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eRISIKOMANAGEMENT - STARKREGENFRÜHALARMSYSTEM

Anlass des Projektes

Die klimatischen Veränderungen zeigen sich deutlich in den letzten Jahren. Starkregenereignisse gepaart mit Sturzfluten sind in den Sommermonaten leider keine Seltenheit mehr. Starkregenereignisse entstehen vor allem in den wärmeren Sommermonaten, da wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kältere. Die lokal begrenzten, oft sehr hohen Niederschlagsmengen eines Starkregens können praktisch überall auftreten und jeden treffen, da sie im Gegensatz zu Hochwassersituationen nicht an eine Gewässernähe gebunden sind. 
Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, bleibt auch der Landkreis Fulda nicht von Starkregenereignissen verschont. Vollgelaufene Keller, überflutete Unterführungen und Straßen prägten das Bild des Landkreises im Juni 2021.
Ebenfalls im Juni 2021 kam es zu einer verheerenden Sturzflut im "Ahrtal" wodurch deutlich wurde, dass die Gewässergröße nicht maßgebend für das Ausmaß der Zerstörung aufgrund von Starkregen ist.
Mit einer Gewässertiefe von 0,5 bis 1,5 Metern und einem Abfluss von circa 8,9 m³/s, entspricht die "Ahr" einer Vielzahl von Gewässern in der Region Fulda. Hinzu kommt die gleiche Mittelgebirgslage, welche die Abflusssituation in verschiedenen Talgebieten verschärfen kann. Unter diesen Gesichtspunkten liegen der Schutz und das Ergreifen präventiver Maßnahmen von Starkregenereignissen im Vordergrund.
Um diese Maßnahmen umzusetzen und Schäden abzuwehren, bedarf es eines frühzeitigen Alarmierens und dem damit verbundenen Handeln von Rettungskräften, sowie Bürgerinnen und Bürgern. 
Die Einführung eines Starkregenfrühalarmsystems besitzt hessenweit Pilotcharakter und ist damit das erste seiner Art, das vorhandene Informationen behördenübergreifend auf direktem Wege den Bürgerinnen und Bürgern verfügbar gemacht werden. Das Projekt befindet sich derzeit in der Planungsphase und soll bis Ende 2023 im kompletten Landkreis fertiggestellt und einsatzbereit sein.

Funktionsprinzip des Starkregenfrühalarmsystem

Das Starkregenfrühalarmsystem alarmiert Verwaltung, Rettungskräfte, sowie Bürgerinnen und Bürger noch vor dem Eintreffen eines Starkregenereignisses. Der daraus resultierende zeitliche Vorteil wird dazu genutzt, um Vorkehrungs- und Schutzmaßnahmen einzuleiten, sodass drohende Schäden minimiert und abgewehrt werden können. Über ein flächendeckendes Netz aus Pegelstand- und Niederschlagsmessern, sowie Kanalsensoren wird eine Datengrundlage geschaffen, die kontinuierlich Daten erfasst und an ein Cloudsystem sendet. Das System kombiniert die aktuellen Daten mit Wetterdaten des DWD und alarmiert im Notfall automatisiert das betreffende Gebiet. 
Die Alarmierung wird in mehreren Stufen erfolgen.
In einer ersten Stufe wird ein automatisierter Alarmbefehl an die Verwaltungen der Kommunen gesendet, wodurch die Zuständigen die Grundlage für eine Lageeinschätzung erhalten.
Mit der zweiten Warnstufe soll die Überflutungsgefahr angezeigt werden. Hierbei gilt es Rettungskräfte zu alarmieren, die eine Sicherung gefährdeter Bereiche vornehmen können, um drohende Schäden durch Überflutungen zu minimieren.
Eine dritte Warnstufe alarmiert Bürgerinnen und Bürger über Sturzflutgefahren. In dieser Warnstufe sind lebensgefährliche Überflutungen möglich. Sollte diese Warnstufe eintreten, sollen sich die Bürgerinnen und Bürger unverzüglich in höher gelegene Räume und Gebäude begeben. Zusätzlich sollen überflutete Straßen und Uferbereiche verlassen werden.

Projektbeteiligte

digitales.Hessen SMARTE Region
Die Geschäftsstelle Smarte Region unterstützt die Kommunen des Landes Hessen in der Bewältigung des Digitalisierungsprozesses. Durch Förderungen und individuelle Beratungen, sind die Angebote so aufgebaut, dass für jede Kommune, unabhängig vom jeweilgen Stand, das Passende zu finden ist. 

Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung
Das Ressort für Digitale Strategie und Entwicklung wurde im Januar 2019 gegründet und soll die Digitalisierung in Hessen voranbringen und steuern. Hier werden Kompetenzen zum Thema Digitalisierung aus vielen Bereichen der Landesverwaltung gebündelt. Es befasst sich mit Fragen der künstlichen Intelligenz, den Bedürfnissen von hessischen Unternehmen in Fragen der Digitalisierung, sowie gesellschaftlicher Akzeptanz. 

EDAG Productions Solutions GmbH & Co.KG
Mit langjähriger Erfahrung bietet die EDAG Productions Solutions die Basis als branchenübergreifender Partner bei der Planung, Konstruktion, Optimierung und Implementierung von Produktionsanlagen, als auch der damit vernetzten Produktentwicklung. Im Projekt hat sie sich als Berater des IT-Consulting etabliert, was auf die Umsetzung von Schulungskoordinierungen, Erstellen einer Beteiligungsplattform und Anbindung des Alarmsystems an kommunale Strukturen abzielt.

Amt für Bodenmanagement
Die hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation ist in sieben Ämter für Bodenmanagement (AfB) untergliedert. In ihren Kernaufgaben werden Einrichtung, Führung und Qualitätssicherung des Liegenschaftsregisters, Aufgaben der Landesvermessung, Einrichtung und Führung von Geobasissystemen, Bereitstellung von Geobasisdaten koordiniert. 

Ingenieurbüro Falkenhahn
Das in Fulda ansässige Ingenieurbüro ist in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Kommunaler Tief- & Straßenbau, Gewässerentwicklung, Hochwasserschutz und Rohstoffe & Abfall tätig. Seit seiner Gründung 1962 ist es Ansprechpartner sowohl für kommunale, als auch private Auftraggeber. 

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36037 Fulda

Bürgerservice: 0661 115
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