Eigenkompostierung
In der modernen Abfallwirtschaft hat Eigenkompostierung eine große Bedeutung. Durch die Kompostierung von Abfällen betreiben sie eine sinnvolle Wiederverwertung und tragen so zur Verringerung der Abfallmenge bei.
Jedoch können in vielen Fällen nicht alle kompostierfähigen Stoffe auf dem heimischen Komposthaufen verwertet werden. Probleme bereiten insbesondere Speisereste, Unkräuter und große Mengen Gras- und Strauchschnitt. Solche Abfälle können problemlos über die Biotonne verwertet werden. Beide Möglichkeiten der Kompostierung stehen somit nicht im Gegensatz zueinander, sondern ergänzen sich.
Tipps
- Legen Sie den Komposthaufen immer auf erdigem Boden an und nicht etwa auf einer Kiesschicht oder auf Platten. Regenwürmer und andere Kleintiere können so aus dem Boden in den Komposthaufen kriechen und das organische Material zersetzen. Auf diese Weise beugen Sie auch einem Nässestau im Kompost vor.
- Zerkleinern Sie Ihre Gartenabfälle. Dies bringt den Rotteprozess schneller in Gang, speichert Feuchtigkeit und verkürzt so die Verrottungszeit. Beim Aufsetzen des Kompostes fängt man am besten mit einer Lage aus zerkleinerten Zweigen an. Dann nach und nach die anderen Materialien schichtweise zugeben.
- Kompost benötigt Luft. Verwenden Sie deshalb keine geschlossenen Behälter oder Kompostgruben. Das gründliche Vermischen der einzelnen Materialien fördert die notwendige Durchlüftung. Kleinere Komposthaufen, die richtig aufgesetzt sind, müssen nicht unbedingt umgesetzt werden. Um eine gleichmäßige Durchfeuchtung und Durchmischung zu erreichen, ist dies aber empfehlenswert. Bei größeren Komposthaufen ist aber ein Umsetzen unbedingt erforderlich.
- Legen Sie den Komposthaufen nach Möglichkeit an einer windgeschützten Stelle im Schatten oder Halbschatten an. So wird ein Austrocknen des Kompostes verhindert. Hecken sind nicht nur ein schöner Sichtschutz, sie halten gleichzeitig auch Wind ab.
- Für einen guten Rotteprozess ist ausreichend Feuchtigkeit erforderlich, allerdings darf es auch nicht zu nass sein. Achten Sie auf die richtige Feuchtigkeit. Hierbei hilft Ihnen ein einfacher Test: Kompostmaterial, das mit der Hand zusammengepresst wird, darf nicht tropfen, die Handfläche muss aber feucht sein.
- Speisereste, die Tiere anlocken könnten, immer gut mit Erde oder anderem Kompostmaterial bedecken. Zusatzstoffe und Verrottungshilfen sind meist überflüssig. Um den Rottevorgang zu beschleunigen, können ein paar Schaufeln fertiger Kompost untergemischt werden. Den gleichen Zweck erfüllen im Handel erhältliche Kompost-Starter. Die Dauer des Rotteprozesses hängt von Pflege, Material und Größe des Komposthaufens ab. Als Faustregel gilt, dass bei optimaler Pflege der Kompost nach rund sechs Monaten durchgerottet ist.