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Mohammed Walaa engagiert sich in ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe bei Welcome In! Fulda / im „Wohnzimmer“ von Anfang an wie zu Hause gefühlt

Eines von mehreren ehrenamtlichen Projekten“: Jeden Freitagvormittag treffen sich die Teilnehmerinnen eines Sprachkurses mit Kinderbetreuung unter Leitung von Kirsten Besler-Herr (obere Reihe 3.v.r.) im „Wohnzimmer“. Foto: M. Seidel

Eines von mehreren ehrenamtlichen Projekten“: Jeden Freitagvormittag treffen sich die Teilnehmerinnen eines Sprachkurses mit Kinderbetreuung unter Leitung von Kirsten Besler-Herr (obere Reihe 3.v.r.) im „Wohnzimmer“. Foto: M. Seidel

„Denn jeder zählt gleich viel“

FULDA, 31.10.2018 - Mohammed Walaa Alhomsi hat einen langen Weg hinter sich, der vor über vier Jahren begann, als der heute 28-Jährige aus dem syrischen Ost-Ghouta bei Damaskus vor den zunehmenden Repressalien des Assad-Regimes zunächst in den Libanon flüchtete und Ende 2015 über die Balkan-Route nach Deutschland kam. Nach Zwischenstationen in Münster und Gießen landete er in Gemeinschaftsunterkünften auf der Wasserkuppe und in Tann, bevor er im Frühjahr 2017 zu „Welcome In! Fulda e.V.“ stieß. Dort fühlte er sich nach eigenen Worten „vom ersten Tag an wie zu Hause“. Heute ist der gelernte Schuhdesigner ehrenamtlicher Koordinator eines Patenschaftsprojekts und hilft anderen Flüchtlingen beim Ankommen im Landkreis Fulda.

Mohammed Walaa hat inzwischen sehr gut Deutsch gelernt, Arbeit in einem Maschinenbaubetrieb in Hünfeld gefunden, in dem er voraussichtlich im kommenden Jahr auch eine Ausbildung beginnen wird, und lebt mit Freunden in einer gemeinsamen Wohnung in Fulda. Seit November 2017 ist er als Bürgerkriegsflüchtling anerkannt und genießt deshalb ein vorläufiges Bleiberecht. Sein Engagement bei Welcome In begründet er damit, dass er etwas von dem zurückgeben wolle, was er selbst erfahren habe. Als herausragende Vertreterin nennt er eine in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe tätige Frau aus Tann, von der er sehr unterstützt worden sei. Auch er wolle mithelfen, Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zusammenzubringen, damit sie sich freundschaftlich und auf Augenhöhe miteinander begegneten. „Denn jeder zählt gleich viel.“

Jochen Schiersch, Projektkoordinator des Kultur- und Begegnungszentrums „Wohnzimmer“, attestiert Mohammed Walaa Alhomsi eine Vorbildfunktion. Von Anfang an habe er sich voller Engagement und Motivation eingebracht, innerhalb kürzester Zeit seine Sprachkenntnisse verbessert, ein soziales Netzwerk mit vielen neuen Freunden und Bekannten aufgebaut und Verantwortung im Verein übernommen. Als besonders bemerkenswert empfindet es der studierte Kulturwissenschaftler, dass Mohammed Walaa öffentlich zum offenen und respektvollen Umgang von neuen und alten Mitbürgern aufrufen und damit ein Stück Dankbarkeit ausdrücken möchte. „Wir alle sollten uns nicht als Geflüchtete und Einheimische begreifen, sondern als Mitmenschen.“

In gewisser Weise verkörpert Mohammed Walaa die Idee von Welcome In, sich für ein harmonisches Miteinander im Landkreis Fulda einzusetzen. Die Initiative firmiert seit September 2017 als gemeinnütziger Verein und zählt knapp 90 Mitglieder. Zum ehrenamtlichen Unterstützerkreis zählen über 100 Personen, davon die Hälfte Geflüchtete. Für seine vielfältigen Aktivitäten hat der Verein Räumlichkeiten in der Robert-Kircher-Straße 25 angemietet und diese nach umfangreichen Renovierungsarbeiten im Mai 2017 in Betrieb genommen. Das „Wohnzimmer“ hat von Dienstag bis Samstag jeden Abend zum gegenseitigen Kennenlernen in familiärer Atmosphäre geöffnet. Dort finden auch Veranstaltungen wie am 15. Dezember ein syrischer Abend mit Mohammed Walaa statt, bei dem er seine Lebensgeschichte erzählen wird. Alle Interessenten sind herzlich willkommen.

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