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Umweltmedizin

Umweltthemen, wie beispielsweise Umweltwissenschaft, Umweltchemie, Umwelttoxikologie, Umweltanalytik und Umweltmedizin nehmen heute aufgrund zunehmender Umweltbelastungen einen breiten Raum ein. 

Die Umweltmedizin befasst sich mit den gesundheitlichen Aspekten der Mensch-Umwelt-Beziehung. Sie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das die Zusammenarbeit von mehreren Fachdisziplinen (u.a. Mediziner, Naturwissenschaftler, Techniker) erfordert. 

Der Sachgebiet Hygiene übernimmt unter anderem die Aufgaben einer umweltmedizinischen Beratung, auch in Kooperation mit anderen Instituten, zum Beispiel bei Fragestellungen zu Wasser-, Boden-, Lufthygiene, Bau- und Siedlungshygiene einschließlich Lärmbeeinflussung, Schutz vor ionisierender Strahlung und gesundheitlichem Verbraucherschutz.

Weitere Informationen zum Thema Umweltmedizin erhalten Sie auf der Internetseite des Umweltbundesamtes:

Schimmelpilzbelastungen im Innenraum

Was sind Schimmelpilze?

Schimmelpilze sind einfache Mikroorganismen, die überall in der Umwelt vorhanden sind, sowohl in der Innenraumluft als auch in der Außenluft. Schimmelpilze gehören wie z. B. Champignons und Hefen zu den Pilzen und haben in der Natur die Aufgabe, abgestorbenes Pflanzenmaterial und tierische Kadaver zu zersetzen und deren Nährstoffe wieder für die Umwelt verfügbar zu machen. Schimmelpilze können unter bestimmten Umweltbedingungen auch auf Oberflächen und Gegenständen in Gebäuden sowie auf Lebensmitteln und Lebensmittelresten in und auf Verpackungen wachsen. Der Schimmelpilzbefall kann hierbei sichtbar oder bei Befall von Innenseiten von abgehängten Decken oder hinter Wandverkleidungen nicht sichtbar sein. Schimmelpilze benötigen zum Wachstum nur ein sehr geringes Nährstoffangebot und ein Mindestmaß an Feuchtigkeit. Sie können verschiedenste organische Substanzen wie z. B. Blätter, Holz und Papier zersetzen. Da Schimmelpilze beim Wachstum organische Substanzen auflösen, können Sie zerstörend auf allen Materialien wirken, auf denen sie wachsen. Sichtbares Schimmelpilzwachstum ist häufig durch weiße, graue, braune, grüne sowie schwarze Verfärbungen zu erkennen.

Ursachen von Schimmelpilzbefall:

 

  • Wasserschaden
  • Undichte Dächer
  • Ausgelöste Sprinkleranlage
  • Undichte Trinkwasser-, Abwasser- bzw. Regenfallrohre
  • Übergelaufene Abflüsse
  • Aufsteigende Erdfeuchte oder Kriechkeller
  • Kältebrücken, fehlende Außen- bzw. Innendämmung
  • Nicht fachgerecht ausgeführte Gebäudedämmung
  • Wasserdampf beim Duschen oder Kochen
  • Luftbefeuchter
  • Wäschetrocknung in der Wohnung
  • Wäschetrockner mit Auslass innerhalb der Wohnung

Der wichtigste begrenzende Faktor für das Wachstum von Schimmelpilzen ist eine dauerhaft erhöhte Innenraumfeuchtigkeit, da Schimmelpilze minimale Nährstoffansprüche haben und viele verschiedene Substanzen verwerten können. Aus diesem Grund tritt Schimmelpilzwachstum häufig in Kellerräumen, Küchen und Sanitärräumen (Bädern/Duschen) auf. Vorsorge ist wichtig, um Schimmelpilzprobleme zu vermeiden. Hierbei sollte eine regelmäßige Überprüfung der Wohnungen, Schulen, Kindergärten, Büros etc. auf Anzeichen von erhöhter Innenraumfeuchtigkeit bzw. eines Schimmelpilzbefalls erfolgen.

Gesundheitliche Wirkungen von Schimmelpilzen:

Schimmelpilze geben luftgängige kleine Sporen und sogar noch kleinere Myzel-Partikel an Ihre Umgebung ab. Jeder atmet täglich in der Umwelt Sporen und Partikel über die Atemluft ein, ohne dass gesundheitliche Probleme auftreten. Dennoch können Schimmelpilze Reizungen der Schleimhäute und Atemwege, allergische Reaktionen oder unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. immunsupprimierte Patienten nach Organtransplantationen) auch Infektionen auslösen. Ebenso können Schimmelpilze sogenannte Mykotoxine produzieren, die Stoffwechselnebenprodukte des Energiestoffwechsels der Schimmelpilze sind. Allergische Reaktionen sind allerdings die am häufigsten festgestellten Wirkungen des Einatmens von Schimmelpilzsporen.

Obwohl uns die gesundheitlichen Wirkungen von erhöhter Innenraumfeuchtigkeit und Schimmelpilzbefall bekannt sind, wissen wir nicht immer, ob Schimmelpilze oder Bakterien sowie chemische Stoffe die Auslöser bestimmter Symptome bei gesundheitlichen Problemen im Innenraum sind. Schimmelpilze und erhöhte Innenraumfeuchtigkeit können gesundheitliche Wirkungen sowohl auf allergisch vorbelastete als auch nicht allergisch vorbelastete Personen haben. Wiederkehrende gesundheitliche Wirkungen, die mit dem Vorhandensein von erhöhter Feuchtigkeit und Schimmelpilzkontaminationen im Innenraum in Verbindung gebracht werden, sind wie folgt:

  • Allergische Rhinitis (Triefnase)
  • Symptome der oberen Atemwege: Verstopfte Nase, Sinusitis (Neben-höhlenvereiterung), Halsschmerzen, Reizungen der Nase und/oder des  Rachens
  • Symptome der unteren Atemwege: Keuchen, Atmungsprobleme, Kurzatmigkeit, Asthma, Husten-Attacken
  • Auslöser für eine neue Asthma-Erkrankung
  • Atemwegsentzündungen wie z.B. chronische Bronchitis
  • Augen-Reizungen (Brennen, tränende Augen, Rötungen)
  • Ekzeme, Hautausschläge, Haut-Irritationen
  • Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme bis zu Wahrnehmungsstörungen

Die Ursachen für eine dauerhaft erhöhte Innenraumfeuchtigkeit, Wasserschäden sowie daraus resultierendes Schimmelpilzwachstum im Innenraum müssen in jedem Fall fachgerecht beseitigt werden.

Auflistung der häufig im Innenraum auftretenden Schimmelpilzarten:

Obwohl eine Artendifferenzierung der Schimmelpilze im Innenraum weitergehende Informationen über die dominante Art/Gattung der vorliegenden Innenraumbelastung liefert, ist diese bei einem sichtbaren Befall nicht zwingend erforderlich, da Schimmelpilze allgemein ein innenraumhygienisches Problem darstellen und im Hinblick auf Gesundheitsgefährdung und Vorgehen bei der Beseitigung gleich zu behandeln sind.

  • Aspergillus spp.
  • Penicillium spp.
  • Cladosporium spp.
  • Alternaria spp.
  • Wallemia sp.
  • Trichoderma spp.
  • Eurotium spp.
  • Botrytis spp.
  • Aureobasidium sp.
  • Fusarium spp.
  • Stachybotrys chartarum
  • Memnoniella sp.

Wichtige Tipps zur Vorbeugung und zu Maßnahmen bei Schimmelpilzbefall finden Sie hier

Wie finde ich/woran erkenne ich eine fachkundige Firma bei Schimmelbefall?

An folgende Verbände sowie das Netzwerk Schimmelpilzberatung können Sie sich wenden:

  • Bundesverband Schimmelpilzsanierung e.V.
  • Berufsverband Deutscher Baubiologen VDB e.V.
  • Beratungsstandorte des Netzwerkes Schimmelpilzberatung in Deutschland

Erkennungsmerkmale einer qualifizierten Firma:

  • Umweltbundesamt: Woran erkenne ich ein qualifiziertes Schimmelpilzlabor

Liste möglicher Untersuchungsinstitute und Sachverständiger:

  • Umweltbundesamt: Umweltmedizinische Beratungsstellen in Hessen
  • AGÖF, Verband für Schadstoffmessungen...
  • IHK: Vereidigte Sachverständige für den Innenraum

Eine Liste von Untersuchungsinstituten (diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit) im näheren Umkreis finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Thema Schimmelpilzbelastungen finden Sie unter dem folgenden Link:

Umweltbundesamt:

UBA-Ratgeber: "Hilfe, Schimmel im Haus"

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