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K 65 bei Gersfeld als Beispiel für Investitionsbereitschaft auch in Randbereichen

Vor dem Ausbau wies die K65 deutliche Schäden auf: Setzungen, Risse, Wellen und Fahrbahnrillen. Foto: Hessen Mobil

Nach dem Ausbau ist ein sicherer Begegnungsverkehr möglich. Fahrzeuge können auf die Bankette ausweisen. Foto: Sebastian Mannert

Mobilität im ländlichen Raum erfordert gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur

GERSFELD/FULDA. Rund zehn Millionen Euro fließen in jedem Jahr in den Ausbau der Kreisstraßen. Bei 7,5 Millionen Euro handelt es sich um originäre Kreismittel. Vom Land Hessen kommen aus dem Gemeindeverkehrswegefinanzierungsgesetz, das sich wiederum aus dem Steueraufkommen des Bundes speist, rund 2,5 Millionen Euro. Zusätzlich gibt der Landkreis Fulda im Jahresdurchschnitt rund drei Millionen Euro für die Unterhaltung der Kreisstraßen aus.

Die relativ hohen Beträge kommen deshalb zu Stande, weil zum einen der Landkreis Fulda ein Flächenlandkreis ist, der mit 387 Kilometer das drittgrößte Kreisstraßennetz in Hessen unterhält. Zum anderen steht dahinter aber auch der politische Wille, dass sowohl der Individual- als auch der öffentliche Personennahverkehr eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur benötigen. Nur so könne die Mobilität im ländlichen Raum gewährleistet werden, unterstreicht Landrat Bernd Woide und verweist darauf, dass dieser Grundsatz auch für Randbereiche des Kreisgebiets gelte.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Kreisstraße 65 zwischen der Bundesstraße 279 und Rengersfeld, die Sparbrod und Rengersfeld mit Gersfeld verbindet und im letzten Jahr für Gesamtkosten von knapp zwei Millionen Euro ausgebaut wurde. Zwar endet die K 65 hinter Rengersfeld und weist keinen Durchgangsverkehr auf. Dennoch gibt es ein gewisses Verkehrsaufkommen beispielsweise auch durch Besucher der Gaststätten „Hähnchen Paula“ in Sparbrod und „Dorfstube Rengersfeld“, die ebenso wie die Anwohner von Straßenausbau profitiert haben.

Die K 65 hatte sich in einem schlechten Zustand befunden. In den Ortslagen fehlten Gehwege. Die Randbereiche waren uneinheitlich und nicht klar abgegrenzt. Auf der freien Strecke erlaubten die geringen Fahrbahnbreiten keinen sicheren Begegnungsverkehr. Fahrzeuge mussten auf die Bankette ausweichen. Im Straßenoberbau zeigten sich wegen des nicht frostsicheren Unterbaus Setzungen und Rissen. Die Fahrbahnoberfläche war wellig und in den Fahrbahnen ausgefahren, so dass eine geregelte Oberflächenwasserentwässerung nicht möglich war.

Durch den Ausbau auf einer Länge von zwei Kilometern konnten die Defizite behoben werden. Die schadhaften Abschnitte auf der freien Strecke wurden grundhaft erneuert, asphaltiert und beidseitig mit Rassengittersteinen in den Banketten versehen, so dass Fahrzeuge auch in engen Bereichen ausweichen können. Die Befestigung der Fahrbahn in den Ortslagen besteht jetzt aus zirka 4,50 Meter Asphaltbeton inklusiver beidseitiger gepflasterter Entwässerungsrinnen. Die Randbereiche und Restflächen wurden als Schrammbord ausgepflastert.

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