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Handlungsempfehlungen des Fachdienst Gefahrenabwehr für einheitliches Ausbildungs- und Ausstattungskonzept im Landkreis

Bei größeren Einsatzlagen werden für die Feuerwehren Ruhezonen eingerichtet, die wettergeschützt und beheizt sind. Fotos: Matthias Strott

Mehr Gesundheitsschutz für Feuerwehr bei Einsätzen

LANDKREIS FULDA, 04.11.2020 - Wiederkehrende Berichte über tragische Zwi-schenfälle im Feuerwehreinsatz rücken den Gesundheitsschutz und die medizinische Sicherheit der Einsatzkräfte ins Blickfeld. Der Fachdienst Gefahrenabwehr des Landkreises Fulda hat ein Konzept entwickelt, dass die Aufgabenfelder Prävention, Rehabilitation und Notfallversorgung neu definiert und beispielhaft für den gesamten Landkreis umsetzt.

Seit Mai 2020 ist dieser wichtige Baustein für mehr medizinische Sicherheit und Ge-sundheitsschutz der Feuerwehren im Brandeinsatz verfügbar. Die PAS-Einheiten des sanitätsdienstlichen Katastrophenschutzes (PAS = Pressluftatmer Sicherheit), denen diese zentrale Aufgabe übertragen wurde, sind bereits zu vier Großbränden alarmiert worden und haben dort für ein höheres Niveau der medizinischen Sicherheit für die eingesetzten Feuerwehrkräfte gesorgt.

In der Folge legte der Fachdienst Gefahrenabwehr des Landkreises die Anforderungen an die Qualität der medizinischen Versorgung der Einsatzkräfte der Feuerwehr fest. Dazu wurden zahlreiche Experten befragt, eine umfangreiche Literaturrecherche betrieben und Einzelaufgaben definiert. Hinzu kam die Teilnahme an einschlägigen Seminaren zu Themen der Sicherheit im Feuerwehreinsatz. Erstmals konnten hierbei für die Absicherung der Einsatzkräfte nicht nur notfallmedizinische, sondern auch arbeitsmedizinische Aspekte berücksichtigt werden.

Vor allem das Tragen von Atemschutzgeräten stellt für die Feuerwehreinsatzkräfte eine besondere körperliche Anstrengung dar. Gerade in den Sommermonaten kann es aufgrund der hohen Hitzebelastung gehäuft zu Kreislaufproblemen kommen, die eine sofortige notfallmedizinische Intervention erfordern. Darüber hinaus sind in den letzten Jahren die Auswirkungen von Belastungen durch Giftstoffe, Rauche und Gase zunehmend in den Fokus geraten.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der PAS-Einheiten absolvierten eine Schulung, in der Ziele, Aufgaben und medizinischen Hintergründe vermittelt wurden. Auch entwickelte die Ärztliche Leitung Rettungsdienst Handlungsanweisungen. Der Landkreis beschaffte parallel Material, das zur Untersuchung der Feuerwehrleute und dem Betrieb einer sogenannten „Rehabilitationszone“ für die Atemschutzträger erforderlich ist, und stellte es den Einheiten zur Verfügung.

Durch das ortsübergreifende Ausbildungs- und Ausstattungskonzept können die Gemeinden als für die Sicherheit ihrer jeweiligen Einsatzkräfte Verantwortliche ohne eigene Investitionen alle Standards erfüllen. Das gesamte System lebt vom ehrenamtlichen Engagement und der professionellen Arbeit aller Beteiligten und stellt eine wertvolle Brücke zwischen Haupt- und Ehrenamt in den Hilfsorganisationen sowie Einsatzkräften der Feuerwehr und medizinischen Einheiten dar.

Die Verantwortlichen haben auf diese Weise eine fundamentale Sicherheitsebene für die Feuerwehrkräfte geschaffen. Damit wird das Anliegen untermauert, den Einsatzkräften der Feuerwehr, aber auch allen Mitarbeitern von Hilfsorganisationen, die sich tagtäglich und rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung einbringen, die notwendigen Sicherheiten in Sachen „Eigenschutz“ aktuellem medizinischen Standard und Wissensstand zukommen zu lassen.
 

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