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Statistiken und Hintergrundinformationen

Der Landkreis Fulda veröffentlicht seit November an dieser Stelle eine überarbeitete Statistik. Die Statistik ist eine Ergänzung zu den Zahlen des RKI und gibt einen Zwischenstand zu dessen Veröffentlichungen.  Die Zahlen des Vortages - und damit auch die Inzidenz - können von den ursprünglichen Werten abweichen. Der Grund dafür: Da es zur Verzögerung zwischen dem Meldedatum eines Falles an das Gesundheitsamt und dessen Übermittlung an das RKI kommen kann, werden solche Fälle rückwirkend zu dem jeweiligen Meldedatum ergänzt. Hier finden Sie die aktuelle Statistik:

Aktuelle Corona-Statistik für den Landkreis Fulda
Aktuelle Corona-Statistik für den Landkreis Fulda

Im Folgenden finden Sie erläuternde Informationen zu Statistiken bzw. zur Datenauswertung sowie Antworten auf in diesem Zusammenhang häufig gestellte Fragen.

Welche Personen werden in der Corona-Statistik erfasst?

In die Statistiken des Gesundheitsamtes gehen alle nach dem Infektionsschutzgesetz an das RKI übermittlungspflichtigen Fälle ein. Übermittlungspflichtig sind Fälle, welche die Falldefinition des RKI erfüllen. Dies sind:

  • Klinisch-epidemiologisch bestätigte Erkrankung
    D.h. es liegen typische Symptome einer COVID-Erkrankung vor; der Patient hat selbst keinen positiven Labornachweis, aber nachweislich Kontakt zu einem Fall mit positiven Labornachweis oder ist Teil eines Ausbruchsszenarios.
  • Klinisch-labordiagnostisch bestätigte Erkrankung
    D.h. es liegt ein Labornachweis vor und nach Stand der Ermittlung hat der Patient auch COVID-typische Symptome.
  • Labordiagnostisch nachgewiesene Infektion bei nicht erfülltem klinischen Bild
    D.h. dem Gesundheitsamt liegt ein vom RKI anerkannter Labornachweis vor, aber der Patient hat kein COVID-typisches Krankheitsbild bzw. überhaupt keine Symptome.
  • Labordiagnostisch nachgewiesene Infektion bei unbekanntem klinischen Bild Labordiagnostischer Nachweis bei fehlenden Angaben zum klinischen Bild
    D.h. ein vom RKI anerkannter Labornachweis liegt vor, dem Gesundheitsamt ist aber noch nicht bekannt, ob der Patient auch Symptome hat. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn eine Labormeldung im Gesundheitsamt eingegangen ist und der Patient zum Zeitpunkt der Übermittlung an das RKI noch nicht erreicht wurde oder die Information zu den Symptomen von den Fallermittlern noch nicht zur Eingabe rückgemeldete wurde.
Wer ist besonders gefährdet?

In den meisten Fällen verläuft die Infektion mit dem Coronavirus Sars CoV-2 mild, oft sogar ohne Symptome. Allerdings gibt es einige Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben. Das sind ältere Menschen, insbesondere Hochbetagte, Raucher und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:

  • des Herzens (zum Beispiel koronare Herzerkrankung)
  • der Lunge (zum Beispiel Asthma, chronische Bronchitis)
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie zum Beispiel Cortison).

Um diese Menschen zu schützen, sollte jeder und jede derzeit Händeschütteln oder Küsschen zur Begrüßung unbedingt vermeiden und generell ein bis zwei Meter Abstand halten – so wie im Übrigen auch bei jeder Grippewelle. >>>Robert-Koch-Institut zu Risikogruppen

 

An oder mit Corona gestorben?

Die Definition des Robert-Koch-Instituts ist hier leitend. In dessen Statistik werden die Covid-19-Todesfälle gezählt, „bei denen ein laborbestätigter Nachweis des Coronavirus vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind“. Das RKI unterscheidet die Sterbefälle nicht im Detail und begründet das so: Das Risiko an Covid-19 zu sterben sei bei Personen mit bestimmten Vorerkrankungen höher. „Daher ist es in der Praxis häufig schwierig zu entscheiden, inwieweit die Sars-CoV-2-Infektion direkt zum Tode beigetragen hat. Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind (,gestorben an‘) als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war (,gestorben mit‘) werden derzeit erfasst.“

Was ist der Unterschied zwischen Quarantäne und Isolierung?

Eine Quarantäne und eine Isolierung sind nicht das gleiche – auch wenn beides bedeutet, dass kein Kontakt zu anderen Personen stattfinden soll, um diese nicht anzustecken. Eine Quarantäne ist immer dann erforderlich, wenn nicht sicher ist, ob sich eine Person angesteckt hat, etwa bei Kontakt mit einem Infizierten oder nach Rückkehr aus einem Risikogebiet. Die Inkubationszeit von COVID-19, d. h. die Zeit zwischen Infektion und dem ersten positiven Test bzw. den ersten Krankheitszeichen, kann bis zu 14 Tage betragen. Daher wird in der Regel eine 14-tägige Quarantäne für Personen mit höherem Infektionsrisiko (Kategorie 1 Kontaktperson) angeordnet.

Eine Isolierung erfolgt, wenn das neuartige Coronavirus bereits nachgewiesen wurde, also der Test positiv ausgefallen ist. Wenn keine Krankheitszeichen auftreten oder die Erkrankung leicht verläuft, können die Patienten zuhause isoliert werden (häusliche Isolierung). Bei einem schweren Verlauf erfolgt die Isolierung im Krankenhaus. Die Beendigung der Isolierung ist erst möglich, wenn sicher ist, dass die Patientin oder der Patient keine anderen Menschen mehr anstecken kann. Das ist frühestens nach 10 Tagen mit zwei Tagen ohne Krankheitszeichen der Fall.

Was bedeutet die Mutation des Coronavirus für uns und was weiß man über sie?

Seit Ende 2020 wird aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien über die zunehmende Verbreitung einer neu aufgetretenen Virusvariante berichtet. Sie ist noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar als die zuvor zirkulierenden Varianten und weist eine höhere Reproduktionszahl auf, so dass ihre Ausbreitung schwerer einzudämmen ist.

Was sind die Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung?

Aufgrund der Neuartigkeit des Virus und der Krankheit gibt es bis jetzt keine Definition für Langzeitauswirkungen und möglichen Folgeschäden einer COVID-19-Erkrankung. Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung werden daher nicht als einheitliches Phänomen betrachtet, sondern als verschiedene Krankheitsbilder beschrieben, die sowohl zeitversetzt als auch parallel in verschiedenen Ausprägungen auftreten können.

Bisher lassen sich beispielsweise organspezifische Langzeitfolgen nach Intensivbehandlungen beobachten. Darüber hinaus kommen, auch bei milderen Verläufen, längerfristige Müdigkeitserscheinungen, Merkstörungen, Gedächtnisprobleme oder Wortfindungsstörungen vor. Auch wird in der Literatur von ungewöhnlichen Symptomen wie plötzlichem Erbrechen und starkem Schwindel berichtet. Über den klinischen Verlauf von COVID-19 nach sehr milden Krankheitsverläufen oder asymptomatischen Infektionen ist bislang wenig bekannt.

Verlässliche, repräsentative Daten zum Anteil der Erkrankten mit Langzeitfolgen liegen derzeitig nicht vor. In einer prospektiven Studie zu COVID-Symptomen hatten 13,3% der Erkrankten länger als 4 Wochen Symptome, 4,5% länger als 8 Wochen, und 2,3% länger als 12 Wochen. Die Hauptrisikofaktoren für Langzeitfolgen waren ein höheres Alter, ein höherer Body-Mass-Index (BMI), sowie weibliches Geschlecht. Bei schweren Verläufen ist dieser Anteil höher - Daten aus England deuten darauf hin, dass etwa 40% der hospitalisierten Erkrankten längerfristige Unterstützung benötigen.

Allgemeine Schutzmaßnahmen

Als Schutzmaßnahme – auch vor der Grippe – sind Bürgerinnen und Bürger dazu angehalten, weiterhin einfache Hygieneregeln zu beachten:
• In die Armbeuge husten oder niesen
• Einmaltaschentücher verwenden und diese nach jedem Gebrauch entsorgen
• Händeschütteln vermeiden
• gründliches und regelmäßiges Händewaschen
• nicht mit den Händen die Nasen-, Mund- und Augenschleimhaut berühren (zum Beispiel nach Festhalten an Griffen in Bussen oder Benutzen von Türgriffen, die von vielen angefasst werden)
• grundsätzlich eigene Gläser und Besteck benutzen und wie immer in der Erkältungszeit, wenn möglich, Menschenansammlungen meiden.

Informationen zur Corona-Warn-App

Nutzen Sie die Corona-Warn-App: Mit der App können Sie anonym und schnell darüber informiert werden, wenn Sie sich in der Nähe einer oder eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die App.

Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Kontakt:

Landkreis Fulda
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Wörthstraße 15
36037 Fulda

Bürgerservice: 0661 115
Telefon: 0661 6006-0
Fax: 0661 6006-1099
E-Mail: buergerservice(at)landkreis-fulda.de

telefonische Erreichbarkeit:
Montag - Freitag 8 Uhr - 18 Uhr

 

Bürgertelefon des Gesundheitsamtes:
0661 6006-6009
telefonische Erreichbarkeit:
Montag - Donnerstag 7.30 - 16.30 Uhr
Freitag 7.30 - 15 Uhr


Hessenweite Hotline:
0800-5554666
telefonische Erreichbarkeit:
Für Fragen zu Gesundheit und Quarantäne: Montag 8 - 20 Uhr / Dienstag - Sonntag 9 - 15 Uhr.
Für weitere Fragen und Informationen Montag - Donnerstag  8 - 17 Uhr / Freitag 8 - 15 Uhr


Ärztlicher Bereitschaftsdienst:
116-117
Bei Symptomen und medizinischen Fragen den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren.

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