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Monatliche Förderung in Höhe von 500 Euro / Ärzte-Nachwuchs für die Region

Gabriele Bleul (von rechts), Thomas Menzel, Frederik Schmitt, Michael Sammet und Sebastian Mock haben bei dem Pressetermin die Kooperationsvereinbarung zum neuen Fulda-Stipendium unterzeichnet. Fotos: Sebastian Mannert

Landkreis Fulda und Kliniken vergeben Fulda-Stipendium

LANDKREIS FULDA. Zur Gewinnung von ärztlichem Nachwuchs für die Region vergibt der Landkreis Fulda gemeinsam mit den drei Kliniken im Landkreis das Fulda-Stipendium. Studierende der Medizin, die sich bereits frühzeitig für eine mindestens dreijährige Tätigkeit als Arzt oder Ärztin im Landkreis entscheiden und einen Bezug zur Region Osthessen haben, werden hierbei mit monatlich 500 Euro gefördert.

 „Mit dem Stipendium wollen wir für Medizinstudierende ab dem fünften Semester den Bezug zum Landkreis Fulda in besonderer Weise stärken“, erläutert Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt. „Uns geht es vor allem darum, Fachkräfte für die drei Kliniken im Landkreis Fulda sowie im Bereich der niedergelassenen Ärzte und im öffentlichen Gesundheitsdienst zu gewinnen. Allgemein soll das Stipendium ein wichtiger Baustein bei der Gewinnung von Ärzten für den Landkreis Fulda und für den ländlichen Raum sein.“

Die Zuwendung soll es den Nachwuchsmedizinern ermöglichen, sich intensiv auf ihr Studium zu konzentrieren, um schnell einen erfolgreichen Abschluss zu erreichen. Das Stipendium wird vom Landkreis Fulda und den drei Krankenhäusern der Region (Klinikum Fulda, Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda, HELIOS St. Elisabeth Klinik Hünfeld) finanziert. Vergeben wird das Stipendium in Kooperation mit dem Gesundheitsnetz Osthessen, das die vier Akteure bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Werbung für das Stipendium unterstützt.

Das Stipendium für Studierende der Humanmedizin wird bereits seit 2015 durch den Landkreis Fulda in Kooperation mit den drei Kliniken vergeben. Am Stipendienprogramm haben seitdem bislang elf Studierende teilgenommen und eine Förderung des Kreises und der drei Kliniken erhalten. „Von den Stipendiaten, die nach ihrem Studium im Rahmen der Stipendiums-Vereinbarung im Klinikum gearbeitet haben, arbeiten auch heute noch bis auf eine Person alle von ihnen bei uns. Das Projekt ist einfach nachhaltig angelegt“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstand Klinikum Fulda.

Das Stipendium wurde nun angepasst, erweitert und neu aufgelegt: Statt wie bisher 400 Euro erhalten die Stipendiaten nun eine monatliche Förderung in Höhe von 500 Euro. Studierende, die aus dem Landkreis Fulda stammen oder einen Bezug zur Region Osthessen haben, können sich für das Stipendium bewerben. Sie müssen bereits vier Semester Medizin studiert und den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung erfolgreich abgelegt haben. Das Stipendium wird für maximal acht Semester bis zum Ende der Regelstudienzeit zuzüglich drei Monate für die Prüfungszeit gewährt. Mit dem Stipendium verpflichten sich die Studierenden im Anschluss an ihr Studium an eine dreijährige ärztliche Tätigkeit in einer der drei Kliniken oder einer allgemeinmedizinischen Praxis oder im öffentlichen Gesundheitswesen im Gesundheitsamt des Landkreises Fulda.

Dass die ärztliche Tätigkeit in einer Arztpraxis im Bereich der Allgemeinmedizin durchgeführt werden kann, ist eine Neuerung des Stipendiums. „Wir hoffen, dass über das Stipendium viele Ärzte in den Landkreis Fulda kommen. Diejenigen, die eine Niederlassung anstreben unterstützen wir gerne bei diesem Schritt, damit sie dauerhaft in der Region bleiben können“, betont Gabriele Bleul vom Gesundheitsnetz Osthessen.

Für die Ableistung der dreijährigen ärztlichen Tätigkeit im Anschluss an das Studium haben die Stipendiaten fünf Jahre Zeit. So besteht die Möglichkeit, beispielsweise zwei Jahre Erfahrungen im Ausland oder in anderen Regionen zu sammeln, bevor der Stipendiat oder die Stipendiatin in den Landkreis Fulda zurückkehren.

„Es ist gut, dass wir das Stipendium gemeinsam für die Region anbieten und nicht jede Klinik für sich selbst. Das zeigt, dass wir in der Region gut zusammenarbeiten“, erläutert Menzel. „Da in den kommenden Jahren viele Mediziner in den Ruhestand gehen werden, benötigen wir Nachwuchsmediziner. Deshalb ist es gut, dass wir uns für die Region entsprechend vorbereiten und die Nachwuchsförderung im Blick haben.“

Für junge Mediziner hat der Landkreis Fulda viele Möglichkeiten zu bieten, erklärt der Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses, Michael Sammet. „Wenn die jungen Menschen erst einmal anfangen hier zu arbeiten, lernen sie die Region schätzen und bleiben danach gerne hier. Hinzu kommt, dass alle Interessen im Landkreis Fulda abgedeckt werden: Der eine möchte in der Maximalversorgung tätig sein, der andere in der Regelversorgung, im niedergelassenen Bereich oder im öffentlichen Gesundheitsdienst. Die Möglichkeiten sind überaus vielfältig – das macht den Reiz des Stipendiums aus.“ Laut Sammet ist es nicht selbstverständlich, dass sich ein Landkreis so engagiert für das Thema Ärztenachwuchs einsetzt. „Der Landkreis Fulda ist eine sehr positive Ausnahme. Wir danken dem Kreis deshalb für die Initiative und wünschen uns, dass viele junge Menschen davon erfahren“, führt Sammet weiter aus.

Neben den beiden Fuldaer Kliniken unterstützt auch die Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld das Stipendium. „Es ist bemerkenswert, dass wir das Thema gemeinsam angehen – unabhängig der Trägerschaft und unabhängig davon, ob es um die ambulante oder die stationäre Versorgung geht. Wir hoffen, dass wir viele Stipendiaten und damit Ärzte für die Region in den kommenden Jahren finden – egal in welcher Klinik oder Praxis sie am Ende landen. Denn es geht darum, den Landkreis Fulda als Ganzes zu stärken“, betont Sebastian Mock, Geschäftsführer der Helios-Klinik Hünfeld.

Studierende, die die Voraussetzungen für das Stipendium erfüllen, können sich ab sofort für das Stipendium bewerben. Alle Informationen und Unterlagen zur Bewerbung gibt es online unter www.fulda-stipendium.de 

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