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Welche Kriterien sind zu erfüllen?

 

Hilfeberechtigte Landwirte müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Die folgenden Informationen sollen es ermöglichen, die eigene betriebliche Situation einzuschätzen.

Kriterium 1: Naturalschaden größer 30%

Der Naturalertrag auf Acker und Grünland muss in diesem Jahr im Betriebsdurchschnitt um mehr als 30% geringer sein als im Schnitt der letzten drei Jahre. Es genügt also nicht, dass es aufgrund der Dürre bei einer Frucht (z.B. Wintergerste) zu einer katastrophalen Ernte gekommen ist, wenn andererseits z.B. die Maissilage nur wenig schlechter als sonst ausgefallen sein sollte. Die Ermittlung der Ertragsminderungen soll nach Möglichkeit auf konkret ermittelten Betriebsdaten und Wiegungen basieren. Dies ist für viele Ackerfrüchte wie z.B. Getreide und Kartoffeln möglich (Ackerschlagkartei), für den Futterbau (Mais- und Grassilage) sowie die Weidenutzung jedoch auf vielen Betrieben nicht. Hilfsweise können die Landwirte auf Schätzwerte zurückgreifen. Eine Excel-Liste zur Ermittlung des eigenen Naturalschadens finden Sie hier…

Kriterium 2: Die Prosperitätsgrenze 120.000 €

Die Prosperitätsgrenze (als Maßstab für das Gesamteinkommen und die Bedürftigkeit der Unternehmerfamilie) errechnet sich als die Summe der positiven Einkünfte im Einkommensteuerbescheid. Negativeinkünfte bleiben hier also unberücksichtigt. Eheleute, deren Summe der positiven Einkünfte > 120.000 € liegen (bei Alleinstehenden: 90.000 €), sind nicht antragsberechtigt. Es wird davon ausgegangen, dass sie bei Überschreiten der Prosperitätsgrenze die wirtschaftlichen Folgen der Dürre selbst tragen können. Es gelten die Verhältnisse zum Zeitpunkt der Antragstellung, sofern diese glaubhaft belegt werden können. Ansonsten ist die Summe der positiven Einkünfte anhand des letzten aktuellen ESt-Bescheides (i. d. R. für 2016) nachzuweisen.

Kriterium 3: kein hohes außerlandwirtschaftliches Gewerbeeinkommen

Einkünfte aus gewerblichen nichtlandwirtschaftlichen Betriebszweigen (z.B. Beteiligungen an PV-Anlagen, Windkraftanlagen, Biogasanlagen) dürfen nicht mehr als 35 % der gesamten Einkünfte ausmachen. Anderenfalls ist das Unternehmen nicht hilfeberechtigt.

Kriterium 4: kein hohes kurzfristig verfügbares Privatvermögen

Das anrechenbare Privatvermögen muss nach Abzug eines Freibetrags zuerst zur Schadensregulierung herangezogen werden. Dazu zählen in erster Linie Barvermögen, Guthaben auf Girokonten, Festgeld/Termineinlagen und Forderungen. Es können fallweise aber auch weitere Vermögenswerte herangezogen werden. Stichtag ist der 30. Juni 2018.

Kriterium 5: kein existenzgefährdeter Betrieb

Dieses Kriterium bezieht sich auf die Kennziffer „Cash flow III“, die aus den Buchführungsabschlüssen ermittelt werden kann. Sie stellt die Finanzkraft des Unternehmens dar, die sich aus dem bereinigten Gewinn unter Hinzuziehung der Abschreibungsbeträge, abzüglich des Saldos aus Privatentnahmen und Einlagen und der Tilgungsverpflichtungen berechnet. Es wird ein Durchschnittswert aus den letzten drei Wirtschaftsjahren 2015/16 bis 2017/18 vor dem Dürrejahr 2018 berechnet. Ist der „Cash flow III“ größer als der berechnete Dürreschaden, erfolgt keine Ausgleichszahlung, weil davon ausgegangen wird, dass das landwirtschaftliche Unternehmen die Folgen der Dürre selbst überwinden kann.

Kriterium 6: kein auch ohne Dürre existenzgefährdeter Betrieb

Eine Dürrehilfe ist nur möglich, wenn der Betrieb ohne die Dürreauswirkungen nicht bereits existenzgefährdet wäre. Dieses Kriterium wird im Einzelfall unter Einbeziehung der Hausbank geprüft.

 

 

 



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