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Fortbildungsveranstaltung des Kreisgesundheitsamts zur Palliativversorgung

Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt eröffnete die Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Palliativversorung“ im Bonifatiushaus. Auf dem Podium von links: Dr. Thomas Plappert, Dr. Ansgar Hoffmann und Dr. Thomas Sitte Foto: S. Waldmann

Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt eröffnete die Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Palliativversorung“ im Bonifatiushaus. Auf dem Podium von links: Dr. Thomas Plappert, Dr. Ansgar Hoffmann und Dr. Thomas Sitte Foto: S. Waldmann

Gemeinsame Anstrengungen für ein Lebensende in Würde

FULDA. Das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda hatte zu einer Fortbildungsveranstaltung eingeladen, bei der es um Probleme und mögliche Lösungsansätze bei der palliativen Versorgung insbesondere an der Schnittstelle zwischen Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Rettungsdiensten ging. Mit rund 40 Teilnehmern war die Veranstaltung im Bonifatiushaus gut besucht.

Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt erinnerte einleitend an die herausragende Bedeutung  des Artikels eins im Grundgesetz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dieser Satz stelle eine besondere Verpflichtung für Staat, Gesellschaft und jeden Einzelnen dar. Bei der Versorgung von Palliativpatienten sei die Würde des Menschen keine abstrakte Forderung, sondern werde ganz konkret erfahrbar. Im Allgemeinen sieht der Gesundheitsdezernent der Kreisverwaltung den Landkreis Fulda bei der Versorgung von Palliativpatienten „relativ gut aufgestellt“. Dies sei vor allem ein Verdienst der handelnden Personen. Dem Palliativnetz Osthessen dankte der Erste Kreisbeigeordnete für sein Engagement und innovatives Wirken.

Danach informierte Dr. Ansgar Hoffmann über Struktur und Aufgaben des Palliativnetzes Osthessen. Ziel sei es, durch ein individuelles Unterstützungsmanagement Lebensqualität und Selbstbestimmung so weit wie möglich zu erhalten und ein menschenwürdiges Sterben zuzulassen. Dr. Thomas Plappert, ärztlicher Leiter Rettungsdienst beim Landkreis Fulda, nannte die Zahl von 10.000 zusätzlichen Notfalleinsätzen in zehn Jahren, deren Notwendigkeit bei manchen Patienten kritisch hinterfragt werde müsse. Er schilderte zwei persönlich erlebte Fälle, die solche Zweifel bestätigen würden. Patientenautonomie könne auch Transportverzicht bedeuten.

Katarzyna Herrmann und Petra Eckert berichtete über den Umgang mit Pallitivpatienten im Kursana Domizil Künzell, die von der Aufnahme der Bewohner bis zum Erinnerungskaffee mit den Angehörigen reiche. Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Sitte von der Deutschen Palliativstiftung stellte ein neues Projekt zur Verbesserung der Palliativstrukturen in Alten- und Pflegeheimen vor, für das noch Mitwirkende gesucht werden. Der Gesamtthematik widmet sich auch der aktuelle Gesundheitsbericht des Kreisgesundheitsamts „Am Ende des Lebens – Strukturen der Gesundheitsversorgung im Landkreis Fulda“, der unter landkreis-fulda.de/gesundheit/gesundheitsberichterstattung heruntergeladen werden kann.

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