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Dürfen Asylsuchende arbeiten?

Die Asylbewerber dürfen arbeiten, wenn sie eine Arbeitserlaubnis haben. Diese wird von der Ausländerbehörde ausgestellt. Ob und wo Asylsuchende arbeiten dürfen, hängt unter anderem von ihrem Aufenthaltsstatus ab.

Der Asylbewerber ist weniger als drei Monate in Deutschland
Während der ersten drei Monate des Aufenthalts in Deutschland ist es Asylbewerbern nicht gestattet, ein reguläres Beschäftigungsverhältnis einzugehen. In dieser Zeit ist es lediglich erlaubt einer gemeinnützigen Arbeit nachzugehen, wofür dir Asylbewerber eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 1,05 € pro Stunde von der Zuwanderungsbehörde des Landkreises Fulda erhalten. Einsatzmöglichkeiten existieren v. a. direkt in den Unterkünften, bei gemeinnützigen Trägern, Gemeinde- und Stadtverwaltungen (Bauhof), Schulen und Vereinen. Die gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten werden zentral durch die Zuwanderungsbehörde gesteuert. Der folgende Flyer soll den Einstieg in die Thematik der Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber erleichtern und einen schnellen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und Voraussetzungen geben, die das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) eröffnet.
Asylbewerberinnen und -Bewerber, die im Auftrag der Kommune gemeinnützige Arbeiten ausführen, sind gesetzlich unfallversichert. Mehr Infos zu der gesetzlichen Unfallversicherung sind auf der Webseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zu finden.

Der Asylbewerber ist länger als drei Monate in Deutschland
Im Falle einer Beschäftigung nach den ersten drei Monaten und vor Beendigung des Asylverfahrens, wird von der Bundesagentur für Arbeit eine Vorrangprüfung durchgeführt, das heißt es darf keine gleichwertige Bewerbung von deutschen oder anderen vorrangig zu behandelnden Arbeitnehmern vorliegen.

Die Vorrangprüfung entfällt, wenn die Personen seit 15 Monaten ununterbrochen erlaubt, geduldet oder mit einer Aufenthaltsgestattung in Deutschland sind.

Aufgrund des Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes kam es im Rahmen der Erwerbstätigkeit bei Asylbewerbern zu Änderungen. Aufgrund dieser Änderungen ist es Asylbewerbern und geduldeten Ausländern, die aus einem sicheren Herkunftsstaat nach § 29a AsylG kommen und ihren Asylantrag nach dem 31. August 2015 gestellt haben bzw. bei Geduldeten dieser auch nach dem 31. August 2015 abgelehnt wurde, nicht erlaubt, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Des Weiteren ist es Inhabern einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung  gemäß § 32 BeschV (Beschäftigungsverordnung) erlaubt, eine Tätigkeit als Leiharbeitnehmer gemäß § 1 Abs. 1 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes auszuüben, wenn sie sich 15 Monate ununterbrochen erlaubt im Bundesgebiet aufgehalten haben.  Ausgenommen sind hiervon aber die Ausländer, die aus einem sicheren Herkunftsstaat nach § 29a AsylG kommen und ihren Asylantrag nach dem 31. August 2015 gestellt haben bzw. bei Geduldeten dieser auch nach dem 31. August 2015 abgelehnt wurde.

Für eine erfolgreiche Arbeitsaufnahme sind die folgenden behördlichen Stufen zu durchlaufen:

                                                                Asylbewerber/in – Geduldete/r

sucht einen potentiellen Arbeitgeber

Arbeitserlaubnisantrag (Formular)

Abgabe bei der Ausländerbehörde

Weiterleitung an ZAV

Prüfung bei der Agentur für Arbeit (vor Ort)

Ausländerbehörde

erteilt Arbeitserlaubnis für diesen Arbeitgeber
und trägt dies in die Nebenbestimmungen im Ausweis ein

ODER

lehnt den Antrag (schriftlich) ab.

 

Mehr Information über den Zugang zum Arbeitsmarkt bzw. SGB II für Drittstaatangehörige finden Sie in der folgenden Datei.

Zugang zum SGB II du zu Arbeitsmarkt für Drittstaatsangehörige Ausländerinnen sowie auf der Webseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Menschen aus Albanien, Mazedonien, Bosnien und Herzogowina, Kosowo, Montenegro und Serbien ("Westbalkan"- Länder), die in Deutschland arbeiten wollen, müssen folgende Informationen beachten.

WEITERE SERVICE SEITEN für alle Mitbürger(innen)

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36037 Fulda

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