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Mitarbeiter des Landkreises Fulda besuchten Vorzeigeprojekt im Vogelsberg

In dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus wurde mit Dorfladen, Senioren-Tagespflege, Begegnungscafé, Artzpraxis, betreutem Wohnen und einem Veranstaltungsraum ein beliebter Treffpunkt für Freienseener jeden Alters geschaffen.

In dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus wurde mit Dorfladen, Senioren-Tagespflege, Begegnungscafé, Artzpraxis, betreutem Wohnen und einem Veranstaltungsraum ein beliebter Treffpunkt für Freienseener jeden Alters geschaffen.

pensionierten Pfarrers Dr. Ulf Häbel Fotos: N. Moalem

pensionierten Pfarrers Dr. Ulf Häbel Fotos: N. Moalem

Von anderen Lernen: das Projekt „DorfSchmiede“ in Freienseen

FREIENSEEN/FULDA, 19.06.2018 - Um auf gute Ideen zu kommen, hilft es manchmal, einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen. Bei einer Exkursion in das knapp 60 Kilometer entfernte Freienseen im Landkreis Gießen besuchten Mitarbeiter des Landkreises Fulda kürzlich ein spannendes Projekt der Dorfinnenentwicklung: die DorfSchmiede. Es zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement dem demografischen Wandel ein Schnippchen schlagen und ein sterbendes Dorf wiederbeleben kann.

Freienseen, ein 850-Seelen-Dorf am Rande des Vogelsbergs, war vor ein paar Jahren wie viele andere Dörfer im ländlichen Raum auf dem besten Wege, in die Bedeutungslosigkeit zu versinken: Viele ältere Menschen, Familien, die wegzogen, weil der Ort ihnen keine Perspektive bot, Leerstand. Seit der Gründung des Fördervereins „Vogelsberger Generationennetzwerk/Nachbarschaftsfamilie“ durch engagierte Freienseener Bürger ist das anders: Unter Leitung des pensionierten Pfarrers Dr. Ulf Häbel schlossen sie sich zusammen, um das Schicksal ihres Dorfs selbst in die Hand zu nehmen.

Mit Förder- und Spendengeldern und einem Projektvolumen von rund 2,3 Millionen Euro ist so vor zwei Jahren in einem denkmalgeschützten, aufwändig restaurierten Fachwerkensemble eine  neue Dorfmitte entstanden, die betreutes Wohnen, eine Senioren-Tagespflege, einen Dorfladen, ärztliche Versorgung und ein Begegnungscafé miteinander vereint und auf diese Weise ein Zeichen gegen den demografischen Wandel setzt. „Leben und Sterben, wo ich daheim bin“, umschreibt Tausendsassa Häbel, der nebenbei noch eine kleine Landwirtschaft betreibt und Organisationen berät, seine Vision, die den Anstoß für die Gründung der „DorfSchmiede“ gab, die heute als gGmbH betrieben wird.

Den Heimatort so zu gestalten, dass kein älterer Mensch, der Unterstützung benötigt, wegziehen muss, war das Ziel des von ihm initiierten Projekts. Anfangs belächelten es viele, und seit seinem Bestehen hat es mehr als eine finanzielle Krise durchschritten. Aber ans Aufgeben hat Dr. Ulf Häbel nicht gedacht. Dafür liegt ihm zu viel an den Menschen und seinen engagierten Mitstreitern.

Nicht nur der Dorfladen, der 2016 nach 20 Jahren ohne Lebensmittelgeschäft wieder eine Grundversorgung nach Freienseen gebracht hat, auch das angeschlossene Café und der Kulturraum, in dem monatlich Veranstaltungen stattfinden, sind inzwischen zu einer echten Begegnungsstätte für Jung und Alt geworden. An weiteren Ideen wie einer Dorfwerkstatt, in der ältere Mitbürger Kindern handwerkliche Fähigkeiten beibringen, mangelt es nicht, auch wenn dafür bisher noch der Raum fehlt. Dank des Engagements des Vogelsberger Generationennetzwerks konnten im Dorf weitere wichtige Infrastruktureinrichtungen wie beispielsweise ein Waldkindergarten ins Leben gerufen werden. Zusammen mit der Grundschule bietet er für Familien heute wieder ein entscheidendes Argument, nach Freienseen zu ziehen.

Die DorfSchmiede ist ein Beispiel für ein Mehrgenerationenprojekt im besten Sinne, das viele Menschen zusammenbringt, neue Lebensperspektiven eröffnet und ihnen wieder ein Gefühl des „Gebrauchtwerdens“ vermittelt. AusVon ihren Erfolgen, aber auch ihren Niederlagen lässt sich nur lernen. Weitere Infos: www.dorfschmiede-freienseen.de

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