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Spedition Dröder in Künzell ist seit 65 Jahren auf Expansionskurs / Noch immer ein echter Familienbetrieb

Hans-Georg Dröder begann seinen "Güter-Schnellverkehr" mit einem Tempodreirad. Foto: privat

Hans-Georg Dröder begann seinen "Güter-Schnellverkehr" mit einem Tempodreirad. Foto: privat

Drei Generationen, die aus einem kleinen Transportbetrieb ein florierendes, weltweit agierendes Unternehmen geformt haben: Jörg, Hedy und Hans-Jörg Dröder (von links). Foto: Patricia Bickert

Drei Generationen, die aus einem kleinen Transportbetrieb ein florierendes, weltweit agierendes Unternehmen geformt haben: Jörg, Hedy und Hans-Jörg Dröder (von links). Foto: Patricia Bickert

Vom Auslieferer mit Tempodreirad zum weltweit agierenden Logistikexperten

KÜNZELL. Alles begann mit einem Tempodreirad. Als Firmengründer Hans-Georg Dröder 1952 beim Magistrat der Stadt Fulda einen Antrag für ein „Transportunternehmen mit Kleinlastwagen“ stellte, legte er gemeinsam mit Ehefrau Hedy den Grundstein für die heutige Unternehmensgruppe mit 260 Mitarbeitern und über 100 Fahrzeugen.

Mit 21 Jahren kam der gebürtige Thüringer nach Fulda und lernte hier seine zukünftige Frau kennen. Der Zufall wollte es, dass Hans-Georg Dröder schon kurz darauf ein Tempodreirad – der Sprinter der Neuzeit – angeboten bekam. Er machte den Führerschein und begann mit der Auslieferung von Waren im Umkreis. Während Ehefrau Hedy tatkräftig in der Verwaltung des kleinen Betriebs mithalf, hatte ihr Ehemann bereits die Vision der Expansion. Schon 1954 wurde als zweites Fahrzeug, ein Opel-Blitz, angeschafft, und noch im gleichen Jahr erhielten die Dröders die Genehmigung für den Güternahverkehr, 1962 für den Bezirksgüterfernverkehr. Zeitgleich legte Hans-Georg die Prüfung zum „Nachweis der fachlichen Eignung zur Führung von Fernverkehrsunternehmen“ ab. 1968 erwarb das Unternehmen ein 10000 Quadratmeter großes Betriebsgelände in Künzell, dem heutigen Hauptsitz.

Sein zweites Unternehmen gründete das Ehepaar im Jahr 1978. Der Hermes-Einrichtungs-Service übernahm für namhafte Versandhäuser die Aufgabe der Neumöbeldistribution in Teilen Hessens und Bayerns. Nach der Wiedervereinigung wurden diese Leistungen durch eine weitere Betriebsgründung auf Thüringen ausgedehnt. Zu dieser Zeit stieg der mittlerweile erwachsene Sohn Jörg in den elterlichen Betrieb ein. „Ich bin schon als Kind häufig mit meinem Vater mitgefahren. Für mich war es spannend zu erleben, welche logistische Leistung hinter dem Transport von Gütern von A nach B steckt“, erinnert sich der heutige Geschäftsführer und Firmeninhaber.

Gemeinsam mit seinem Vater leitete er das Unternehmen, baute die einzelnen Sparten weiter aus und formte ein weltweit agierendes Unternehmen. Dabei entwickelte sich die Lagerlogistik zu einem weiteren Standbein der florierenden Spedition. 2006 dann der Schock für die Familie. Kurz nach dem Neubau einer zusätzlichen Lagerhalle verstarb der Firmengründer einen Tag nach seinem 75. Geburtstag ganz plötzlich. „Das war ein herber Verlust. Mein Vater war bis zuletzt als Berater und Mentor nicht nur für mich, sondern auch für viele unserer Mitarbeiter ein wichtiger Ansprechpartner“, sagt Jörg Dröder rückblickend.

Heute umfasst das Betriebsgelände der Spedition Dröder knapp 60000 Quadratmeter, davon allein 23000 Quadratmeter als Büro- und Hallenflächen. Das Unternehmen zählt 260 Mitarbeiter, davon mehr als 30 Auszubildende. In der firmeneigenen Werkstatt wird der Fuhrpark mit über 100 Fahrzeugen – vom Caddy bis zum 40-Tonner – gewartet. Auch das Portfolio mit klassischer Spedition für Sammelgut- und Ladungsverkehr, Lagerlogistik sowie Umzugsspezialisierung inklusive Montage für Privatleute und Gewerbe ist breit aufgestellt. Selbst Spezialtransporte für große Maschinen, Tresore, Hubschrauber oder Kleinflugzeuge führen die Dröders durch.

Mit Hans-Jörg Dröder (29), dem Enkel des Gründers, ist bereits die dritte Generation der Familie in die Führung des Unternehmens eingestiegen. Gemeinsam mit seinem Vater und einem Team an erfahrenen Speditions- und Logistikexperten leitet er die Geschicke des mittelständischen Familienbetriebs und setzt sich besonders für die Integration von Geflüchteten ein. „Mit Ausbildung und Arbeitsangebot wollen wir helfen, geflüchteten Menschen eine Perspektive zu bieten, schließlich sieht sich auch unsere Branche dem Nachwuchsmangel ausgesetzt“, sagt der Juniorchef.

Für die Zukunft sehen sich die Dröders nicht nur als Arbeitgeber gut gerüstet. Sie wollen gemäß der Tradition des Unternehmens die weitere Expansion vorantreiben. Dazu gehöre allerdings auch eine Erweiterung des Betriebsgeländes, das durch die geplante Verbindungsspange zur Turmstraße in Künzell realisiert werden könnte, hoffen Vater und Sohn.

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