Der Landkreis Fulda setzt sich dafür ein, die Bedingungen für Radfahrende nachhaltig zu verbessern und dem wachsenden Stellenwert des Radverkehrs gerecht zu werden. Grundlage dafür ist ein gemeinsames Zielnetz für den Alltags- und Freizeitverkehr sowie eine einheitliche, durchgehende Beschilderung, die das Radnetz klar erkennbar und leicht nutzbar macht.
Ziel ist es, die Qualität der Radverkehrsinfrastruktur langfristig zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln – für attraktive, sichere und gut vernetzte Radwege im gesamten Landkreis.
Knotenpunktsystem
Im Landkreis Fulda ist als Pilotprojekt ein 1200 Kilometer langes Knotenpunktsystem etabliert und installiert worden.
Das Knotenpunktsystem ermöglicht das „Radeln nach Zahlen“. Es ist beispielsweise aus den Niederlanden, Belgien sowie anderen touristischen Regionen bekannt und erleichtert die Planung von Fahrradtouren.
Die Knotenpunktbeschilderung sorgt dafür, dass sich Routen flexibel und unkompliziert, auch ohne Ortskenntnis, zusammenstellen lassen. Jeder Knotenpunkt ist mit einer Zahl versehen, die oberhalb der Wegweiser als sogenannter „Knotenpunkthut“ angebracht ist. Ergänzend finden Radfahrerinnen und Radfahrer an jedem dieser 260 Punkte eine Informationstafel mit einer Übersichtskarte, die entweder das gesamte Radwegenetz oder die nähere Umgebung zeigt.
Für die Planung können die gewünschten Zahlen einfach in der entsprechenden Reihenfolge notiert werden – und schon können Sie von Zahl zu Zahl radeln. Kleine Plaketten unterhalb der Wegweiser geben die Richtung zur jeweils nächsten Zahl an.
Die Montage der rund 3300 Plaketten unter den Wegweisern und der 260 Knotenpunkthüte auf dem Pfosten ist nahezu abgeschlossen. Bis zum Frühherbst folgen noch etwa 60 großformatige sowie rund 200 kleinere Tafeln zur Orientierung vor Ort.

Radverkehrskonzept für den Landkreis Fulda
Der Kreistag hat 2018 die Erstellung eines kreisweiten Radverkehrskonzeptes (siehe weiterführende Links) beschlossen, das alle Städte, Gemeinden sowie Orts- und Stadtteile mit mehr als 500 Einwohnerinnen und Einwohner miteinander verbinden soll. Das Konzept wurde von Januar 2019 bis März 2020 durch das Frankfurter Planungsbüro Radverkehr-Konzept (RV‑K) erarbeitet. Daran anschließend entstand ein umfassendes Beschilderungskonzept, das umgesetzt wurde. Ergänzend wurde 2026 das Knotenpunktsystem eingeführt, das hessenweit als Pilotprojekt gilt.
Gefördert mit Mitteln der Landesrichtlinie zur Förderung der Nahmobilität wird das priorisierte Maßnahmenprogramm des Konzeptes gemeinsam mit den 23 kreisangehörigen Kommunen schrittweise umgesetzt. Entstanden ist ein rund 1.800 km langes Zielnetz Radverkehr, das die zukünftige Infrastruktur im Landkreis Fulda sicherstellt.
Um die Umsetzung neuer Radwege zu unterstützen, wurde im Landkreis Fulda Ende 2024 die Stelle eines Nahmobilitätskoordinators eingerichtet. Diese koordiniert sowohl die Planung und Instandhaltung der Radwege als auch die Pflege und Aktualisierung der Beschilderung.
