Unser Dorf hat Zukunft
Die Zukunft unserer Dörfer wird vor allem von den Menschen vor Ort bestimmt. Vereine, Initiativen und viele Einzelpersonen setzen sich mit Herzblut und Tatendrang dafür ein, ihre Orte lebenswert und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ macht das Engagement der Dörfer sichtbarer und würdigt es. Durch den Dorfwettbewerb finden die teilnehmenden Orte eine Bühne und Gehör für Anliegen, die ihnen am Herzen liegen.
Im Wettbewerb zeigen Dorfgemeinschaften, was sie bewegt und wie sie das Zusammenleben in ihrem Dorf gestalten. Damit ist der Dorfwettbewerb ein guter Anlass, um Ideen zu schmieden und neue Aktivitäten auf den Weg zu bringen. Er bietet die Chance, die Kräfte vor Ort zu bündeln, den Kreis der Aktiven zu vergrößern und das Miteinander im Dorf zu stärken.
In unserem Landkreis ist die Teilnahme am Wettbewerb konstant. Das zeigt, unsere Orte sind aktiv und engagieren sich für ihre Zukunft. Der Landkreis Fulda unterstützt dieses Engagement. Allen Orten, die sich für eine Teilnahme interessieren, bieten wir eine umfassende Beratung, Begleitung und Unterstützung an.
Ziele des Wettbewerbs
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht das bürgerschaftliche Engagement.
Gesucht werden Dörfer, die als Gemeinschaft die eigenen Kräfte mobilisieren und damit der Entwicklung des Dorfes neue Impulse verleihen und dafür sorgen, dass ihr Ort attraktiv und lebenswert ist und bleibt. Das Engagement vor Ort soll sichtbar gemacht und honoriert werden.
Der Wettbewerb macht den Weg zum Ziel. Denn auch wenn den Siegern am Ende Preisgelder winken, geht es doch in erster Linie um den Prozess und die Aktivitäten, die durch die Teilnahme angestoßen werden.
Innerhalb dieser Entwicklung dient der Wettbewerb auch der eigenen Standortbestimmung: „Welche Qualitäten machen uns aus?“ „Was wollten wir − Was haben wir erreicht − Was ist noch zu tun − Wie wollen wir das gemeinsam schaffen?“.
Wie werden die Projekte grundsätzlich bewertet?
Bewertet wird in erster Linie die Qualität der Entwicklungsschritte der vergangenen Jahre und nicht nur das erreichte Niveau.
Prämiert werden innovative Ideen und Projekte, die das Leben in den Dörfern attraktiv gestalten sowie das Engagement der Dorfgemeinschaft insgesamt.
Dabei geht es um eine ganzheitliche Betrachtung des Dorfes − sowohl vor dem Hintergrund seiner vielfältigen Funktionen und seines Erscheinungsbildes als auch im Hinblick auf die örtliche Wirtschaftskraft sowie das soziale und kulturelle Miteinander der Einwohnerinnen und Einwohner.
Zur Bewertung werden Projekte und Initiativen betrachtet, die von bürgerschaftlichen Initiativen und Ehrenamtlichen initiiert und umgesetzt wurden oder bei denen sich die Dorfgemeinschaft eingebracht hat.
Jedes Dorf ist einzigartig! So wie sich Dörfer, Bevölkerung und Dorfkulturen voneinander unterscheiden, so hat auch dörfliches Engagement viele Gesichter. Die Jury berücksichtigt grundsätzlich die individuelle Ausgangslage jedes einzelnen Ortes.
Bewertet werden drei Bereiche sowie der Gesamteindruck des Dorfes.
Die Bewertungsbereiche − worum geht es?
- Unser Dorf hat Zukunft, weil wir Ziele und Konzepte entwickeln, zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen und wirtschaftliche Initiativen unterstützen:
Bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven beschäftigt sich die Dorfgemeinschaft z.B. mit den Herausforderungen des demografischen Wandels im Ort.
Leitbilder, Konzepte und Projektideen können z.B. in Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Der Wettbewerb bewertet, wie aus dem Miteinander gemeinsame Aktivitäten und tragfähige Initiativen entstehen.
Die wirtschaftliche Entwicklung ist eine wesentliche Grundlage für Arbeitsplätze und damit für zukunftsfähige Dörfer.
Bewertet werden Initiativen der örtlichen Unternehmen wie produzierendes Gewerbe, Dienstleistungsgewerbe, Land- und Forstwirtschaft und Gartenbau sowie örtliche Kultur- und Bildungseinrichtungen.
Die Verbesserung der Infrastruktur unterstützt unternehmerische Initiativen und den ländlichen Tourismus. Dazu zählen die Nahversorgung, Mehrfunktionshäuser, lokale Basisdienstleistungen, der Breitbandausbau, nachhaltige Mobilitätsangebote sowie die Energieversorgung auf erneuerbarer Basis. - Unser Dorf hat Zukunft, weil wir sozial engagiert sind und dörfliche kulturelle Aktivitäten entfalten:
Ein weiterer Schwerpunkt sind soziale, kulturelle und sportliche Aktivitäten: das Vereinsleben, soziale, kirchliche und kommunale Projekte, Gemeinschaftsaktionen, interkulturelle und generationenübergreifende Aktivitäten sowie Initiativen, die den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft unterstützen.
Insbesondere Aktivitäten, die das soziale Engagement im Dorf prägen, wie die ehrenamtliche Mitarbeit an Dorfprojekten, die aktive Nachbarschaftshilfe oder ein vielfältiges Vereinsleben stehen für den Zusammenhalt vor Ort.
Positiv bewertet werden Dorfgemeinschaften, die sich mit der Geschichte ihres Ortes und ihrer Tradition beschäftigen und durch Gemeinsinn den Ort voranbringen. Vorteilhaft ist, wenn Jung und Alt, Neubürger und Alteingesessene in die Entscheidungen über die Zukunft des Dorfes und bei konkreten Maßnahmen einbezogen werden.
Ortsübergreifende Kooperationen, regionale Vernetzung, z.B. bei Betreuungs-, Kultur- und Bildungsangeboten oder zwischen den Vereinen tragen dazu bei, dass Menschen gerne auf dem Lande leben.
Offene Kommunikation ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, wie auch die konkrete Mitarbeit in regionalen Netzwerken und kommunalen Zusammenschlüssen. - Unser Dorf hat Zukunft, weil wir wertschätzend und sensibel mit unserer Baukultur, der Natur und der Umwelt umgehen:
Bei einer zukunftsorientierten Entwicklung des Dorfes wird auf die Gestaltung der Bauten, eine flächensparende Siedlungsentwicklung sowie die Einbettung der Siedlung in die Landschaft geachtet. Gefragt sind Initiativen zur Erhaltung und Pflege ortsbildprägender Bausubstanz und zur Umsetzung barrierefreier Zugänge zu öffentlichen Bereichen.
Regional- und ortstypische Bauformen und Materialien sollten beachtet sowie traditionelle und moderne Elemente sinnvoll verbunden werden. Projekte zur Um- und Nachnutzung von Gebäuden tragen zu einer nachhaltigen Ortsentwicklung bei. Öffentliches Grün, Vor- und Hausgärten sollten attraktiv, artenreich und sensibel gestaltet werden.
Statt neue Baugebiete auszuweisen, sollten Leerstände beseitigt und Baulücken genutzt werden. Die Siedlungsentwicklung sollte auf der Grundlage von gemeinsam erarbeiteten Gestaltungsordnungen und in Abstimmung mit den Nachbarorten geplant sein.
Gesucht werden außerdem Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel. Der Renaturierung von Fließgewässern, der nachhaltigen Landbewirtschaftung sowie dem Arten- und Biotopschutz sollten besondere Bedeutung zukommen. Auch die nachfolgende Generation sollte in die genannten Zukunftsthemen sowie entsprechende Aktivitäten dazu eingebunden werden.
- Unser Dorf hat Zukunft, weil wir Ziele und Konzepte entwickeln, zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen und wirtschaftliche Initiativen unterstützen:
Wie läuft der Wettbewerb ab und welche Fristen gibt es?
Der Regionalentscheid des hessischen Dorfwettbewerbs wird alle drei Jahre jeweils im Wechsel mit Landes- und Bundewettbewerb durchgeführt. Teilnehmen können Orte bis 3.000 Einwohner. Auch Zusammenschlüsse benachbarter Orte sind möglich.
Regionalentscheid
Anmeldeschluss: 1.März 2027
Bereisungstermin: Sommer 2027
Abschlussfeier: November 2027Anmeldung
In einem ersten Schritt melden sich die Dörfer formlos per E-Mail beim Landkreis Fulda an.
Im zweiten Schritt ist ein Online-Fragebogen auszufüllen, welcher der Jury als Grundlage und Information für die Bereisung dient. Die Abgabefrist hierfür teilen wir den Dörfern rechtzeitig mit.
Preise im Regionalentscheid
1. Preis 5.000 Euro
2. Preis 4.000 Euro
3. Preis 3.000 Euro
4. Preis 2.000 Euro
5. Preis 1.000 EuroDie Jury vergibt zudem 4 Sonderpreise in Höhe von jeweils 1.000 Euro für besondere Einzelprojekte.
Die beiden Siegerdörfer des Regionalentscheids vertreten den Landkreis im darauffolgenden Jahr im Hessischen Landesentscheid.
Weitere Fragen zum Wettbewerb?
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Gerne stellen wir den Wettbewerb in Ihren örtlichen Gremien vor, kommen zur Beratung, zu gemeinsamen Dorfrundgängen oder zu Dorfgesprächen vor Ort.