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Aufwendig restaurierter Bauernhof schmückt Hofbiebers Ortskern

Klaudia Wilke hat sehr viel Arbeit und Zeit in den Erhalt des alten Bauernhofs gesteckt. Für so manche Verschönerung hat sie sogar selbst Hand angelegt. Foto: Patrizia Bickert

Von brach liegender Hofreite zum Kulturdenkmal

HOFBIEBER, 26.09.2019 - Im historischen Ortskern von Hofbieber liegt eine der letzten dörflichen Hofreiten in der Großgemeinde. Um dieses Zeugnis bäuerlicher Vergangenheit zu erhalten, haben Klaudia Wilke und Thomas Trabert den brach liegenden Bauernhof gekauft und liebevoll saniert. 

Als das Hofbieberer Ehepaar das Grundstück mit den heruntergekommenen Gebäuden übernahm, waren viele Nachbarn erfreut und sahen den Schandfleck im Ort schon als abgerissen an. „Als wir jedoch unsere Idee kolportierten, das Areal mit Fachwerkhaus, Scheune und Stall zu restaurieren, haben uns viele Freunde und Mitbewohner hier im Ort bedauert“, erinnert sich Klaudia Wilke mit einem Schmunzeln.

Die studierte Bauingenieurin wusste zwar, worauf sie sich einließ, die Ausmaße der Schäden wurden jedoch erst nach Beginn der Bauarbeiten sichtbar. Nachdem der landwirtschaftliche Hof jahrelang leer gestanden hatte und sogar noch Überreste von Getreide auf dem Dachboden vor sich hin rotteten, hatten es sich die Mäuse überall gemütlich gemacht.

Ursprünglich ein Dreiseitenhof, mussten die Bauherren zunächst die Scheune abreißen, da das Gebäude baufällig und nicht mehr zu erhalten war. Geblieben sind die Grundmauern aus Sandstein, in denen sich heute ein einzigartiger Garten befindet. Nachdem das Landesamt für Denkmalpflege Hessen die dörfliche Hofreite als Kulturdenkmal eingestuft hatte, konnte die eigentliche Sanierung beginnen.

Da das Haus sowohl innen als auch außen unter Denkmalschutz steht, erfordert die Umsetzung einiges an Fachwissen: „Ich bin Bauingenieurin und das Bauen mit natürlichen Baustoffen liegt mir besonders am Herzen“, erklärt Klaudia Wilke. Von der farblichen Gestaltung bis zur Erhaltung von Fußböden und Fenstern begleitete die Denkmalpflege des Landkreises Fulda das Projekt. „Von Anbeginn der Bauarbeiten an haben wir eng mit dem zuständigen Fachdienst zusammengearbeitet. Da wir von uns aus schon bemüht waren, das historische Erscheinungsbild des 1845 in Hofbieber entstandenen Hofe der Erbauerfamilie Trabert möglichst umfangreich zu erhalten, hatten wir immer eine gute Abstimmung mit den Behörden“, ist Klaudia Wilke für die Unterstützung seitens des Landkreises Fulda dankbar.

Die Grundsanierung erstreckte sich über alle Gewerke, beim Ausbaggern des Hofs kamen alte Sandsteine zum Vorschein, die auf dem Grundstück größtenteils wieder verbaut wurden. Neue Holzfenster mussten eingesetzt werden, lediglich ein altes Giebelfenster, das von einer Möbelrestauratorin überarbeitet wurde, blieb erhalten.

Die beiden Wohnungen im Haus sind von unterschiedlicher Größe: die obere Einheit umfasst das Fachwerkhaus und den Bereich über dem Stall, die untere Wohnung ist den Ausmaßen des Wohnhauses angepasst. Ein Technikraum mit Gastherme, Regenwasseraufbereitung und Solartherme zur Unterstützung der Heizung wurde im ehemaligen Stall eingerichtet. Mit dem Pflastern des Innenhofs ist der Hof nun vollständig saniert und glänzt als bauhistorisches Schmuckstück im Ortskern von Hofbieber. Den Bauherren ist es großartig gelungen, den Charakter des Anwesens zu erhalten. Die Mieter des Hauses wissen das zu schätzen.
 

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