgerten deutschen Staatsangehörigen mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt (l.) und Sachbearbeiter Matthias Brähler (r.) von links: Syuzan Georgieva, Olcay Öztürk, Mateusz Piotr Wosniak, Agata Kling, Trish Tatenda Godzi, Cosmo und Aleksandra Bellucci, Artur Kling Foto: Stefan Waldmann

„Demokratie – das sind wir alle“

FULDA. Der demokratische Rechtsstaat existiert nicht aus sich selbst heraus, sondern nur durch Staatbürgerinnen und -bürger, die ihn tragen. Dies betonte Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt bei der Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit an sechs Bewohner aus dem Landkreis Fulda. Es brauche möglichst Viele, die bereit seien, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen, aber auch willens, sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen zu engagieren.

 

Bevor die Einbürgerungsurkunden nach dem Ablegen der Eidesformel auf das Grundgesetz vom Ersten Kreisbeigeordneten überreicht wurden, hatte Schmitt die neuen Staatangehörigen, von denen einige schon viele Jahre im Landkreis leben, willkommen geheißen. Er beglückwünschte sie zu ihrer Entscheidung, Deutsche zu werden, was zum Teil mit dem Verzicht auf die alte Staatsangehörigkeit verbunden sei. Die deutsche Staatsangehörigkeit verleihe Rechte und Pflichten, wobei die Rechte wie die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Recht auf Freizügigkeit, das Wahlrecht oder der Zugang zu öffentlichen Ämtern deutlich überwiegen würden.

 

Auch bei einem solchen besonderen Anlass könne gar nicht oft genug betont werden, dass Demokratie nicht ohne das Mittun möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger funktioniere, unterstrich Schmitt in seiner kurzen Rede. Das gelte sowohl für diejenigen, die schon lange Deutsche seien, als auch für diejenigen, die die Staatsangehörigkeit erst erworben hätten. Der Erste Kreisbeigeordnete erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Ausspruch des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck, der die Freiheit mit einem Segel verglichen habe – „prall im Sturm der Sehnsucht, schlaff in der Windstille der Gewohnheit“.

 

Ihre Einbürgerungsurkunden erhielten Aleksandra Bellucci (Burghaun-Steinach), Syuzan Georgieva (Hofbieber-Schwarzbach), Trish Tatenda Godzi (Neuhof), Agata Kling (Hofbieber-Elters), Olcay Öztürk (Burghaun) und Mateusz Piotr Wosniak (Hosenfeld). An der Feierstunde im Landratsamt nahmen weiterhin Cosmo Bellucci (Burghaun-Steinbach) und Artur Gilbert (Tann-Wendershausen) teil, die im April beziehungsweise November eingebürgert wurden, aber bei den Einbürgerungsfeiern verhindert waren.

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