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Abfallverwertung

Aluminium

Aluminiumrecycling ist ein fester Bestandteil der Aluminiumproduktion. Mit nur 5 % der ursprünglich eingesetzten Energie kann Aluminium ohne Qualitätsverlust nahezu unbegrenzt wiederverwendet werden.

Aluminiumverpackungen bestehen jedoch meist aus lackiertem, beschichtetem oder mit Papier und Kunststoff verbundenem Aluminium. Bevor sie zu neuem Aluminium eingeschmolzen werden können, ist deshalb eine Vorbehandlung notwendig.

Verwertung

Die Aluminiumverpackungen werden zunächst in Mühlen zerkleinert und von Fremdstoffen befreit. Die dem Aluminium anhaftenden Fremdstoffe, wie Lacke, Papier, Füllgutreste u.ä. werden dann durch eine thermische Vorbehandlung (sog. "Pyrolyse") bei rd. 500 Grad Celsius abgetrennt. Das verbleibende Aluminium kann dann als Sekundärrohstoff weiterverarbeitet werden.

Das aufbereitete Aluminium wird bei einer Temperatur von rd. 660 Grad Celsius eingeschmolzen und anschließend zu Barren gegossen.

Die gegossenen Barren werden zu Aluminiumblechen ausgewalzt, die dann wieder zu Verpackungen und Aluminiumschalen gestanzt werden können.

Das recycelte Aluminium muss nicht zwangsläufig wieder zu neuen Aluminiumverpackungen verarbeitet werden. Auch alle anderen Aluminiumprodukte können aus solchem "Sekundäraluminium" hergestellt werden.

Bioabfallvergärung
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Gärreste-Lager

Nach der Vergärung werden die Gärreste mindestens eine Stunde lang auf über 70° C erhitzt, um eventuelle Krankheitserreger abzutöten. Die flüssigen Gärreste enthalten hohe Nährstoffkonzentrationen und sind ein hochwertiger, geruchsarmer Wirtschaftsdünger. Die Landwirte der Region bringen ihn auf Grünland und Ackerflächen aus und sparen so viel Kunstdünger ein. Da zum Grundwasserschutz nur in bestimmten Zeiten (Frühjahr, Sommer) gedüngt werden darf, werden die Gärreste im Winter in diesen Lagerbehältern gesammelt.

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Gärbehälter (Anaerob-Reaktoren)

In diesen beiden Behältern wandeln Mikroorganismen, die auch in der Natur vorkommen (z.B. in Mooren), bei ca. 40 Grad Celsius und unter Luftabschluss die organischen Reststoffe in Biogas und flüssige Gärreste um.

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Vorratsbehälter

Das Aufkommen organischer Reststoffe schwankt sehr stark. Die Mikroorganismen benötigen aber eine gleichmäßige "Ernährung". Die zwei Zwischenspeicher stellen dies sicher.

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Biogas-Aufbereitungsanlage

Im Gegensatz zu konventionellen Biogasanlagen wird das Biogas der Biothan GmbH nicht in Gasmotoren verstromt. Um den Energiegehalt voll zu nutzen, wird es durch chemisch-physikalische Trenntechniken zu Bio-Erdgas-Qualität veredelt.

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Heizhaus

Ein Kombi-Kessel erzeugt aus Holzhackschnitzel aus der Region und dem Schwachgas der Vergärungsanlage klimaschonend die benötigte Prozesswärme für die Gesamtanlage.

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Feuerlöschteich/Regenwasserspeicher

Unbelastete Niederschlagsabwässer (Regen- und Tauwasser) werden im Regenwasserspeicher gesammelt, der gleichzeitig als Feuerlöschteich dient. Niederschlagswasser aus verschmutzten Bereichen hingegen kommt als „Anmischwasser“ in den Gärbehältern zum Einsatz.

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Rohgülle-Lagertank

Tanklastzüge (Fassungsvermögen ca. 30 Kubikmeter) holen die Rohgülle bei den örtlichen Landwirten ab. So werden viele Einzelfahrten der Landwirte mit kleineren Güllefässern vermieden. In diesem Tank wird die Gülle bis zur Verarbeitung in der Biogasanlage gespeichert.

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Regenwasser-Versickerung

Überschüssiges unverschmutztes Regenwasser wird an mehreren Stellen versickert. Das verbessert die örtliche Grundwasserneubildungsrate. Diese Versickerungsflächen auf dem weitläufigen Gelände haben sich zu Feuchtbiotopen entwickelt.

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Notfackel

Kann das erzeugte Bio-Erdgas einmal aus technischen Gründen nicht ins Netz der RhönEnergie eingespeist werden, wird es hier abgefackelt. Das ist besser als Treibhausgase in die Atmosphäre abzugeben.

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Verwaltungsgebäude mit Büro- und Schulungsraum

Der Biothan-Standort auf dem Finkenberg ist eine der weltweit modernsten Anlage zur Behandlung organischer Reststoffe. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Jedes Jahr kommen zahlreiche Gruppen aus Deutschland und der Welt zu Besichtigungen.

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Gärreste-Lager

Wegen ihrer hohen Nährstoff-Konzentration sind die flüssigen Gärreste ein hochwertiger, geruchsarmer Wirtschaftsdünger. Das Gärreste-Lager ist nötig, weil Dünger zum Grundwasserschutz nur in bestimmten Zeiten (Frühjahr, Sommer) auf Äcker ausgebracht werden darf.

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Reststoff-Annahme Nassfermentation

Hier werden stapel- und schüttfähige organische Reststoffe angeliefert und, sofern nötig, automatisch entpackt. Ein zweistufiges Siebverfahren trennt Störstoffe (z. B. Kunststoffteile) ab. Die Anlage ist komplett eingehaust, die Abluft wird biologisch behandelt. Es entweichen nahezu keine Geruchsemissionen.

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Annahme Trockenfermentation

Hier werden die Inhalte der Biotonne aus Stadt und Landkreis Fulda angeliefert. Zuerst werden sie grob zerkleinert und metallhaltige Gegenstände abgeschieden. Nach einer Grobabsiebung weiterer Störstoffe (Kunststoffe usw.) werden sie in der Halle gelagert und von hier aus bedarfsgerecht dem Trockenvergärungs-Prozess zugeführt.

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Aerobisierungshalle

Hier werden feste und flüssige Gärreste getrennt. Der flüssige Anteil fließt ins Gärreste-Lager, der feste Anteil wird in fünf garagengroße Boxen gebracht. Hier wird er etwa eine Woche lang intensiv belüftet, damit der Kompostierungsprozess beginnen kann.

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Trockenvergärung

In zwei großen tunnelartigen Anaerob-Reaktoren (Gärbehältern) werden die aufbereiteten Bioabfälle bei 55 Grad Celsius vergoren. Es entstehen Biogas und Gärreste.

Doppelwandige Behälter

Um bei der Trockenvergärung Leckagen zu verhindern, sind diese beiden Behälter doppelwandig. So kann im Fall einer Undichtigkeit nichts austreten.

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Abluft-Reinigung

Die Abluft aus den beiden Annahmehallen und der Aerobisierungshalle wird in einem chemisch-biologischen Verfahren gereinigt. So lassen sich Geruchsemissionen weitestgehend vermeiden.

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Bio-Erdgas-Einspeisstation

Das hier produzierte Bio-Erdgas wird auf seine Qualität geprüft und in das Erdgasnetz der RhönEnergie Osthessen eingespeist. Man kann mit ihm wie mit „normalem“ Erdgas heizen, Erdgas-Fahrzeuge betanken oder klimaschonende Blockheizkraftwerke betreiben.

Beitrag zur Energiewende

Die jährliche Produktion an Bio-Erdgas deckt rechnerisch den Erdgas-Bedarf von 2.400 Vier-Personen-Haushalten. Die Vergärung organischer Reststoffe leistet einen wichtigen regionalen Beitrag zur Energiewende ohne landwirtschaftliche Nutzfläche für nachwachsende Rohstoffe zu verbrauchen.

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Nachkompostierung

In dieser großen Halle werden die angerotteten festen Gärreste etwa 8 Wochen lang nachkompostiert und verbliebene Störstoffe (Kunststoffteilchen usw.) entfernt. Der fertige Kompost kann als hochwertiger Wirtschaftsdünger in der Landwirtschaft oder im Garten- und Landschaftsbau verwendet werden.

Sonnenenergie

Mit einer großen Photovoltaik-Anlage wird regenerativer Strom erzeugt und auf der Anlage selbst genutzt.

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Havariebecken

Alle Behälter auf dem Biothan-Gelände stehen in einer wasserdichten "Wanne" oder sind über Rohrleitungssysteme damit verbunden. So können im Falle eines Schadens keine Gärreste ins Grundwasser eindringen.

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Gütesiegel

Die Biothan GmbH unterzieht sich freiwillig einer externen Kontrolle durch die "Bundesgütegemeinschaft Kompost" mit den derzeit strengsten Qualitätsanforderungen. Für die flüssigen Gärreste der Trockenfermentation sowie den produzierten Fertigkompost erhielt Biothan das RAL-Gütesiegel.

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Heideflächen

Nicht bebaute Flächen werden renaturiert So entstehen auf dem ehemals vom US-Militär genutzten Gelände nach und nach ökologisch wertvolle Heideflächen.

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Borstgrasflächen

Auf anderen Geländeteilen fördert und pflegt Biothan Borstgrasflächen. Hier findet man eine große Artenvielfalt, darunter zahlreiche Blütenpflanzen, die wiederum anderen Lebewesen, wie z.B. Schmetterlingen, Nahrung bieten.

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Amphibien-Gewässer

In einem ehemaligen Abschuss-Bereich für US-Flugabwehrraketen wurden zwei Flachgewässer angelegt, die Lebensraum für Amphibien bieten.

Bilder: "Biothan GmbH"

(Wenn Sie mit der Maus über die einzelnen Anlagenteile auf dem Bild fahren und darauf klicken, erhalten Sie weitere Informationen zu den einzelnen Anlagenteilen.)


Bisher wurden die Bioabfälle aus der Bio-Tonne in einem herkömmlichen Verfahren kompostiert. So blieben die Nährstoffe zwar für den Naturkreislauf erhalten, die enthaltene Energie jedoch blieb ungenutzt. Seit Anfang 2013 werden die Bioabfälle in einem innovativen Verfahren besonders hochwertig und effizient verwertet. Am Finkenberg in Kleinlüder hat die Biothan GmbH, ein Tochterunternehmen der RhönEnergie Fulda GmbH, dazu eine neuartige, mehrstufige Bioerdgas-Anlage gebaut.

In der ersten Anlagenstufe („Nassvergärung“) werden pro Jahr 11.000 t Gülle und 21.000 t Lebensmittelabfälle vergoren. Die zweite Stufe („Trockenvergärung“) verarbeitet Bioabfälle aus der Bio-Tonne und organische Gewerbeabfälle (rd. 30.000 t pro Jahr).

Bei der Vergärung entsteht unter Luftabschluss mit Hilfe von Mikroorganismen Biogas. In vielen Anlagen wird dieses verstromt. Oft kann die anfallende Wärme aber nicht vollständig genutzt werden. In der Biothan-Anlage wird das Biogas in einem besonderen Verfahren zu Bio-Erdgas veredelt. Dazu entzieht man ihm Kohlendioxid, Wasser und Schwefel und hebt den Anteil an brennbarem Methan auf über 95 % an. So entstehen jährlich rund 47 Millionen Kilowattstunden Bio-Erdgas, die in das Erdgasnetz der RhönEnergie Osthessen eingespeist werden (entspricht rechnerisch dem Verbrauch von rund 2.400 Vier-Personen-Haushalten).

Das Bio-Erdgas von Biothan entsteht ausschließlich aus Abfallstoffen, es wird keine landwirtschaftliche Nutzfläche für nachwachsende Rohstoffe benötigt: ein wichtiger Schritt zu mehr Unabhängigkeit von importiertem Erdgas und ein regionaler Beitrag zur regenerativen Energieerzeugung.

Die verbleibenden Gärreste fließen als geruchsarmer Flüssigdünger in die Landwirtschaft, so dass auch die Nährstoffe dem Naturkreislauf erhalten bleiben. Feste Gärreste aus der Trockenvergärung kommen nach einer Kompostierung als Kompost in der Landwirtschaft oder im Garten-/Landschaftsbau zum Einsatz.

Getränkekartons

Getränkekartons bestehen aus 75 bis 80% aus Karton. Außen und innen sind sie mit dem Kunststoff Polyethylen beschichtet. Bei manchen kommt auch noch eine hauchdünne Aluminiumauflage hinzu.

Verwertung

Die Papierfasern (Zellstoff) können in einem speziellen Verfahren für die Herstellung neuer Papierprodukte zurückgewonnen werden. Dazu werden die Kartons zerkleinert und in einer Trommel, die sich langsam dreht, mit Wasser aufgelöst. Durch Löcher in der Trommelwand treten die Papierfasern aus. Am Ende der Trommel bleiben die Folien- und Aluminiumreste übrig, die anschließend verwertet werden.

Teilweise werden leere Getränkekartons auch ohne eine solche Aufbereitung verwertet. Dazu werden sie gehäckselt und unter Hitze und hohem Druck zu Platten ähnlich wie Pressspanplatten verarbeitet.

Die Zellstoff(papier)fasern werden wie beim Papierrecycling auf der Papiermaschine verarbeitet. Da die zurückgewonnenen Zellstoffasern besonders lang und sehr reißfest sind, können sie neuen Zellstoff vollwertig ersetzen. Daraus lassen sich unterschiedliche Papierprodukte wie zum Beispiel Hygienepapier, Wellpappe oder Papiersäcke herstellen.

In der Zementfabrik werden die Kunststofffolien- und Aluminiumreste zusammen mit Rohgestein verwertet. Dabei dienen die Kunststofffolien als Energieträger. Das enthaltene Aluminmium ersetzt die Zugabe von natürlichem Bauxit, das für die Aushärtung des Zements nötig ist.

Auch eine Trennung der Folien- von den Aluminiumresten zur getrennten weiteren Verwertung ist technisch möglich, jedoch aufgrund des hohen Aufwandes die Ausnahme.

Glas

Altglas kann fast vollständig die für die Glasproduktion benötigten natürlichen Rohstoffe Sand, Soda und Kalk ersetzen. Zudem wird zum Schmelzen von Altglas viel weniger Energie als zum Schmelzen der Naturrohstoffe benötigt.

Bereits seit den 70er Jahren sammeln die Bundesbürger Glasverpackungen getrennt vom übrigen Abfall.

Achtung: Schon kleinste Verunreinigungen gefährden die Glasproduktion (Beispiel: In einer Tonne Altglas dürfen höchstens 25 Gramm Keramik oder Porzellan enthalten sein). Geben Sie deshalb kein Porzellan, Steingut, Keramik, Fenster-/Drahtglas, Glasbausteine, Glühbirnen, hitzebeständiges oder optisches Glas in die Glascontainer!

Verwertung

Wichtig ist, dass das Altglas nach Farben getrennt in die Sammelcontainern gelangt. Denn weißes Glas kann nur aus reinem weißen Altglas hergestellt werden. Auch Braunglas verträgt nur geringe Mengen anderer Glasfarben, lediglich für Grünglas können auch größere Mengen andersfarbiger Glasscherben verwendet werden.

Übrigens: Damit sich die verschiedenen Glasfarben nicht mehr vermischen können, werden die Glascontainer von einem speziellen Fahrzeug entleert, dessen Ladefläche mit Trennwänden in verschiedene Kammern getrennt ist!

In der Aufbereitungsanlage werden zunächst grobe Fremdstoffe und Fehlwürfe (z.B. Glühbirnen, Keramik, Porzellan, Spiegel, Kunststoffe u.ä.) aussortiert.

Danach wird das Glas zerkleinert. Ein Magnetabscheider trennt Flaschenverschlüsse und andere Metallteile ab. Etiketten landen im Papiersauger.

Die Scherben werden gesiebt und noch einmal genau sortiert, um auch die letzten Fehlfarben und Fremdstoffe zu entfernen. Nur durch eine sorgsame Aufbereitung des Altglases kann wieder hochwertiges Glas produziert werden.

Das fertig aufbereitete Altglas wird in der Glasfabrik mit geringen Mengen der natürlichen Rohstoffe Sand, Soda und Kalk vermischt und bei 1.200 bis 1.500 Grad Celsius in Schmelzpfannen geschmolzen.

Aufs Gramm genau dosiert, wird das flüssige Glas an die Formgebungsmaschine weitergeleitet und dort zu neuen Glasbehältern ausgeblasen. Nach der stufenweisen Abkühlung in einem Kühlofen sind sie für eine erneute Verwendung bereit.

So kann Glas unendlich und ohne Qualitätsverlust recycelt werden.

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