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167 Grundschüler werden an der Hünfelder Johann-Adam-Förster-Schule von 13 Lehrkräften unterrichtet

Bewegung spielt an der Johann-Adam Förster-Schule eine große Rolle. In den Pausen darf das Klettergerüst erobert werden. Foto: Victoria Weber

Das Schulleitungsteam (von links): Martina Schaum, Nils Hosenfeld und Birgit Cotton. Foto: Victoria Weber

Gemeinsam lernen mit Begeisterung

HÜNFELD, 23.01.2020 - „Wir machen nicht nur Unterricht. Bei uns gibt es viel mehr zu erleben“, sagt Schulleiterin Martina Schaum über die Johann-Adam-Förster-Schule in Hünfeld. An der zweizügigen Grundschule im Hünfelder Nordend lernen 167 Schülerinnen und Schüler nach dem Leitbild: Gemeinsam lernen mit Begeisterung, gemeinsam handeln mit Verantwortung.

 

Gleich am Eingang der Johann-Adam-Förster-Schule hängt ein Schild, auf das die Schule besonders stolz ist. „Gesundheitsfördernde Schule“ steht in großen Lettern darauf. Seit 2017 besitzt die Schule das Gesamtzertifikat des Hessischen Kultusministeriums, zu dem auch das Teilzertifikat „Gesunde Ernährung“ gehört. Zur gesunden Ernährung im Schulalltag zählen der zuckerfreie Vormittag und ein gesundes Pausenfrühstück. Eine Besonderheit an der Schule: In der großen Pause gibt es täglich einen großen Obstkorb, aus dem sich jeder bedienen kann – gesponsert vom Rotary Club Rhön.

 

Außerdem wird in der zweiten Klasse der Ernährungsführerschein erworben sowie das Obst- und Gemüse-ABC thematisiert. „Wir haben einen eigenen Schulgarten, in dem die Kinder anbauen können“, sagt die Schulleiterin. In der dritten Klasse steht eine Stunde Gesundheitserziehung im Stundenplan, die vierten Klassen haben eine Koch-AG. „Ziel ist es, die Kinder im Laufe der Grundschulzeit zu einer bewussten, ausgewogenen Ernährung zu motivieren“, erklärt Martina Schaum.

 

Das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ wird durch vier Teilzertifikate erreicht. Das erste Teilzertifikat „Bewegungsfördernde Schule“ gab es 2007, zwei Jahre später folgte das zweite Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“. 2014 erlangte die Grundschule das dritte Teilzertifikat „Lehrergesundheit“ und ein Jahr später das vierte Teilzertifikat „Gesunde Ernährung“.

 

Die Kinder der Schule kommen aus dem nördlichen Stadtgebiet und den umliegenden Dörfern Großenbach, Kirchhasel, Stendorf, Roßbach und Neuwirtshaus. Acht Lehrerinnen und fünf Lehrer arbeiten an der Schule. „An erster Stelle stehen eine optimale Vorbereitung der Kinder auf die weiterführende Schule und die Vermittlung von persönlichkeitsbildenden humanitären Werten“, sagt Martina Schaum. Wichtig sei es, die Kinder zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen zu erziehen, die sich in der Gemeinschaft individuell entwickeln und entfalten können. „Ein von Freundlichkeit und Wertschätzung geprägter Umgang zwischen Kindern, Eltern und Lehrern ist die Grundlage des gemeinsamen Lernens und Arbeitens“, unterstreicht die Schulleiterin.

 

Neben der Vermittlung der vorgegebenen Unterrichtsinhalte steht die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes im Zentrum. „Gerade im musischen und sportlichen Bereich stehen sehr gute Fachlehrkräfte bereit“, sagt Schaum. Der Schulchor tritt zum Beispiel regelmäßig bei Veranstaltungen auf, und auch bei externen Sportwettkämpfen zeigen die Schülerinnen und Schüler ihr Können.

 

Außerdem werden an der Hünfelder Grundschule abwechselnd unterschiedliche AGs angeboten. Sie reichen von Arbeiten im Schulgarten, über die Knobel-AG bis zum Computerkurs. Natürlich spielt auch Bewegung an der Johann-Adam-Förster-Schule eine große Rolle. Es gibt eine Fußball-AG sowie eine Golf- und eine Tennis-AG in Kooperation mit den Vereinen sowie es eine Sporttalentgruppe und eine Sportfördergruppe für motorisch schwächere Schüler.

 

Gerne genutzt wird die Schülerbücherei, die vom Förderverein und der Fachschaft Deutsch eingerichtet wurde. Im Multimediaraum stehen 25 miteinander vernetzte PCs zur Verfügung. Großleinwand, Beamer und Lounge-Ecke werden gerne als „Schulkino“ genutzt. Einige Klassenräume verfügen statt Tafeln über sogenannte Whiteboards. Außerdem gibt es einen Ruheraum, in dem Kinder und Lehrer entspannen und zum Beispiel Regenpausen verbringen können. „Die Schüler gaben diesem Raum den Namen Traumraum“, sagt Martina Schaum. Dort finden auch Kurse im autogenen Training und Entspannungsübungen sowie Traumreisen statt.

 

Das Betreuungsangebot der Schule ermöglicht es den Eltern, ihre Kinder von 7.30 bis 16.45 Uhr in der Schule unterzubringen. Die Nachmittagsbetreuung wird vom Förderverein organisiert, der 1999 gegründet wurde. Die Kinder haben Gelegenheit, ein warmes Mittagessen aus der Hünfelder Klosterküche zu sich zu nehmen, ihre Hausaufgaben zu erledigen und zu spielen. „Durch das Engagement unseres Fördervereins wurde in den vergangenen Jahren viel für unsere Kinder getan und verbessert“, lobt Martina Schaum.

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