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Statistiken und Hintergrundinformationen

Der Landkreis Fulda veröffentlicht seit November an dieser Stelle eine überarbeitete Statistik. Die Statistik ist eine Ergänzung zu den Zahlen des RKI und gibt einen Zwischenstand zu dessen Veröffentlichungen. Hier finden Sie die aktuelle Statistik:

Aktuelle Corona-Statistik für den Landkreis Fulda
Aktuelle Corona-Statistik für den Landkreis Fulda

Im Folgenden finden Sie erläuternde Informationen zu Statistiken bzw. zur Datenauswertung sowie Antworten auf in diesem Zusammenhang häufig gestellte Fragen.

Warum werden keine Zahlen auf Gemeindeebene veröffentlicht?

Im Landkreis Fulda liegt ein flächendeckendes Infektionsgeschehen vor. Viele Infektionsorte und Infektionsereignisse können nicht nachvollzogen werden. Gleichzeitig gibt es innerhalb des Landkreises eine hohe Mobilität zwischen den einzelnen Städten und Gemeinden. Viele arbeiten nicht in ihrer Wohngemeinde. Viele gehen in einer anderen Gemeinde in die Schule, bewegen sich zum Einkaufen über die Gemeindegrenzen hinweg. Bei einem solch diffusen Infektionsgeschehen würde eine rein wohnortbezogene Meldung dazu führen, dass entweder aufgrund einer niedrigen Zahl in einer Gemeinde dort ein vermeintliches Sicherheitsgefühl oder an anderer Stelle aufgrund von einer hohen Zahl eine falsche Betroffenheit entsteht. Daher der Landkreis Fulda davon ab, diese gemeindebezogene Verteilung auszuwerten.

Wer ist besonders gefährdet?

In den meisten Fällen verläuft die Infektion mit dem Coronavirus Sars CoV-2 mild, oft sogar ohne Symptome. Allerdings gibt es einige Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben. Das sind ältere Menschen, insbesondere Hochbetagte, Raucher und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:

  • des Herzens (zum Beispiel koronare Herzerkrankung)
  • der Lunge (zum Beispiel Asthma, chronische Bronchitis)
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie zum Beispiel Cortison).

Um diese Menschen zu schützen, sollte jeder und jede derzeit Händeschütteln oder Küsschen zur Begrüßung unbedingt vermeiden und generell ein bis zwei Meter Abstand halten – so wie im Übrigen auch bei jeder Grippewelle. >>>Robert-Koch-Institut zu Risikogruppen

 

An oder mit Corona gestorben?

Die Definition des Robert-Koch-Instituts ist hier leitend. In dessen Statistik werden die Covid-19-Todesfälle gezählt, „bei denen ein laborbestätigter Nachweis des Coronavirus vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind“. Das RKI unterscheidet die Sterbefälle nicht im Detail und begründet das so: Das Risiko an Covid-19 zu sterben sei bei Personen mit bestimmten Vorerkrankungen höher. „Daher ist es in der Praxis häufig schwierig zu entscheiden, inwieweit die Sars-CoV-2-Infektion direkt zum Tode beigetragen hat. Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind (,gestorben an‘) als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war (,gestorben mit‘) werden derzeit erfasst.“

Was ist der Unterschied zwischen Quarantäne und Isolierung?

Eine Quarantäne und eine Isolierung sind nicht das gleiche – auch wenn beides bedeutet, dass kein Kontakt zu anderen Personen stattfinden soll, um diese nicht anzustecken. Eine Quarantäne ist immer dann erforderlich, wenn nicht sicher ist, ob sich eine Person angesteckt hat, etwa bei Kontakt mit einem Infizierten oder nach Rückkehr aus einem Risikogebiet. Die Inkubationszeit von COVID-19, d. h. die Zeit zwischen Infektion und dem ersten positiven Test bzw. den ersten Krankheitszeichen, kann bis zu 14 Tage betragen. Daher wird in der Regel eine 14-tägige Quarantäne für Personen mit höherem Infektionsrisiko (Kategorie 1 Kontaktperson) angeordnet.

Eine Isolierung erfolgt, wenn das neuartige Coronavirus bereits nachgewiesen wurde, also der Test positiv ausgefallen ist. Wenn keine Krankheitszeichen auftreten oder die Erkrankung leicht verläuft, können die Patienten zuhause isoliert werden (häusliche Isolierung). Bei einem schweren Verlauf erfolgt die Isolierung im Krankenhaus. Die Beendigung der Isolierung ist erst möglich, wenn sicher ist, dass die Patientin oder der Patient keine anderen Menschen mehr anstecken kann. Das ist frühestens nach 10 Tagen mit zwei Tagen ohne Krankheitszeichen der Fall.

Allgemeine Schutzmaßnahmen

Als Schutzmaßnahme – auch vor der Grippe – sind Bürgerinnen und Bürger dazu angehalten, weiterhin einfache Hygieneregeln zu beachten:
• In die Armbeuge husten oder niesen
• Einmaltaschentücher verwenden und diese nach jedem Gebrauch entsorgen
• Händeschütteln vermeiden
• gründliches und regelmäßiges Händewaschen
• nicht mit den Händen die Nasen-, Mund- und Augenschleimhaut berühren (zum Beispiel nach Festhalten an Griffen in Bussen oder Benutzen von Türgriffen, die von vielen angefasst werden)
• grundsätzlich eigene Gläser und Besteck benutzen und wie immer in der Erkältungszeit, wenn möglich, Menschenansammlungen meiden.

Informationen zur Corona-Warn-App

Nutzen Sie die Corona-Warn-App: Mit der App können Sie anonym und schnell darüber informiert werden, wenn Sie sich in der Nähe einer oder eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die App.

Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Kontakt:

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Bürgerservice: 0661 115
Telefon: 0661 6006-0
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