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100 Fachleute bei der Fortbildung des Landkreises über Antibiotikatherapie

Thema Antibiotika im Morgensternhaus (von links): Dr. Michael Frowein, Prof. Dr. Dirk Breitmeier, Dr. Georg-Christian Zinn, Frederik Schmitt, Jens Fitzenberger, Dr. Tobias Kramer, Prof. Dr. Eugen Domann und Dr. Daniel Nolte. Foto: Leoni Rehnert

Aus Verantwortung für die Patienten

FULDA, 09.10.2020 - Großes Interesse am Thema „Antibiotikatherapie im Zeitalter der Multiresistenten Erreger“:  Gut 100Fachleute – Ärzte, Hygienefachpersonal und MRE-Netzwerk-Mitglieder – nahmen an der Fortbildungsveranstaltung teil, zu der das  Gesundheitsamt des Landkreises Fulda gemeinsam mit dem Gesundheitsnetz Osthessen (GNO) ins Morgensternhaus eingeladen hatte.

 

Vize-Landrat Frederik Schmitt begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung, die von der Landesärztekammer zertifiziert worden war.  „Antibiotika sind ein gutes Beispiel dafür, dass auch lebensrettende Entdeckungen bei falscher Anwendung neue Herausforderung erzeugen können – sowohl für Krankenhäuser als auch für die hausärztliche Versorgung. Es freut mich, dass Sie in so großer Zahl  zu unserer Fortbildung gekommen sind und damit auch zeigen, dass Sie sich dieser Problematik stellen“, sagte er.

 

Prof. Dr. Dirk Breitmeier, Leiter des Gesundheitsamtes, führte kurz und anschaulich in das Thema und skizzierte Problemfelder wie Indikation und Dauer des Einsatzes von Antibiotika. Grußworte sprach ebenfalls Dr. Daniel Nolte, Hausarzt und Mitglied im GNO-Aufsichtsrat.
 

Den Auftakt der Expertenbeiträge machte Dr. Georg-Christian Zinn, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Hygiene und Infektionsprävention (Ingelheim), der die Kliniken in der gesamten Republik betreut. Auf Basis dieser weitreichenden Erfahrung gab Dr. Zinn einen Überblick über die Situation im Spannungsfeld der Sorge der Patienten und der Herausforderung für die Krankenhäuser. Er warnte vor Panikmache und erläuterte, wie wichtig ein gutes Hygiene- und Antibiotikamanagement im ambulanten und stationären medizinischen Bereich sei, um die Verbreitung Multiresistenter Erreger zu verhindern und zu begrenzen.  Er berichtete über die Verschiedenheit der Keime, über Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und Maßnahmen, die im Lauf der Forschung stetig verbessert würden.

 

Im weiteren Verlauf referierten Experten über rationale Antibiotikatherapie im hausärztlichen Bereich, molekulare Epidemiologie und über „One Health“, den Gesundheitsbericht des Kreises Fulda. Vortragende waren Prof. Dr. Eugen Domann, stellvertretender Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, Dr. Michael Frowein, Leiter der Abteilung Zentrum für Gesundheitsschutz des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamtes im Gesundheitswesen in Dillenburg, Dr. Tobias Kramer, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin am Institut für Hygiene und Umweltmedizin Charité Berlin und Jens Fitzenberger, Gesundheitsberichterstatter des Landkreises Fulda. Den Gesundheitsbericht gibt es zum Download unter landkreis-fulda.de (Rubriken Gesundheit und Gesundheitsberichterstattung).

 

Zum Abschluss dankte Prof. Breitmeier, der durch den Nachmittag geführte hatte, den Referenten für die kompetenten Beiträge, den Teilnehmern für ihr Interesse und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute Vorbereitung der Veranstaltung.

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