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Landrat Woide und Gesundheitsdezernent Schmitt: Dank an alle, die an diesem guten Ergebnis beteiligt sind

Das Impfzentrum in der Waideshalle kurz vor der Eröffnung im Januar 2021. Foto: Sebastian Mannert

Impfzentrum schließt - Bilanz nach neun Monaten

LANDKREIS FULDA. – Das Land Hessen hat entschieden, die Impfzentren zum 30. September 2021 zu schließen. Das gilt auch für das Impfzentrum Fulda. Seit den ersten mobilen Impfungen am 27. Dezember 2020 sind unter der Regie des Landkreises Fulda 188.019 Impfdosen (Stand 15.9.2021) verimpft worden. „Wir danken allen, die über neun Monate hinweg an diesem guten Ergebnis mitgewirkt haben“, erklären Landrat Bernd Woide und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt und ergänzen: „Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung über das Personal, die Organisation und die Betreuung waren von Anfang an durchweg positiv.“

Insgesamt sind im Landkreis Fulda mittlerweile 289.963 Impfungen erfolgt, zwei Drittel davon im Impfzentrum und durch mobile Teams. Ein Drittel der Impfungen haben die niedergelassen Ärzte verabreicht. In diesem Zusammenhang sprechen Landrat Woide und Vize-Landrat Schmitt den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ihren Dank aus: „Wir sind den Teams in den Haus-  und Facharztpraxen sehr dankbar. Sie haben engagiert, mit großer Leistungsfähigkeit und wirkungsvoll die Impfkampagne im Landkreis Fulda unterstützt.“ 

Die aktuellen Impfzahlen entsprechen einer Impfquote von 65,9 Prozent bei den Erstimpfungen. Die Impfquote der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Fulda, die über 12 Jahre alt sind, beläuft sich bei den Erstimpfungen auf 76,3 Prozent. Diese Zahlen decken sich in etwa mit den entsprechenden Werten in Hessen. Das gilt auch für die Zahl der geimpften 12- bis 17-Jährigen, die im Landkreis Fulda etwa 36 Prozent beträgt.

Kurz nach Weihnachten vergangenen Jahres begannen die Impfungen der vulnerablen Personengruppen in den Alten- und Pflegeheimen durch mobile Teams. Am 19. Januar 2021 eröffnete auch das Impfzentrum im Kongresszentrum Esperanto. Angesichts der anfänglichen Knappheit des Impfstoffes begannen die Impfungen mit drei Ärzten und fünf medizinischen Fachangestellten. Die zunächst vergleichsweise kleine Zahl der täglichen Impfungen stieg in den folgenden Wochen deutlich an. Der stärkste Tag war der 11. März, an dem insgesamt 1656 Impfungen verabreicht wurden. Aktuell werden durchschnittlich jeden Tag rund 330 Personen im Impfzentrum geimpft.
Da in den ersten Wochen die über 80-Jährigen im Impfzentrum Fulda geimpft wurden, hatte der Landkreis Fulda mit den Gemeinden des Kreises das Projekt Impflotsen ins Leben gerufen. Die Gemeinden benannten Personen, die als Impflotsen von den Bürgerinnen und Bürgern kontaktiert werden konnten, wenn diese Hilfe benötigten. Darüber hinaus boten die meisten Gemeinden gerade für immobile Menschen Unterstützung beim Transfer ins Impfzentrum an. Außerdem wurden bei Bedarf Personen, die keine Möglichkeit hatten, das Impfzentrum selbstständig zu erreichen, durch mobile Teams oder später auch durch Hausärzte geimpft.  „Wir sind den Impflotsinnen und Impflotsen überaus dankbar, dass sie die über 80-Jährigen unterstützt haben, wenn Beistand nötig war“, betont Landrat Woide.

Großer Dank geht auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Impfzentrum GmbH, die vom Landkreis Fulda mit dem Betrieb des Impfzentrums beauftragt wurde. Gesellschafter sind das Klinikum Fulda, das Gesundheitsnetz Osthessen (GNO) sowie die beiden DRK-Kreisverbände Fulda und Hünfeld. Kooperationspartner sind die Malteser, DLRG und THW.

230 Beschäftigte der GmbH haben seit Eröffnung im Impfzentrum gearbeitet. 180 sind es aktuell. Darüber hinaus waren rund 25 Bedienstete des Landkreises im Impfzentrum für verschiedene Aufgabengebiete tätig. Darunter Frank Reith, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr, der seit Januar zusätzlich die Leitung des Impfzentrums innehat, und in dieser Funktion von Matthias Strott (Gefahrenabwehr) unterstützt wird. Weitere Helferinnen und Helferinnen haben sich zur Verfügung gestellt, allein knapp 80 Bundeswehrangehörige sowie fast 110 Personen aus Katastrophenschutzorganisationen. „Ihnen allen gilt unser Dank und unsere Anerkennung“, sagen Landrat Woide und Vize-Landrat Schmitt. 

Über das stationäre Angebot des Impfzentrums hinaus hat der Landkreis Fulda unterschiedliche mobile Impfaktionen ins Leben gerufen: Gemeinsam mit der IHK und der Kreishandwerkerschaft wurden in einem Pilotprojekt mehr als 3000 Beschäftigte aus Betrieben der Kritischen Infrastruktur in ihren Unternehmen geimpft. Als besonders niedrigschwelliges Angebot sind mit der Stadt Fulda und der Stadt Hünfeld mobile Impfungen in Stadtteilzentren initiiert worden, die gute Resonanz erfahren. Aktuell finden Impfungen im schulischen Rahmen statt. Stadt, Landkreis und das Staatliche Schulamt Fulda hatten kurz vor Ende der Sommerferien unter den Schülerinnen und Schülern das Interesse an einer Impfung abgefragt.. Die Erstimpfungen werden am kommenden Montag abgeschlossen sein. Die Impfungen erfolgen teils im Impfzentrum, teilweise durch mobile Teams oder in Zusammenarbeit mit Hausärzten. „Allen, die durch ihre Flexibilität und ihren persönlichen Einsatz zum Erfolg dieser Aktionen beigetragen haben, danken wir dafür sehr herzlich.“

Nach der Schließung des Impfzentrums wird der Landkreis einen Stützpunkt für mobile Teams aufrechterhalten, übergangsweise am Standort Esperanto. Der Landkreis wird die mobilen Angebote, wie die Stadtteilimpfungen und Impfungen im schulischen Rahmen gemeinsam mit der Stadt Fulda weiter anbieten sowie vorübergehend Zweitimpfungen vornehmen. Diese ergänzende Funktion ist jedoch zeitlich befristet. Die Schließung der Impfzentren bedeutet auch, dass die COVID-19-Impfung genau wie andere Impfungen als Regelversorgung von den niedergelassenen Ärzten übernommen wird. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen hat bereits kommuniziert, dass die hessischen Bürgerinnen und Bürger sich darauf verlassen könnten, Erst- und Zweit- sowie Auffrischungsimpfungen bei den niedergelassenen Haus- und Fachärzten zu erhalten.

Als vorübergehende Ergänzung könnte der Landkreis durch die mobilen Teams beispielsweise in Pflegeeinrichtungen Bewohnerinnen und Bewohner ohne Hausarzt mit Auffrischungsimpfungen versorgen. Dies wird allerdings nicht ohne die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) erfolgen. „Es ist sehr bedauerlich, dass die Empfehlungen von Bund und STIKO, also die politischen und fachlichen Äußerungen zeitlich so weit auseinanderliegen. Das hat in den vergangenen Wochen für unnötige Verwirrung gesorgt“, sagen Bernd Woide und Frederik Schmitt. Die STIKO hat unterdessen in Aussicht gestellt, dass Ende September/Anfang Oktober eine Entscheidung fallen könne.

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