Landkreis Fulda App

Lebensunterhalt

Ab dem 01.06.2022 stehen Ihnen Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) oder nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) zu. Im Rahmen Ihrer Vorsprache bei der Ausländerbehörde Fulda zur Beantragung Ihres Aufenthaltstitels werden Sie darüber informiert, welche der genannten Sozialleistungen für Sie in Frage kommt und wo bzw. wie Sie diese beantragen können.

Leistungen nach dem SGB II sind beim Kreisjobcenter Fulda (Robert-Kircher-Straße 24, 36037 Fulda) zu beantragen. Die erforderlichen Antragsunterlagen sowie weitere wichtige Informationen des Kreisjobcenters (z.B. Öffnungszeiten oder Hinweis zur Terminvereinbarung) finden Sie auf der Internetseite: Startseite (job-fulda.de).

Leistungen nach dem SGB XII beantragen Sie bei dem für Sie zuständigen Sozialamt im Behördenhaus am Schlossgarten, Heinrich-von-Bibra-Platz 5-9, 36037 Fulda. Die Zuständigkeit richtet sich dabei nach Ihrem Wohnort (Stadt oder Landkreis Fulda). Hier finden Sie den Antrag, um Leistungen nach dem SGB XII zu beantragen.

Bitte bringen Sie zur Antragsstellung folgende Unterlagen mit:

  • soweit vorhanden: ausgefülltes Antragsformular
  • Reisepass oder anderes Ausweisdokument
  • Meldebescheinigung
  • Fiktionsbescheinigung der Ausländerbehörde als Nachweis über die Beantragung Ihres Aufenthaltstitels nach § 24 Aufenthaltsgesetz.
Konto bei einer deutschen Bank eröffnen

Damit Geld an Sie überwiesen werden kann, benötigen Sie ein Konto bei einer Bank in Deutschland.

Bitte vereinbaren Sie hierzu einen Termin bei einer Bank. Die Banken verlangen unterschiedliche Unterlagen zur Kontoeröffnung. Bitte klären Sie daher bereits bei der Terminvereinbarung, welche Unterlagen Sie zur Kontoeröffnung mitbringen sollen.  

 

Sie möchten im Landkreis Fulda arbeiten?

Im Termin bei der Ausländerbehörde erhalten Sie eine Bescheinigung die Sie zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit berechtigt.

Weitere Infos und Hilfe bei der Arbeitssuche finden Sie hier.

Wann und wie kann ich Kindergeld erhalten?

Personen, die im Besitz eines Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthG sind, haben erst nach 15-monatigem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland einen Anspruch auf Kindergeld.

In folgenden Fällen besteht ein Anspruch auf Kindergeld ausnahmsweise bereits vor Ablauf der 15 Monate:

  • wenn eine Erwerbstätigkeit (siehe unten) ausgeübt wird oder
  • wenn Arbeitslosengeld I (nach dem SGB III) bezogen wird oder
  • wenn eine Elternzeit (nach § 15 BEEG) in Anspruch genommen wird.
  •  

  • Als Erwerbstätigkeit zählt dabei jede abhängige Beschäftigung (auch ein Minijob) sowie jede selbstständige Tätigkeit.
    Wenn Sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen, besteht auch kein Anspruch mehr auf Kindergeld. Dies müssen Sie der Familienkasse umgehend mitteilen.

    Das Kindergeld muss von Ihnen gesondert beantragt werden. Wenn Sie im Landkreis Fulda wohnen, ist für Sie die Familienkasse in Hessen zuständig. Weitere Informationen zum Kindergeld sowie das Antragsformular finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit. Finanzielle Unterstützung für Familien und Kinder - Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de).  

Darf ich das Geld aus einer Übungsleitertätigkeit behalten und wo muss ich die Aufnahme der Tätigkeit melden?

Die Erzielung jeder Form von Einkommen muss der zuständigen Behörde direkt mitgeteilt werden. Hierzu zählt auch die Aufwandsentschädigung aus einer steuerfreien ehrenamtlichen Tätigkeit als Übungsleiter. Die Mitteilung über die Aufnahme einer Übungsleitertätigkeit sollte unverzüglich und direkt beim zuständigen Sachbearbeiter erfolgen, der für die Leistungsbewilligung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz für Sie zuständig ist.

Das erzielte Einkommen wird anteilig auf den Bedarf, also den Leistungsanspruch nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angerechnet und verringert damit den Auszahlungsbetrag, den Sie von der Behörde erhalten. Ein Teil des erzielten Einkommens ist jedoch geschützt (der sogenannte Freibetrag) und steht Ihnen damit zusätzlich zur Verfügung. Hierdurch sollen sich Personen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, finanziell besser stellen als Personen, die keiner Tätigkeit nachgehen.

Für Einnahmen aus einer Übungsleitertätigkeit gelten besondere, höhere Freibeträge. Die Höhe des Freibetrags ist dabei abhängig von der Höhe des erzielten Einkommens. Über die genauen Beträge  informiert Sie Ihr zuständiger Sachbearbeiter im Einzelfall gerne.  

 

Darf ich das Geld aus einem Mini-Job/ Midi-Job behalten und wo muss ich die Aufnahme einer Tätigkeit melden?

Auch Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit ist der zuständigen Behörde unverzüglich mitzuteilen. Hierbei wird nicht in Mini-Job, Midi-Job oder Vollzeit-Tätigkeit unterschieden.

Vor Aufnahme einer entsprechenden Tätigkeit sollte der zuständige Sachbearbeiter, der für die Leistungsbewilligung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz für Sie zuständig ist, in Kenntnis gesetzt werden. Sobald der Arbeitsvertrag unterschrieben wurde, muss dieser bei der Behörde vorgelegt werden.

Das erzielte Einkommen darf auch hier zum Teil (der sogenannte Freibetrag) behalten werden. Der andere Teil wird auf den Leistungsanspruch nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angerechnet und verringert damit den Auszahlungsbetrag, den Sie von der Behörde erhalten. Die Höhe des Freibetrags ist dabei abhängig von der Höhe des erzielten Einkommens. Der Gesetzgeber hat für den Freibetrag jedoch Höchstbeträge festgelegt. Besondere notwendige Ausgaben, die in Zusammenhang mit der Ausübung der Erwerbstätigkeit stehen, wie z.B. Fahrtkosten oder eine Kfz-Haftpflichtversicherung können dabei zusätzlich zu Ihren Gunsten berücksichtigt werden. Es ist daher wichtig, dass Sie ihren zuständigen Sachbearbeiter unmittelbar über diese Ausgaben informieren. Über die genaue Berechnung Ihres Freibetrages und die Höhe des einzusetzenden Einkommens informiert Sie Ihr zuständiger Sachbearbeiter im Einzelfall gerne.  

Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Allgemeiner Kontakt:

Landkreis Fulda
Sicherheit, Ordnung
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36037 Fulda

Bürgerservice: 0661 115
Telefon: 0661 6006-0
Fax: 0661 6006-1099
E-Mail: buergerservice(at)landkreis-fulda.de

 

Für Fragen zum Aufenthaltsrecht, Sozialleistungen und Krankenversicherung steht das Kontaktbüro Ukraine zur Verfügung
Telefon: 0661 115
E-Mail: ukraine@landkreis-fulda.de

Sie haben abgeschlossenen, möblierten Wohnraum zur Verfügung und möchten diesen gerne geflüchteten Menschen zur Verfügung stellen? Dann melden Sie sich gerne beim Integrationsbüro:
Telefon: 0661 6006-8083
E-Mail: wohnraum@landkreis-fulda.de 

Sie möchten den geflüchteten Menschen gerne ehrenamtlich helfen? Dann melden Sie sich gerne beim Treffpunkt Aktiv unter:
Telefon: 0661 6006-9490
E-Mail: helfen@landkreis-fulda.de  

 

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