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Wer und wie wird getestet?

Zu den wichtigsten Werkzeugen bei der Bekämpfung des Coronavirus gehören Tests. Daher hat Deutschland schon seit Beginn der Pandemie Testkapazitäten aufgebaut und erweitert.

Wie wird eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen?

Zunächst muss bei den Betroffenen ein Abstrich gemacht werden. Die Viren vermehren sich in den Schleimhäuten im Nasen-/Rachenraum. Daher wird mit einem speziellen Tupfer an der Rachenhinterwand abgestrichen. Bei schwereren Verläufen kann auch Sekret aus den tiefen Atemwegen entnommen werden.

Zurzeit stehen zwei Testverfahren für den Nachweis von SARS-CoV-2 zur Verfügung: die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und der Antigen-Test.

Die PCR-Testung ist ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren, das automatisiert werden kann. Dafür müssen die Proben nach dem Abstrich so schnell wie möglich in ein Labor transportiert werden. Bei der PCR wird das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt. Das Testverfahren nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens.

Antigen-Tests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen, funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Dazu wird eine Probe von einem Nasen- Rachen-Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Vorteile von Antigen-Tests sind die vergleichsweise geringen Kosten und das zeitnahe Testergebnis (in weniger als 30 Minuten). Die leichte Handhabung eines Point-of-care (PoC)-Antigen-Tests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, z.B. in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen ohne Diagnostiklabor. Hier kann ein PoC-Antigentest helfen, asymptomatische, möglicherweise infektiöse Personen leicht zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. vorübergehende häusliche Isolierung, die Übertragung des Virus zu verhindern. Generell sind Antigen-Tests weniger sensitiv als der PCR-Test, es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis zeigt. Das bedeutet, dass ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließt. Außerdem ist ein Antigen-Schnelltest nicht so spezifisch wie ein PCR-Test, das heißt es kommt häufiger als bei der PCR vor, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Deshalb muss ein positives Antigen-Test Ergebnis mittels PCR bestätigt werden.

Wer muss getestet werden?

Das Robert Koch-Institut hat seine Teststrategie für den Herbst und den Winter noch einmal überarbeitet, um eine Überlastung von Arztpraxen, Eltern, Betreuungseinrichtungen etc. zu verhindern. Beim Testen ist ein zielgerichtetes Vorgehen wichtig. Testen ohne Anlass führt zu einem falschen Sicherheitsgefühl. Denn auch ein negativer Coronatest ist nur eine Momentaufnahme und entbindet nicht von Hygiene- und Schutzmaßnahmen (Stichwort AHA+L-Formel).

Testkapazitäten zur Diagnostik auf SARS-CoV-2-Infektion sollen effizient eingesetzt werden. Personen mit leichten Erkältungssymptomen, die keiner Risikogruppe angehören oder keinen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, werden zunächst nicht getestet. Diese Entscheidung trifft der behandelnde bzw. kontaktierte Arzt. Diese Personen sollten sich zu Hause selbst absondern, um möglichst wenig Kontakte zu haben. Diese Selbstisolierung sollte nach einer Empfehlung des RKI fünf Tage plus zwei Tage ohne Symptome betragen.

In Deutschland werden die folgenden Personengruppen getestet:

  • Personen mit schweren Corona-typischen Symptomen (wenn schwere Krankheitszeichen einer Atemwegsinfektion wie z.B. eine Bronchitis oder Lungenentzündung, Atemnot oder Fieber vorliegen; ein weiteres Symptom, das zu einem Test Anlass gibt, ist der Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns)
  • Personen, die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten. Z. B. Mitglieder desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden. 
  • Personen in Gemeinschaftseinrichtungen und –unterkünften (z.B. Schulen, Kitas, Geflüchtetenunterkünfte, Notunterkünfte, Justizvollzugsanstalten), wenn in der Einrichtung eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde.
  • Patienten, Bewohner und das Personal in Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus, wenn es zu einem Ausbruch des Virus in der Einrichtung kam. Dies gilt beispielsweise auch für Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, der Rehabilitation, ambulante Operationen oder ambulante Dialyse sowie für Arzt- und Zahnpraxen und weitere Praxen humanmedizinischer Heilberufe. 
  • Patienten oder Bertreute vor Aufnahme oder Wiederaufnahme: vor allem in medizinischen Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung (ohne Praxen der human-, zahnärztlichen oder sonstigen humanmedizinischen Heilberufe), in (teil)stationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen, von ambulanten Pflegediensten und Diensten der Eingliederungshilfe.
Wer entscheidet, ob ich getestet werde?

Der Hausarzt, die Hausärztin, der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) oder das Gesundheitsamt entscheiden, ob Sie auf das Coronavirus getestet werden.

Melden Sie sich bei Ihrer Hausarztpraxis oder dem ÄBD uter 116117 telefonisch, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Testergebnis liegt vor - wie geht es weiter?

Bis zum Vorliegen des Testergebnisses sollte sich der oder die Getestete häuslich isolieren.

Ist der Test positiv, meldet sich die Teststelle bzw. das Gesundheitsamt und bespricht das weitere Vorgehen. Häufig kann das Testergebnis auch schon direkt über die Webseite des Labors abgerufen werden. Wo Sie das Ergebnis finden, erfahren Sie von der Teststelle. So verhalten Sie sich, wenn Sie positiv getestet wurden.

Ist der Test negativ, gilt für

  • Personen, die aufgrund von Symptomen getestet wurden: Eine Quarantänepflicht besteht nicht. Bleiben Sie aber zu Hause, solange Sie Symptome haben beziehungsweise sich krank fühlen. 
  • Kontaktpersonen der Kategorie 1: Auch wenn das Testergebnis negativ ist, muss die 14-tägige Quarantäne aufgrund der Inkubationszeit eingehalten werden.
  • Reiserückkehrer: Die häusliche Quarantäne kann in der Regel auch mit einem negativen Testergebnis frühestens nach fünf Tagen beendet werden.
Wie lange dauert es, bis ich ein Testergebnis erhalte?

Es kann aktuell durchaus der Fall sein, dass jemand auf das Testergebnis zwei oder drei Tage warten muss. Bei immer mehr Laboren sind die Ergebnisse jedoch mittlerweile online abrufbar. Wo Sie das Ergebnis finden, erfahren Sie von der Teststelle.

Wer betreibt die Teststelle in Fulda?

Das Testzentrum in Fulda wird von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) betrieben.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda betreibt selbst keine Teststelle. Kontaktpersonen, die auf das Coronavirus getestet werden sollen, werden vom Gesundheitsamt an das Testzentrum der KV geschickt. Dort werden die Personen dann von medizinischem Personal der KV getestet.

Steigt die Zahl der Corona-Fälle, weil mehr getestet wird?

Eine Ausweitung der Testindikationen (z.B. für Reiserückkehrer) oder eine Erhöhung der Zahl durchgeführter Tests (z.B. im Rahmen von Ausbrüchen oder Studien) kann zu einem Anstieg der Fallzahlen führen, da zuvor unentdeckte Infizierte (auch ohne oder mit nur sehr milden Symptomen) erkannt werden. Deshalb dürfte auch die Dunkelziffer der Infizierten viel kleiner sein als beispielsweise noch im März oder April.

Das heißt aber nicht, dass umgekehrt die beobachteten steigenden Fallzahlen nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären wären. Es gibt zahlreiche Gründe dafür, weshalb die Fallzahlen derzeit ansteigen: viele kleinere Ausbruchgeschehen in verschiedenen Landkreisen, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen, z.B. größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, Freizeitaktivitäten, an Arbeitsplätzen, aber auch in Gemeinschafts-und Gesundheitseinrichtungen oder bei Reiserückkehrern. 

So steigen - und sinken - die Fallzahlen auch in Phasen, in denen die Zahl der wöchentlichen Tests relativ konstant bleibt. Gerade in den vergangenen sieben Wochen, seitdem die Zahl der pro Woche durchgeführtenTests bei circa einer Million liegt, kann man einen erneuten Anstieg feststellen.

 

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