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Spätestens mit Schuleintritt stellt sich Frage nach Taschengeld / nicht an Bedingungen knüpfen

Kinder mit Geldscheinen in der Hand
Kinder vernünftigen Umgang mit Geld näher bringen

FULDA, 27.09.2018 - Gerade zu Schuljahresbeginn beschäftigt das Thema Taschengeld Eltern und Kinder. Auch wenn sich manche Eltern entscheiden, bereits ihrem vierjährigen Kindergartenkind ein kleines wöchentliches Taschengeld zu zahlen, sollte spätestens beim Schuleintritt jedes Kind über einen eigenen kleinen Geldbetrag verfügen.

Diplom-Sozialpädagogin Kirsten Hückel-Dege von der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Landkreises Fulda gibt Tipps, welche Punkte man beim Taschengeld beachten sollte. So sollte die Auszahlung regelmäßig, pünktlich und auf Initiative der Eltern erfolgen. „Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihren Chef jeden Monat daran erinnern, Ihnen das vertraglich vereinbarte Gehalt zu bezahlen. Sie würden dieses Verhalten sicherlich machtbewusst und ärgerlich empfinden.“

Weiterhin sollten klare Absprachen getroffen werden, wofür das Taschengeld verwendet werden dürfe. Schulsachen, Nahrungsmittel und eine Grundausstattung an Bekleidung seien hingegen Sache der Eltern. Taschengeld solle Kindern und Jugendlichen den vernünftigen und angemessenen Umgang mit Geld näher bringen und deshalb weder als Belohnung noch zur Bestrafung eingesetzt werden und an keine Bedingungen wie Mithilfe im Haushalt oder gute Schulnoten geknüpft sein.

„Reicht das Taschengeld trotz angemessener Höhe nicht aus, überlegen Sie gemeinsam mit ihrem Kind, woran es liegen könnte“, rät Diplom-Sozialpädagogin Hückel-Dege. In einem ersten Schritt helfe es möglicherweise bereits weiter, Einnahmen und Ausgaben systematisch aufzulisten. Danach könne in einem zweiten Schritt gemeinsam überlegt werden, wo Einsparungen sinnvoll und machbar seien. In jedem Fall sollte aber das Kaufverhalten des Kindes im Blick behalten werden.

Nach Auffassung der Mitarbeiterin der Beratungsstelle sollten Eltern unbedingt der Gefahr von Vorschüssen, Zwischenfinanzierungen und anderen „Deals“ widerstehen, um einem negativen Kreislauf des Schuldenmachens vorzubeugen. „Motivieren Sie stattdessen Ihren Sohn oder Ihre Tochter, sich ab einem gewissen Alter etwas hinzuzuverdienen.“ Gerade bei Kindern wirke es  Wunder, wenn sie die Erfahrung machten, wie lange sie für kleine Geldbeträge arbeiten müssten.

„Indem Sie Ihren Kindern vermitteln, dass das zur Verfügung stehende Geld nicht immer sofort ausgegeben werden muss, fördern Sie den Sparwillen.“ Die Fähigkeit, kurzfristig auf etwas zu verzichten, um sich mittelfristig einen größeren Wunsch erfüllen zu können, bereite auf das Erwachsenenleben vor. „Wenn Ihr Kind etwas für eine größere Anschaffung zurücklegt, so bleibt es sein Geld, auch wenn Ihnen diese Ausgabe noch so sinnlos und überflüssig erscheint.“

Unter www.taschengeldtabelle.org werden Empfehlungen zur Höhe des Taschengelds gegeben. Im Kindergarten- und Grundschulalter sollte das Taschengeld wöchentlich und ab zehn Jahren monatlich ausbezahlt werden. Zu einem früheren Zeitpunkt seien Kinder kaum in der Lage, Geld einzuteilen, so Kirsten Hückel-Dege. Je nach finanzieller Situation könne das Taschengeld durchaus niedriger ausfallen. „Sprechen Sie in einem solchen Fall offen mit Ihrem Kind.“

Kontakt
Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche
Marienstraße 5, 36039 Fulda
Tel. (0661)901578-0, E-Mail erziehungsberatung@landkreis-fulda.de

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