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Fulda Etappe der bundesweiten Mut-Tour / Infostände von Hilfsangeboten auf dem Uniplatz

Schweres Thema – leicht verpackt: Die Mut-Tour gibt Menschen mit Depressionserfahrung eine Stimme und macht obendrein einfach Spaß. Foto: Sebastian Burger

Schweres Thema – leicht verpackt: Die Mut-Tour gibt Menschen mit Depressionserfahrung eine Stimme und macht obendrein einfach Spaß. Foto: Sebastian Burger

Radeln gegen Depression

FULDA, 20.08.2018 - Einen schlechten Tag hat jeder mal. Wenn jedoch das ganze Leben keinen Sinn zu haben scheint, Empfindungen und die Hoffnung auf Besserung verloren gehen, liegt die Ursache oft viel tiefer. Experten gehen davon aus, dass jeder Dritte mindestens einmal im Leben eine leichte Depression erleidet. Damit ist diese ernstzunehmende seelische Störung eine Volkskrankheit, unter der Millionen Menschen leiden. Trotzdem wird sie in den meisten Fällen totgeschwiegen – aus Angst, Scham oder der Unfähigkeit, sie in Worte zu fassen. Die deutschlandweite Aktion „Mut-Tour“ der Deutschen Depressionsliga holt das schwierige Thema aus der Tabuzone: am 22. August in Fulda.

Ziel der alle zwei Jahre bundesweit stattfindenden Mut-Tour ist es, dem Tabuthema Depression Gehör zu verschaffen und Menschen mit und ohne Depressionserfahrung zu einem unverkrampften Umgang mit der Krankheit zu inspirieren. Indem sich Teilnehmer aus ganz Deutschland auf mehreren Etappen gemeinsam auf Tandems, in Kajaks und beim Wandern bewegen, kommen sie automatisch miteinander ins Gespräch und bauen Berührungsängste ab. Wer mag, kann sich den Sportlern in einem der 60 teilnehmenden Orte ohne vorherige Anmeldung anschließen und ein Stück mitradeln, -wandern oder -paddeln (s. Infokasten). Parallel gibt es an jedem Etappenziel Infostände von lokalen Kooperationspartnern, die Hilfe bei Depression für Betroffene und Angehörige anbieten.

Für Petra Sander vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises Fulda ist gerade diese Aufklärungsarbeit so wichtig: „Viele Menschen mit Depressionen wissen gar nicht, an wen sie sich überhaupt wenden können. Beratungsstellen sind häufig eine gute Adresse, bis man einen Psychologen oder Psychiater aufsucht.“

In Fulda sind die vom Landkreis mitfinanzierten Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) der Diakonie, des Sozialdienstes katholischer Frauen und des Vereins „Die Brücke e.V.“ wichtige Anlaufstellen für Menschen mit seelischen Problemen. Wer den Gang zum Arzt oder Therapeuten scheut, findet hier schnelle erste Hilfe. „In der Regel bekommt man innerhalb von 14 Tagen einen Termin“, weiß Sander.

Alle Beratungsangebote sind anonym und kostenlos und stehen jedem offen: unabhängig von Nationalität, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit. Speziell geschulte Sozialpädagoginnen und -pädagogen geben Orientierungshilfen, nehmen Ängste, suchen nach Ursachen und versuchen gemeinsam mit Betroffenen und deren Angehörigen Wege aus der akuten Krise zu finden und Veränderungen anzustoßen. Auch rechtliche Fragen werden geklärt. „Man hat dort die Chance, auf Menschen zu treffen, die mit professioneller Distanz auf die persönliche Situation eingehen und Lösungen aufzeigen, auf die man allein vielleicht lange nicht gekommen wäre“, sagt Sander. Sie lädt alle Interessierten ein, das Informationsangebot am 22. August auf dem Uniplatz zu nutzen: „Eine Depression ist eine schwerwiegende Krankheit, die letztlich zum Tod führen kann, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird.“ Sich frühzeitig Hilfe zu holen, sei daher besonders wichtig.

Weitere Kooperationspartner neben den genannten PSKB, die mit eigenen Info-Ständen beim Fuldaer Aktionstag der Mut-Tour vertreten sind, sind die Werkstatt „Carisma“ des Diözesan-Caritasverbands, der Sozialpsychiatrische Dienst, und die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises sowie die psychiatrische und die psychosomatische Klinik des Klinikums Fulda. Veranstalter sind das Bündnis gegen Depressionen, in Fulda vertreten durch Dr. Ulrich Walter, und der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC).

Info:
Alle Infos und Termine zu den Mitmach-Aktionen und dem Infoprogramm beim Mut-Tour Aktionstag am 22. August in Fulda sind online abrufbar unter: https://www.mut-tour.de/aktionstage-2018/22-august-fulda/. Die Infostände der beteiligten Partner sind ab 16 Uhr auf dem Uniplatz geöffnet. Um 17.30 Uhr begrüßt OB Dr. Wingenfeld die eintreffenden Radler. 

Kontakte der Beratungsstellen:

Diakonie
Fulda: Heinrich v. Bibra-Platz 14, 36037 Fulda, Tel.: 0661-83 88 234 o. 235,
Hünfeld: Kegelspielhaus, Am Anger 2, 36088 Hünfeld, Tel.: 0661-83 88 235
E-Mail: pskb(at)diakonie-fulda.de

Die Brücke e.V. 
Fulda: Löherstr. 37, 36037 Fulda, Tel.: 0661-730 23
Hilders: Kirchstr. 2-6, 36115 Hilders, Tel.: 06681-81 90
E-Mail: beratungsstelle(at)bruecke-fulda.de

Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Fulda: Rittergasse 4, 36037 Fulda, Tel.: 0661-83 94 16
Neuhof: Hanauer Str. 4, 36119 Neuhof, Tel.: 0661-83 94 16
E-Mail: info(at)skf-fulda.de 

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