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Eine Bühne mit und für die Bürgerinnen und Bürger

Fotos: Sebastian Mannert

Eröffnung der Ausstellung 200 Jahre Landkreis Fulda

HÜNFELD. Was macht den Landkreis Fulda aus? Welche Ereignisse haben seine Geschichte geprägt? Und wie sind die Menschen, die im Landkreis Fulda leben? Anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Landkreises Fulda ist am Freitagnachmittag die Wanderausstellung „200 Jahre Landkreis Fulda“ im Lokschuppen Hünfeld eröffnet worden.

„Erste Ideen zur Ausstellung gab es bereits 2020“, erläutert Landrat Bernd Woide bei der Ausstellungseröffnung. Verbunden damit war die Fragestellung, wie man 200 Jahre eines so komplexen und komplizierten Konstruktes „Landkreis“ überhaupt darstellen kann. „Uns war klar, dass es keine lückenlose Darstellung geben kann. Dafür ist die Geschichte viel zu umfangreich“, erläutert Woide weiter.

Viele Themen werden in der Ausstellung gezeigt und beschrieben, manches wird angerissen – und anderes fehlt. Das liegt vor allem daran, dass es um 200 Jahre Geschichte und um mehrere Hundert oder gar Tausende Themen geht. Damit einher ging die Frage, ob eine Ausstellung nur dann Tiefgang hat, wenn sie nichts auslässt? Oder ob sie sogar oberflächlich ist, wenn eine Auswahl getroffen wird? „Wir aber kamen zu dem Schluss, dass eine Ausstellung dann gelungen ist, wenn die Besucherinnen und Besucher Bezugspunkte herstellen können. In unserem Fall heißt das: Wenn sie sich als Teil fühlen, als Teil des Landkreises Fulda“, führt Woide aus.

In Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur beier+wellach projekte entstand so der Plan, den Landkreis als eine Art Bühne mit und für die Bürgerinnen und Bürger darzustellen. Aus dieser Idee heraus sind fünf Module geschaffen worden, die in ihrer Konstruktion an Kulissen eines Theaters erinnern: Meilensteine, Menschen, Highlights, Dunkle Jahre und der Lernbereich: „Der Landkreis und ich“ mit einem Planspiel, das Funktion und Rolle eines Landkreises zum Selbsterleben beispielsweise für Schulklassen bietet. „Im Landkreis Fulda gibt es viel zu entdecken. Für uns war wichtig, den Fokus auf den Landkreis zu richten, der im Alltag häufig neben Städten und Gemeinden nicht so im Mittelpunkt steht“, sagt Peter Wellach, Geschäftsführer von beier+wellach projekte.  

In jedem Modul finden die Besucherinnen und Besucher eine Auswahl an Themen zur Historie des Landkreises, zu Besonderheiten aus Natur und Kultur. Besonderes Highlight: Sie erfahren etwas über 13 Menschen, die den Besucherinnen und Besuchern Einblick in ihre Lebenswelt geben und erläutern, was den Landkreis Fulda so lebenswert macht und warum sie ihn ihre Heimat nennen.

In einem gesonderten Bereich wird die Geschichte der Diktatur des Dritten Reiches vor allem über Täter- und Opfer-Biografien in unserer Region thematisiert.

Die Ausstellung „200 Jahre Landkreis Fulda“ ist als Wanderausstellung konzipiert worden. „Uns war wichtig, eine Ausstellung zu entwickeln, die das Jubiläum des Landkreises überdauert und an wechselnden Standorten durch das Kreisgebiet touren soll“, so Woide. Damit soll die Ausstellung vor allem für Schulen nutzbar sein. Durch das Planspiel können Schülerinnen und Schüler Entscheidungsprozesse von Behörden und Parteien nachempfinden, indem sie in Rollen von Politikern, Parteien oder Interessengruppen schlüpfen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Ausstellung ihren ersten Standort in der ehemaligen Kreisstadt Hünfeld hat. Gemeinsam mit dem Landkreis Fulda wurde 1821 auch der Landkreis Hünfeld gegründet. Heute sind wir eine Einheit – auch das zeigt die Ausstellung überaus gut“, so Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok.

Die Ausstellung wurde gefördert durch das Land Hessen im Rahmen des Entwicklungsplans für den ländlichen Raum des Landes Hessen 2014-2020.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist an folgenden Tagen im Alten Lokschuppen in Hünfeld jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet:

Samstag, 9. April
Sonntag, 10. April
Montag, 11. April
Dienstag, 12. April
Donnerstag, 14. April,
Freitag, 15. April,
Samstag, 16. April
Sonntag, 17. April
Mittwoch, 20. April
Donnerstag, 21. April

Danach ist die Ausstellung im Juni im Rahmen des Jubiläumswochenendes auf Schloss Fasanerie zu sehen. Weitere Standorte werden folgen. Der Eintritt ist kostenfrei.

 

Zusätzliches Angebot Ferienfreizeit
Die Jugendförderung des Landkreises Fulda veranstaltet in den Osterferien zwei Ferienfreizeiten, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Ausstellung und im Anschluss einen Trampolinpark besuchen. Gemeinsam begeben sich die Teilnehmenden an diesem Tag auf Entdeckungsreise in die Landkreis-Ausstellung und damit in die 200-jährige Geschichte des Kreises Fulda. Hier können die Kinder und Jugendlichen in die Rolle eines Politikers schlüpfen und dabei spielerisch lernen, was es heißt, politische Entscheidungen zu treffen. Dabei stellen sie sich vor, dass in ihrem Heimatort eine neue Straße gebaut werden soll – doch wer muss alles an der Entscheidung beteiligt werden? Diese und andere Fragen diskutieren die Teilnehmenden im Rahmen eines Planspiels, bei dem sie verschiedene Rollen einnehmen. Die Ferienfreizeiten findet an zwei Tagen statt. Der erste Termin ist am Mittwoch, 13. April, der zweite am Dienstag, 19. April. Anmeldungen sind für beide Termine noch möglich. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 13 Jahren. Die Teilnahme kostet 8 Euro, inklusive Fahrt und Eintritt. Anmeldung online unter www.bildung-freizeit.de (Stichwortsuche: 200 Jahre Landkreis Fulda – Besuch der Jubiläumsausstellung).

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