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Gesundheitsecke des Landkreises Fulda im Oktober: Morbus Horton (Arteriitis temporalis) kann zu Sehverlust führen

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Kopfschmerz durch Gefäßentzündung

FULDA, 25.10.2018 - Gründe für Kopfschmerzen sind zahlreich: Wissenschaftlichen Studien zufolge leiden rund zwei Drittel aller Betroffenen an Spannungskopfschmerzen oder Migräne. In manchen Fällen ist es schwierig, eine Ursache für die Kopfschmerzen auszumachen: Umso wichtiger ist es, komplikationsbehaftete Ursachen, wie zum Beispiel Morbus Horton (Arteriitis temporalis), auszuschließen.

Symptome

Typisch für die Erkrankung sind neu auftretende, pochende Kopfschmerzen in der Schläfenregion. Zudem kommen häufig Schmerzen beim Kauen und eine generelle Empfindlichkeit der Kopfhaut hinzu. In einigen Fällen treten zudem auch Sehstörungen auf. Außerdem kann es zu einem schlechteren Allgemeinbefinden kommen, was sich beispielsweise durch Müdigkeit, Schwäche oder Fieber äußern kann.

Vorkommen und Entstehung

Die meisten Betroffenen sind über 50 Jahre alt. Frauen leiden im Vergleich zu Männern mehr als doppelt so häufig unter den Symptomen des Morbus Horton. Grund für die Kopfschmerzen ist eine Entzündung der Blutgefäße. Diese entsteht aufgrund einer Autoimmunreaktion, das heißt: Der Körper „verwechselt“ seine eigene Zellen mit denen eines Krankheitserregers und versucht, die Zellen zu vernichten. Dies führt zu einer Entzündungsreaktion und den oben genannten Symptomen. Wenn dieser Prozess in den Blutgefäßen stattfindet, die sich in den Schläfen befinden, spricht man vom Morbus Horton.

Komplikationen und Behandlung

Liegen Sehstörungen vor, können diese unbehandelt binnen weniger Tage in eine Erblindung übergehen. Zusätzlich zu den Blutgefäßen in den Schläfen können auch weitere, größere Gefäße wie beispielsweise die Aorta (Schlagader) betroffen sein. Therapeutisch werden in erster Linie Steroide (Kortison) verabreicht, um die entzündlichen Prozesse zu beruhigen. Am Anfang ist meist eine sehr hohe Dosis erforderlich, die im Laufe der Zeit auf die geringstmögliche reduziert wird. Eine weitere Behandlungsoption sind Immunsuppressiva (Methotrexat, Azathioprin).

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